CLOSER-TOPRATGEBER

6 prak­ti­sche Tipps für Patch­work- Fa­mi­li­en

Closer - - Nah, Näher, -

Mit Ge­las­sen­heit und Ehr­lich­keit – so be­geg­ne­te Schau­spie­le­rin ­Ve­ro­ni­ca ­Fer­res der Ab­leh­nung ­ih­rer Stief­söh­ne (sie­he Kas­ten). Dass sie da­mit in­stink­tiv ei­ne gu­te Tak­tik ­ge­wählt hat, be­stä­tigt Psy­cho­lo­gin ­Vic­to­ria ­Ger­des­mann mit ih­ren Rat­schlä­gen für ­Fa­mi­li­en, die erst noch zu­sam­men­wach­sen müs­sen.

Er­war­tun­gen ­run­ter­schrau­ben

Ver­trau­en braucht Zeit. Sie ha­ben sich ver­liebt – nicht Ih­re Kin­der! Ver­lan­gen Sie nicht be­reits in den ers­ten Mo­na­ten, dass die Kin­der ­Ih­ren neu­en Part­ner als Fa­mi­li­en­mit­glied emp­fin­den. Wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en ha­ben ver­schie­de­ne Fak­to­ren nach­ge­wie­sen, die das Zu­sam­men­le­ben be­ein­flus­sen: So ist Zeit et­wa ein ­we­sent­li­cher Fak­tor. Bis zu fünf Jah­re braucht ei­ne neue Patch­work-Kon­stel­la­ti­on, bis so­wohl El­tern als auch Kin­der an­ge­ben, ein ver­trau­ens­vol­les Fa­mi­li­en­kli­ma mit­ein­an­der zu ha­ben.

Frie­den mit dem Ex-Part­ner

Wer­ten Sie den Ex nicht ab und stel­len Sie kei­ne

­Ver­glei­che zwi­schen ihm und dem neu­en Part­ner an. Kin­der sind oft loy­al, so­dass bis­si­ge Kom­men­ta­re die Fron­ten eher noch ver­här­ten könn­ten.

Su­chen Sie das Ge­spräch

Re­den Sie mit­ein­an­der – am Fa­mi­li­en­tisch oder beim ge­mein­sa­men Aus­flug. Vie­le Schwie­rig­kei­ten ent­ste­hen, wenn un­ter­schied­li­che Ge­füh­le und Sicht­wei­sen nicht in Ru­he mit­ein­an­der be­spro­chen wer­den. Je bes­ser man sein Ge­gen­über ver­steht, des­to eher ist man zu Kom­pro­mis­sen be­reit.

Ex­klu­siv-Zeit für die Kin­der

Ge­ben Sie den Kin­dern gu­te Grün­de da­für, sich auf die neue Kon­stel­la­ti­on ein­zu­las­sen und die Be­reit­schaft zu ent­wi­ckeln, Ma­ma oder Pa­pa jetzt wie­der mehr zu tei­len: Ge­nie­ßen Sie ­ge­mein­sa­me Un­ter­neh­mun­gen, ver­brin­gen Sie trotz neu­er Be­zie­hung auch noch Zeit mit Ih­ren Kin­dern al­lei­ne. So kön­nen die­se er­ken­nen, dass sie nicht plötz­lich die zwei­te Gei­ge spie­len. Die Lie­be zwi­schen den Part­nern kon­kur­riert nicht mit der zu den Kin­dern, son­dern fin­det gleich­be­rech­tigt auf ei­ner an­de­ren Ebe­ne statt.

Be­vor­zu­gun­gen ver­mei­den

Falls bei­de Part­ner ­be­reits Kin­der ha­ben, blei­ben Sie emo­tio­nal ge­gen­über ih­rem leib­li­chen Kind im­mer loy­al, aber be­han­deln Sie die an­de­ren Kin­der fair und nicht et­wa stren­ger. ­Kin­der ha­ben ein fei­nes Nä­schen für Un­ge­rech­tig­kei­ten! Es soll­ten des­halb un­be­dingt die glei­chen Er­zie­hungs­re­geln für al­le gel­ten.

Im Not­fall Hil­fe su­chen

Bei un­lös­ba­ren Kon­flik­ten kann ein neu­tra­ler Blick von au­ßen wei­ter­hel­fen. ­Su­chen Sie zu­nächst als ­Er­wach­se­ne pro­fes­sio­nel­le ­Hil­fe, um ei­ne ge­mein­sa­me Stra­te­gie zu er­ar­bei­ten und die Be­las­tun­gen, die die Streit­si­tua­ti­on in Ih­re Be­zie­hung ge­bracht hat, zu mil­dern. Staat­li­che oder auch kirch­li­che Er­zie­hungs- und Fa­mi­li­en­be­ra­tungs­stel­len sind hier­für gu­te Rat­ge­ber. Es braucht nicht im­mer gleich ein Psy­cho­the­ra­peut zu sein. Die Kin­der soll­ten erst in ei­nem zwei­ten Schritt in Fa­mi­li­en­ge­sprä­che zur Kon­flikt­lö­sung ein­ge­bun­den wer­den. Erst mal soll­ten sich die Er­wach­se­nen „sor­tiert“und ei­ne ge­mein­sa­me Li­nie ge­fun­den ha­ben.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.