KURZTEST RADO HYPERCHROME 1616

IN SEI­NEM NEU­EN DESIGNOBJEKT VER­EINT RADO HIS­TO­RI­SCHE UND FUTURISTISCHE ELE­MEN­TE.

Chronos - - INHALT - TEXT ALEX­AN­DER KRUPP FO­TOS NIK SCHÖLZEL

DIE HYPERCHROME

1616 ist ei­ne Neu­in­ter­pre­ta­ti­on der Rado Ca­pe Horn aus den sech­zi­ger und sieb­zi­ger Jah­ren: Die Gr­und­form von Ge­häu­se, Zeigern und In­de­xen so­wie die un­ge­wöhn­li­che An­ord­nung des Da­tums- und Wo­chen­tags­fens­ters ent­spre­chen dem Ori­gi­nal. Al­ler­dings ist das Ge­häu­se nun im Ver­hält­nis deut­lich brei­ter und be­steht aus schwar­zer Ke­ra­mik – ei­nem Ma­te­ri­al, das Rado in den 1980ern als ei­ne der ers­ten Uh­ren­mar­ken über­haupt ver­wen­de­te. Die ex­tre­me „Fern­se­h­er­form“und das be­son­de­re Ma­te­ri­al ma­chen die Hyperchrome 1616 zu ei­nem ech­ten Hin­gu­cker, der gleich­zei­tig re­tro und fu­tu­ris­tisch wirkt.

Wie­so 1616?

Weil ein tol­les De­sign den meis­ten Uh­ren­her­stel­lern und -lieb­ha­bern nicht reicht, er­zäh­len hoch­wer­ti­ge Arm­band­uh­ren meis­tens auch ei­ne Ge­schich­te. Bei der his­to­ri­schen Ca­pe Horn war es die ers­te Um­seg­lung von Kap Ho­orn an der Süd­spit­ze Süd­ame­ri­kas im Jahr 1616 – was die sport­lich-ro­bus­te Aus­stat­tung des Mo­dells un­ter­strich. Die neue Uhr ver­bin­det den ak­tu­el­len Kol­lek­ti­ons­na­men Hyperchrome mit der Jah­res­zahl der ma­ri­ti­men Pio­nier­tat.

Der New­co­mer ist kei­ne be­tont sport­li­che Uhr mehr, aber da­für ein äu­ßerst ge­lun­ge­nes Designobjekt, das so­wohl an schlan­ken als auch star­ken Hand­ge­len­ken al­le Bli­cke auf sich zieht. Das gilt am meis­ten für das Ge­häu­se und Zif­fer­blatt, aber auch für das ex­tra­brei­te Le­der­band mit mat­ter Soft-touchOber­flä­che und die Falt­schlie­ße mit Ke­ra­mik­hau­be. Der äu­ße­re der bei­den Schlie­ßen­schen­kel aus ge­här­te­tem Stahl lässt sich beim An­le­gen der Uhr aus­fah­ren, so­dass auch gro­ße Hän­de kom­for­ta­bel durch das Arm­band glei­ten. Beim Zu­klap­pen der Schlie­ße fährt die Ver­län­ge­rung in ei­ner flie­ßen­den Be­we­gung wie­der ein.

Kom­for­ta­ble Tech­nik

Ei­nen noch grö­ße­ren Kom­fort als die Schlie­ße bie­tet die gro­ße, grif­fi­ge Kro­ne, mit der sich Uhr­zeit, Da­tum und Wo­chen­tag pro­blem­los ein­stel­len las­sen. Die An­zei­gen treibt das Eta-ka­li­ber C07.621 an. Es han­delt sich um ei­nes der neu­en Au­to­ma­tik­wer­ke mit er­höh­ter Gang­au­to­no­mie, die der Wer­ke­her­stel­ler der Swatch Group in den letz­ten Jah­ren für die güns­ti­ge­ren Uh­ren­mar­ken des Kon­zerns wie Ha­mil­ton, Mi­do oder Tissot ent­wi­ckelt hat.

Das Ka­li­ber C07.621 – hier pas­sen­der­wei­se mit ei­nem schwar­zen Ro­tor aus­ge­stat­tet – läuft nach Voll­auf­zug auch in un­be­weg­tem Zu­stand rund 80 St­un­den, was die Gang­dau­er des Ba­sis­ka­li­bers 2836 glatt ver­dop­pelt. Au­ßer­dem wur­de die Fein­re­gu­lie­rung ver­bes­sert, in­dem nun statt Ex­zen­ter­schrau­be und Rü­ck­er­zan­ge ei­ne frei­schwin­gen­de Un­ruh mit Re­gu­lier­ge­wich­ten zum Ein­satz kommt. So­mit er­wer­ben Uh­ren­fans mit der Hyperchrome 1616 nicht nur ein ge­lun­ge­nes Designobjekt, son­dern auch ein Stück mo­der­ner Uh­ren­tech­nik.

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