Wie ge­sund sind Tam­pons?

Wer wäh­rend der Re­gel auf die klei­nen Hel­fer­lein aus Wat­te setzt, soll­te ei­ni­ges be­rück­sich­ti­gen

Closer - - Medizin -

Für vie­le Frau­en sind sie ein selbst­ver­ständ­li­cher Be­stand­teil der Mo­nats­hy­gie­ne. Doch in letz­ter Zeit ge­ra­ten Tam­pons im­mer mehr in Ver­ruf: Sie sol­len le­bens­ge­fähr­li­che In­fek­tio­nen aus­lö­sen. CLOSER e­rklärt, wel­che Ri­si­ken be­ste­hen.

Mi­kro­ver­let­zun­gen

So­wohl das Ein­füh­ren als auch das Ent­fer­nen ei­nes Tam­pons kann kleins­te Ris­se in der Schleim­haut der Schei­de her­vor­ru­fen. Über die­se kön­nen Krank­heits­er­re­ger, wie z. B. das HP-Vi­rus, ins Ge­we­be und den Blut­kreis­lauf ein­drin­gen und In­fek­tio­nen aus­lö­sen. Zu Ver­let­zun­gen kann es kom­men, wenn der Tam­pon zu groß ist, al­so beim Ein­füh­ren ein Wi­der­stand auf­tritt. Aber auch beim Her­aus­zie­hen kann die Schleim­haut leicht ein­rei­ßen. Ist der ­Tam­pon näm­lich nicht voll­stän­dig voll­ge­so­gen, trock­net er die Schei­den­haut aus und lässt sie emp­find­li­cher wer­den.

Brut­stät­te für Bak­te­ri­en

Wer­den be­stimm­te Hy­gie­ne­maß­nah­men (s. Kas­ten) ver­nach­läs­sigt oder wird der Tam­pon mehr als acht St­un­den in der Schei­de ge­las­sen, kön­nen sich be­stimm­te Bak­te­ri­en dort stark ver­meh­ren – vor al­lem Strep­to­kok­ken und Sta­phy­lo­kok­ken. Drin­gen die Kei­me in den Kör­per ein, kön­nen sie ei­ne le­bens­be­droh­li­che Blut­ver­gif­tung, das so­ge­nann­te to­xi­sche Schock­syn­drom, her­vor­ru­fen.

Tas­se als Al­ter­na­ti­ve?

Ei­ne im­mer be­kann­ter wer­den­de Al­ter­na­ti­ve ist die Mens­trua­ti­ons­tas­se aus Si­li­kon. Sie kann bis zu zwölf St­un­den in der Schei­de ver­blei­ben. Da sie das Blut nur ­auf­fängt und sich nicht mit Flüs­sig­keit vollsaugt, reizt sie die Schei­den­haut we­ni­ger. Bei man­geln­der Hy­gie­ne oder sel­te­nem ­Wech­sel be­steht je­doch auch hier die Mög­lich­keit ei­ner bak­te­ri­el­len Ve­r­un­rei­ni­gung so­wie der Ver­meh­rung von Kei­men.

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