Mi­na Tan­der Die Schau­spie­le­rin spricht im Interview über die Er­zie­hung ih­rer Toch­ter

In CLO­SER spricht die Schau­spie­le­rin über die Er­zie­hung ih­rer Toch­ter und ei­nen Dreh, der zur Her­aus­for­de­rung wur­de

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Es sind ver­stö­ren­de ­Sze­nen. Se­quen­zen, die ei­nen zum Nach­den­ken an­re­gen – und auch Mi­na Tan­der (38) in ih­ren Bann zo­gen. In „Der Sohn“(6. Sep­tem­ber, 20.15 Uhr, ARD) spielt die ge­bür­ti­ge Köl­ne­rin ei­ne al­lein­er­zie­hen­de Mut­ter, die den Ver­dacht hegt, ihr ei­ge­ner Jun­ge kön­ne ei­ne Frau ­ge­tö­tet ha­ben. Mit CLO­SER sprach die Schau­spie­le­rin über den an­spruchs­vol­len Dreh – und ihr ei­ge­nes ­Da­sein als Mut­ter.

„Es gab ei­ne Sze­ne im Dreh­buch – vor der hat­te ich beim Le­sen schon et­was Bam­mel“, ge­steht Mi­na Tan­der CLO­SER – und spricht ei­ne pi­kan­te Ba­de­zim­mer-Se­quenz an. Dar­in greift ih­re Fi­gur Kat­ha­ri­na dem in der Wan­ne sit­zen­den Sohn zwi­schen die Bei­ne. Ei­ne Grenz­über­schrei­tung, die von ei­nem schwie­ri­gen Ver­hält­nis der bei­den Prot­ago­nis­ten zeugt. „Das war schon ei­ne ­Her­aus­for­de­rung, aber es zeigt auch die ex­tre­me ­Be­zie­hung von Mut­ter und Sohn“, so Tan­der.

An­ders als ih­re Film­fi­gur ist die Schau­spie­le­rin in Sa­chen Er­zie­hung we­sent­lich ent­spann­ter – und will vor al­lem ei­nes nicht sein: ei­ne He­li­ko­pter-Mut­ter, die ihr Kind auf Schritt und Tritt be­auf­sich­tigt. „Mei­ne Toch­ter ist jetzt fünf Jah­re alt. Und ich fin­de es ganz wich­tig, dass Kin­der ih­re ­Frei­hei­ten ha­ben und Din­ge selbst ent­de­cken. So ler­nen sie ir­gend­wann, sich auf sich selbst ver­las­sen zu kön­nen.“

Tan­der selbst war früh auf sich ge­stellt. Ihr Va­ter starb, als sie sechs Jah­re alt war. „Mei­ne Mut­ter hat sich im­mer lie­be­voll um mich und mei­ne Schwes­ter ge­küm­mert. Aber sie muss­te auch ar­bei­ten, hat uns nicht rund um die Uhr be­auf­sich­tigt. Das prägt“, so die 38-Jäh­ri­ge.

Wich­tig ist ihr auch, nicht zu ho­he Er­war­tun­gen an den ei­ge­nen Nach­wuchs zu ­stel­len. „ Je­des Kind hat ein an­de­res Tem­po, aber al­le kom­men ans Ziel. Wenn ich se­he, was die Klei­nen heu­te mit sechs Jah­ren zum Teil ­al­les kön­nen müs­sen, ist das schon ex­trem. Wenn sie selbst den Drang ha­ben, Din­ge zu ler­nen: pri­ma! Aber man soll­te ih­nen nicht al­les auf­drü­cken. Wie mei­ne Mut­ter so schön sagt: ,Die sind doch noch am Wer­den …‘“Doch ei­nes macht die Schau­spie­le­rin auch ­deut­lich. „Wenn mei­ne Toch­ter ir­gend­wann ein­fach kei­ne Lust auf gar nichts ha­ben soll­te, wür­de ich na­tür­lich schon mal mit ihr re­den“, sagt ­Tan­der und lacht. Bis ­da­hin hat sie al­ler­dings ganz ge­wiss noch ein paar Jah­re Zeit …

ARD-Thril­ler In „Der Sohn“(6. Sept., 20.15 Uhr, ARD) spielt Tan­der Fri­seu­rin Kat­ha­ri­na, die den 16-jäh­ri­gen Ste­fan (Ni­no Böhlau) al­lei­ne groß­zieht – und plötz­lich ei­nen schlim­men Ver­dacht hegt …

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