Wie weiß ist der Schnee?

ColorFoto - - PRAXIS -

Bes­se­re Win­ter­bil­der. Was tun, wenn der Schnee im Bild grau oder blau statt weiß aus­sieht? Oder wenn Ihr Fo­to statt fi­li­gra­ner Schnee­kris­tal­le nur wei­ße Flä­chen oh­ne Zeich­nung zeigt? Wie Sie bei Win­ter­mo­ti­ven Be­lich­tung, Kon­trast und Weiß­ab­gleich op­ti­mie­ren, er­klärt die­ser Bei­trag.

Ein Traum in Weiß? Ein Blick auf Ih­re Win­ter­fo­tos be­lehrt Sie ei­nes Bes­se­ren: Da wirkt der Schnee häu­fig ver­graut und gar nicht weiß. Ganz nor­mal an tris­ten Win­ter­ta­gen mit wol­ken­ver­han­ge­nem Him­mel, aber mit­tels Ton­wert­kor­rek­tur leicht zu kor­ri­gie­ren. Das Ge­gen­teil er­le­ben Sie, wenn die Son­ne am Him­mel steht, ei­ne blen­dend hel­le Schnee­de­cke Ih­nen fast die Trä­nen in die Au­gen treibt. Und wo viel Licht ist, da ist be­kannt­lich auch viel Schat­ten: Der Mo­tiv­kon­trast kann die Dy­na­mik Ih­rer Ka­me­ra über­for­dern, aus­ge­fres­se­ne Bild­par­ti­en und zu­ge­lau­fe­ne Schat­ten sind die Fol­ge. Kein Grund je­doch für schnel­le Ka­pi­tu­la­ti­on: RAW-Mo­dus ein­schal­ten, prä­zi­se be­lich­ten und die RAW-Da­tei op­ti­mal ver­ar­bei­ten, heißt die De­vi­se.

Be­lich­tungs­mess­me­tho­den

Fri­schen wir aus ge­ge­be­nem An­lass un­ser Wis­sen zum The­ma Be­lich­tungs­mes­sung auf. Ih­re Ka­me­ra bie­tet im bes­ten Fall (und mit ei­ner ge­wis­sen Va­ria­ti­ons­band­brei­te) fol­gen­de Mess­me­tho­den an:

ist die am häu­figs­ten ver­wen­de­te Me­tho­de, weil sie bei un­ter­schied­lichs­ten Mo­ti­ven gut funk­tio­niert. Das liegt auch dar­an, dass die Ma­trix­mes­sung in der Re­gel mit der AF-Mes­sung ver­knüpft ist und es so zu ei­ner be­son­de­ren Ge­wich­tung bild­wich­ti­ger Par­ti­en kommt.

ist der Vor­läu­fer der Ma­trix­mes­sung und bei den meis­ten Fo­to­gra­fen sel­ten im Ein­satz. Aber man hat sich dar­an ge­wöhnt, dass es sie gibt. Be­fin­den sich die bild­wich­tigs­ten Par­ti­en ei­nes Mo­tivs im Bild­zen­trum, kann ei­ne mit­ten­be­ton­te In­te­gral­mes­sung gu­te Di­ens­te leis­ten.

sind zwei Sei­ten ei­ner Me­dail­le, der Über­gang zwi­schen bei­den Me­tho­den ist flie­ßend. Um von Spot­mes­sung zu re­den, soll­te der ak­ti­ve Mess­kreis ent­spre­chend klein sein. Bei­spiel: Bei ei­ner Ca­non 7D Mark II um­fasst die Spot­mes­sung ca. 1,5 Pro­zent des Bild­felds, die Se­lek­tiv­mes­sung ca. 6 Pro­zent. Be­lich­tungs­sys­te­me sind so jus­tiert, dass ei­ne Grau­flä­che mitt­le­rer Hel­lig­keit (18 Pro­zent Re­fle­xi­on) so be­lich­tet wird, dass die­ses Grau im Bild mit ver­gleich­ba­rer Hel­lig­keit wie­der­ge­ge­ben wird. Un­pro­ble­ma­tisch für die Be­lich­tungs­mes­sung

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