FAST WIE GOLD

Chronos - - Basel News -

Bron­zeuh­ren se­hen auf den ers­ten Blick gol­den aus. Aber schon nach kur­zer Zeit set­zen sie ei­ne (ge­woll­te) Pa­ti­na an.

RETROFLIEGER

ZENITH. PI­LOT EX­TRA SPE­CIAL CHRONOGRAPH. 7500 EU­RO Zenith ver­wen­det das in Mo­de ge­kom­me­ne Ma­te­ri­al Bron­ze für das Ge­häu­se des neu­en Pi­lot Ex­tra Spe­cial Chronograph. In dem 45 Mil­li­me­ter gro­ßen Ge­häu­se ar­bei­tet das Ma­nu­fak­tur­ka­li­ber El Primero 4069 mit au­to­ma­ti­schem Auf­zug. Zei­ger und Zif­fern äh­neln je­nen der Zenith Spe­cial aus dem frü­hen 20. Jahr­hun­dert, was die ge­wünsch­te Retro-op­tik er­zeugt. mg

AUS GOLD WIRD BRON­ZE

ETERNA. 1940 TELEMETER CHRONOGRAPH FLYBACK BRON­ZE MANUFACTURE. 5190 EU­RO Mit die­sem neu­en Zeit­mes­ser legt die Schwei­zer Ma­nu­fak­tur ei­ne his­to­ri­sche Gold­uhr neu im Trend­ma­te­ri­al Bron­ze auf. So­mit kann das ur­sprüng­lich sehr zier­li­che Mo­dell auf 42 Mil­li­me­ter wach­sen, oh­ne den Ma­te­ri­al­preis un­nö­tig in die Hö­he zu trei­ben. Mit der Tele­me­ter­ska­la kann man die Ent­fer­nung von Ge­räusch­quel­len wie Ge­wit­tern oder, eher his­to­risch re­le­vant, Gra­nat­wer­fern er­mit­teln. Die Flyback-funk­ti­on er­mög­licht au­ßer­dem das au­gen­blick­li­che Neu­star­ten des Chro­no­gra­phen oh­ne Zwi­schen­schritt. Das Au­to­ma­tik­ka­li­ber EMC 3916A mit 60 St­un­den Gang­au­to­no­mie ba­siert auf dem ei­ge­nen Mo­dul­ka­li­ber 39, das laut Eterna 88 ver­schie­de­ne Kom­pli­ka­ti­ons­va­ri­an­ten zu­lässt. Das Werk ist durch ei­nen Sa­phirglas­bo­den mit Edel­stahl­rand zu se­hen. ak

NEUE LE­GIE­RUNG, NEUE FAR­BEN

ANONIMO. MILITARE ALPINI CAMOUFLAGE. 5250 EU­RO Die im letz­ten Jahr vor­ge­stell­te Uhr mit Tarn­mus­ter auf dem Zif­fer­blatt gibt es jetzt als Chro­no­gra­phen in den Far­ben Grün und Braun. Bei­de Ver­sio­nen be­sit­zen, ty­pisch für Anonimo, ein Bron­ze­ge­häu­se, das nun je­doch aus ei­ner neu­en, stär­ker ro­sé­far­be­nen Le­gie­rung be­steht. Au­ßer­dem wer­den die Uh­ren nun mit Falt- statt Dorn­schlie­ßen ge­lie­fert. Der Tit­an­bo­den trägt nach wie vor ein Re­lief des Mat­ter­horns. Da­hin­ter tickt das Sel­li­ta-au­to­ma­tik­ka­li­ber SW 300 mit Chro­no­gra­phen­mo­dul von Du­bo­is Dé­praz, das der Trä­ger über die Kro­ne zwi­schen den obe­ren Band­an­stö­ßen auf­zieht. Bei­de Mo­del­le wer­den 97-mal ge­baut. ak

AL­TES ZU AL­TEM

LACO. ERBSTÜCK FRIEDRICHSHAFEN BRON­ZE. 1598 EU­RO Bei Laco ist nicht das Neue die span­nen­de Mes­se­neu­heit, son­dern das Al­te. Denn die deut­sche Mar­ke klei­det ih­re im ver­gan­ge­nen Jahr ent­wi­ckel­ten Erbstück-uh­ren mit künst­lich ge­al­ter­ten Kom­po­nen­ten nun in Bron­ze­ge­häu­se. Letz­te­re set­zen in­ner­halb we­ni­ger Wo­chen ei­ne klar er­kenn­ba­re Pa­ti­na an und pas­sen so­mit gut zu den his­to­risch an­mu­ten­den Zif­fer­blät­tern und Zei­gern. Den An­fang ma­chen vier Mo­del­le, die al­le das­sel­be kos­ten. Zu ih­nen ge­hört die ab­ge­bil­de­te Erbstück Friedrichshafen Bron­ze im 45-Mil­li­me­ter-ge­häu­se mit Eta-au­to­ma­tik­ka­li­ber 2824 und klei­nem St­un­den­ring auf dem Zif­fer­blatt. ak

