Was­ser marsch

Chemnitzer Morgenpost - - CHEMNITZ - Von Ma­rio Adolph­sen

Ei­ne Ba­de­stel­le, nur we­ni­ge Geh­mi­nu­ten vom Rat­haus ent­fernt. Wä­re das nicht himm­lisch? Da­ran schei­nen ei­ni­ge Lo­kal­po­li­ti­ker in den ver­gan­ge­nen Wo­chen öf­ter zu den­ken. Wen wun­dert’s! Vor­la­gen zum Träu­men gibt es ge­nug. In Mün­chen zie­hen Isar und Eis­bach je­den Som­mer Heer­scha­ren zum (Son­nen)Ba­den in die Ci­ty. Han­no­ver hat mit dem Masch­see sei­ne ei­ge­ne Ba­de­wan­ne, Ham­burg ei­nen El­be­strand. Und in Ber­lin schip­pert so­gar ein Ba­de­schiff auf der Spree. Ei­nen be­herz­ten Kopf­sprung in den Schloss­teich möch­te ich mir al­ler­dings nicht vor­stel­len - und das liegt nicht nur an mög­li­chen Ve­r­un­rei­ni­gun­gen durch Brauch­was­ser. Aus mei­ner Sicht sol­len dort ru­hig wei­ter die Schwä­ne gon­deln. Viel bes­ser könn­te ich mir ei­nen „Köp­per“in Er­fen­schlag vor­stel­len. Al­so, lie­be Stadt­rä­te, so schön die hit­zi­gen Pl­ansch­träu­me auch sein mö­gen: In Wirk­lich­keit wä­re ei­ne Zu­kunft für das klei­ne Frei­bad im Dorn­rös­chen­schlaf noch schö­ner, oder? Doch da­für heißt es auf­wa­chen - und Was­ser marsch!

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