KURZTEST TAG HEU­ER AQUA­RA­CER CALIBRE 5

Mit der blau-schwar­zen Aqua­ra­cer ma­chen Uh­ren­lieb­ha­ber über wie un­ter Was­ser ei­ne gu­te Fi­gur.

Chronos - - Inhalt - TEXT ALEX­AN­DER KRUPP FO­TO NIK SCHÖLZEL

TAG HEU­ER ist ei­ne aus­ge­spro­che­ne Sportuh­ren­mar­ke. Da­bei spielt das De­sign im­mer ei­ne eben­so wich­ti­ge Rol­le wie die Funk­tio­na­li­tät. Im Fal­le der Aqua­ra­cer heißt das: Die Uhr ist nicht nur bis 300 Me­ter was­ser­dicht und mit viel Leucht­mas­se aus­ge­stat­tet, son­dern be­sitzt auch mar­kan­te De­tails wie kan­ti­ge Lü­net­ten­rei­ter, ein ge­rill­tes Zif­fer­blatt und ein farb­lich ab­ge­stimm­tes Ny­lon­band.

Der Zeit­mes­ser macht ei­nen rund­um hoch­wer­ti­gen Ein­druck. Da­für sor­gen die sau­ber ras­ten­de Lü­net­te mit kratz­fes­ter Ke­ra­mik­ska­la, die gro­ße Schraub­kro­ne mit di­ckem, sta­bi­lem Tu­bus so­wie die mas­si­ve Falt­schlie­ße mit Klemm­me­cha­nis­mus. Letz­te­rer sorgt da­für, dass sich das Arm­band stu­fen­los ver­stel­len lässt, wo­bei die bei Uhr bei lan­ger Band­ein­stel­lung auch über ei­nen Tauch­an­zug passt. Eben­falls für Tau­cher re­le­vant sind die groß­flä­chi­gen Leucht­an­zei­gen bis hin zum nach­leuch­ten­den Se­kun­den­zei­ger als Funk­ti­ons­kon­trol­le im Dun­keln.

Was un­ter Was­ser kein Pro­blem ist, aber durch­aus im täg­li­chen Ge­brauch, sind die vie­len Re­fle­xio­nen, die so­wohl die Lü­net­te und das fla­che Sa­phirglas als auch die Zei­ger, In­de­xe und so­gar die Da­tums­lu­pe er­zeu­gen.

Groß­se­ri­en­me­cha­nik

Was das Werk an­geht, so greift TAG Heu­er für die­se preis­güns­ti­ge Sport- und All­tags­uhr auf eta­blier­te Schwei­zer Groß­se­ri­en­tech­nik in Form ei­nes un­ver­zier­ten Sel­li­ta SW 200 oder des kon­struk­ti­ven Vor­bilds Eta 2824 zu­rück. Zum Ein­satz kommt die dritt­höchs­te Qua­li­täts­stu­fe von vie­ren, wie ein Blick un­ter den gra­vier­ten Voll­ge­win­de­bo­den zeigt. Bei der Te­stuhr lief das Sel­li­ta-werk am Arm oh­ne er­kenn­ba­re Ab­wei­chung und auf der Zeit­waa­ge mit durch­schnitt­lich 2,5 Se­kun­den Vor­gang pro Tag. Für Punkt­ab­zü­ge im Test­sche­ma sor­gen le­dig­lich die neun Se­kun­den Ab­wei­chung zwi­schen den ein­zel­nen La­gen.

Das Werk wird von ei­nem nur zwölf Mil­li­me­ter ho­hen Ge­häu­se um­schlos­sen, das genau­so an­ge­nehm am Hand­ge­lenk liegt wie das auf der Un­ter­sei­te gum­mier­te Ny­lon­band. Auch die de­zen­te Grö­ße von 41 Mil­li­me­tern und das ge­rin­ge Ge­wicht von 107 Gramm wir­ken sich po­si­tiv auf den Tra­ge­kom­fort aus. (Es gibt auch et­was stäm­mi­ge­re 43-Mil­li­me­ter-mo­del­le, aber nicht in die­ser Farb­kom­bi­na­ti­on.)

At­trak­tiv ist ei­gent­lich al­les an der Aqua­ra­cer Calibre 5, bis hin zum Preis. Denn 2150 Eu­ro sind nicht zu viel Geld für ei­ne gut ver­ar­bei­te­te Schwei­zer Mar­ken­uhr. Da heißt es nur noch: Ab zum Strand – oder an die Strand­bar.

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