TAG HEU­ER. CONNECTED MODULAR 45. 1400–17 900 EU­RO TAG Heu­er prä­sen­tiert die zwei­te Ge­ne­ra­ti­on der Connected Watch: Die Modular 45 ist von au­ßen wie von in­nen in­di­vi­dua­li­sier­bar. Der Ge­häu­se­kor­pus misst 45 Mil­li­me­ter und be­steht aus Ti­tan. Beim Kauf muss sich der Kun­de zu­nächst für ei­ne vor­ge­ge­be­ne Va­ri­an­te ent­schei­den. So bie­tet TAG Heu­er zum Bei­spiel den Kor­pus aus Ti­tan zu­sam­men mit ei­ner Edel­stahl­lü­net­te und ei­nem far­bi­gen Kaut­schuk­band an. Dies ist die Ba­sis­va­ri­an­te für 1400 Eu­ro. Be­steht die Lü­net­te aus far­bi­gem Alu­mi­ni­um, kann der Kun­de zwi­schen ei­nem Kaut­schuk­band in Schwarz oder Oran­ge (1700 Eu­ro), ei­nem schwar­zen Le­der­band (1800 Eu­ro) oder ei­nem Ti­t­an­arm­band (2300 Eu­ro) wäh­len.

Teu­rer wird es mit ei­ner Ke­ra­mik­lü­net­te und wahl­wei­se schwar­zer Ke­ra­mik­be­schich­tung für die Band­an­stö­ße so­wie di­ver­sen Gold­be­schich­tun­gen oder Dia­mant­be­satz. Nach dem Kauf ist es mög­lich, Arm­bän­der, Band­an­stö­ße und Schlie­ßen ein­zeln nach­zu­kau­fen und dank ein­fa­chem Steck­sys­tem aus­zu­tau­schen.

Auch tech­nisch hat TAG Heu­er in Zu­sam­men­ar­beit mit In­tel und Goog­le der Connected Modular 45 im Ver­gleich zum Vor­gän­ger ein Up­date ver­passt. So ver­fügt das neue Mo­dell erst­mals über GPS, was das Tra­cken von sport­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten oh­ne Han­dy mög­lich macht. Die Ver­bin­dung zum Smart­pho­ne wird via Blue­tooth oder WLAN her­ge­stellt. Es wur­de zu­dem ein NFC-CHIP ver­baut, der das mo­bi­le Be­zah­len via An­dro­id Pay er­mög­licht. Die Be­die­nung und Ables­bar­keit der Modular 45 wur­de eben­falls ver­bes­sert: das AMOLEDDis­play mit ho­her Auf­lö­sung ist nun auch bei star­ker Son­nen­ein­strah­lung noch gut les­bar.

Der Funk­ti­ons­um­fang hat sich dank Goog­le An­dro­id We­ar 2.0 auch er­wei­tert. Be­son­ders er­freu­lich für ipho­ne-nut­zer: Die­se kön­nen nun wie An­dro­id-user al­le zur Ver-

fü­gung ste­hen­den Apps oh­ne Ein­schrän­kung nut­zen. Wer mehr als die mit­ge­lie­fer­ten Funk­tio­nen be­nö­tigt, kann sich aus dem Apps­to­re die ent­spre­chen­de App her­un­ter­la­den. Sie wird dann di­rekt im Spei­cher der Uhr ab­ge­legt.

Der ei­gent­li­che Clou – und der Grund für den neu­en Na­mens­zu­satz „Modular“– ist je­doch ei­ne wei­te­re Aus­tausch­mög­lich­keit: TAG Heu­er bie­tet ne­ben dem Connected-mo­dul, al­so dem Ge­häu­se­kor­pus mit der Smart­watch, auch noch zwei me­cha­ni­sche Mo­du­le aus der Carrera-kol­lek­ti­on an (Bil­der oben). So kann der Kun­de auf Wunsch mit­tels ein­fach be­dien­ba­rem Wech­sel­sys­tem aus sei­ner Smart­watch ei­ne Carrera Calibre 5 oder ein TAG Heu­er Carrera Calibre Heu­er 02 Tourbillon ma­chen. Letz­te­res gibt es schon in ei­nem Set mit dem Connected-mo­dul für 17900 Eu­ro. Die Ba­sis­ver­si­on mit stäh­ler­nen Band­an­stö­ßen und Kaut­schuk­band be­ginnt bei 1400 Eu­ro. mg

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