TAG HEU­ER CON­NEC­TED

Chronos - - Inhalt - TEXT: GIS­BERT L. BRUN­NER

Die Schwei­zer Smart­watch tarnt sich auf Wunsch als Mecha­nik­mo­dell.

Als ers­ter tra­di­ti­ons­rei­cher Schwei­zer Her­stel­ler hat TAG Heu­er mit der Con­nec­ted ei­ne SMART­WATCH MIT TOUCH­SCREEN vor­ge­stellt. Sie sieht ei­ner me­cha­ni­schen Car­re­ra ver­blüf­fend ähn­lich.

Die App­le Watch hat das The­ma Smart­wat­ches auch für die Schwei­zer Uh­ren­in­dus­trie auf den Plan ge­bracht. TAG Heu­er möch­te sich als Av­ent­gar­de-mar­ke nicht tech­no­lo­gisch ab­hän­gen las­sen und prä­sen­tier­te jetzt die Con­nec­ted. Mög­lich wur­de dies durch die bei­den Part­ner In­tel, zu­stän­dig für die Elek­tro­nik, und An­dro­id-we­ar-lie­fe­rant Goog­le. Im In­nern ar­bei­tet ein Mi­cro-com­pu­ter mit be­acht­li­cher Re­chen­leis­tung, der nach dem Star­ten erst ein­mal hoch­ge­fah­ren wer­den muss. So lan­ge zeigt sich das Mar­ken­lo­go auf dem Dis­play. Der leis­tungs­star­ke In­tel-pro­zes­sor Atom Z34XX hat die Grö­ße ei­nes 5-Fran­ken-stücks. Ein schwar­zes Dis­play à la App­le Watch woll­te TAG Heu­er auf kei­nen Fall. Des­halb prä­sen­tiert sich die Con­nec­ted auch im Spar­mo­dus im­mer mit ei­nem ana­lo­gen Zif­fer­blatt. An­sons­ten kön­nen die Be­sit­zer wäh­len zwi­schen schwarz, weiß und blau, drei Zei­ger samt Da­tum, Gmt-dis­play mit zu­sätz­li­chem 24St­un­den-zei­ger oder Chro­no­graph. Per Wi­fi las­sen sich bei TAG Heu­er auch Krea­tio­nen von Da­vid Gu­et­ta, Ca­ra De­le­ving­ne oder Tag-heu­er-chef Je­an-clau­de Bi­ver her­un­ter­la­den. Per Knopf­druck ge­langt man in die nächs­te au­to­no­me, al­so Smart­pho­ne-un­ab­hän­gi­ge Funk­tio­nen-ebe­ne mit Stopp­uhr, Ti­mer oder Alarm. Dann fol­gen sen­sor­ge­steu­er­te Funk­tio­nen un­ter an­de­rem zur Kon­trol­le des Schlafs, der Ge­schwin­dig­keits- mes­sung oder der Ak­ti­vi­tät. Auf Sen­so­ren zum Mes­sen der Puls­fre­quenz hat TAG Heu­er nach ei­ge­ner Aus­sa­ge we­gen der noch zu gro­ßen Un­ge­nau­ig­keit ver­zich­tet. Aber na­tür­lich ver­bin­det sich die Con­nec­ted via Blue­tooth bei­spiels­wei­se mit ent­spre­chen­den Brust­bän­dern. Und es lässt sich nut­zen, was Googles Play Store an Ap­pli­ka­tio­nen be­reit­hält. Üb­ri­gens las­sen sich die Apps ent­we­der in sek­to­ra­le Dis­plays ein­blen­den oder durch Be­rüh­ren der Mi­nia­tur auch bild­schirm­fül­lend dar­stel­len. Das vol­le Leis­tungs­spek­trum ent­fal­tet die Uhr mit An­dro­id-smart­pho­nes. Mit App­les IOS kom­mu­ni­ziert die Con­nec­ted mit ge­wis­sen Ein­schrän­kun­gen. In je­dem Fall aber kön­nen bei­spiels­wei­se die Te­le­fon­num­mer ei­nes An­ru­fers, Push-nach­rich­ten oder Ter­min-er­in­ne­run­gen auf dem Uhr-dis­play an­ge­zeigt wer­den. Der App-down­load und die Ver­bin­dung mit ei­ner Cloud ge­lin­gen ent­we­der di­rekt per Wi­fi oder über Blue­tooth via Smart­pho­ne. Die 46 Mil­li­me­ter gro­ße, spritz­was­ser­ge­schütz­te Uhr ist trotz Sa­phirglas-bild­schirm so­fort als Car­re­ra iden­ti­fi­zier­bar. Ih­re Bat­te­rie muss nach spä­tes­tens 30 St­un­den an das mit­ge­lie­fer­te Kon­takt-la­de­ge­rät. Für 1350 Eu­ro kann man sich mit der Con­nec­ted ver­bin­den. Wer nach ei­ni­ger Zeit fest­stellt, dass er doch lie­ber ei­ne me­cha­ni­sche Uhr möch­te, kann nach zwei Jah­ren die Con­nec­ted für wei­te­re 1350 Eu­ro in ei­ne äu­ßer­lich ähn­li­che, aber me­cha­ni­sche Car­re­ra ein­tau­schen.

Wan­del­bar: Es gibt Kaut­schukarm­bän­der in ver­schie­de­nen Far­ben, und das Zif­fer­blatt lässt sich an­pas­sen

Smart: Bei Be­darf kann die Con­nec­ted Fit­ness­da­ten wie zu­rück­ge­leg­te Schrit­te ein­blen­den

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