„… nicht län­ger als

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son­de­ren Mo­ment oder an ei­nen Ur­laub. Meis­tens fin­det Lu­ke die­se Plät­ze, oft er­gibt es sich aber ein­fach, weil wir uns wohl zur rech­ten Zeit am rech­ten Ort be­fin­den.

Wie ent­ste­hen die Bil­der?

Spon­tan und schnell. So ein Shoot dau­ert manch­mal nicht län­ger als ei­ne hal­be Mi­nu­te. Das ist auch der Grund, war­um ich die Lust dar­an nicht ver­lie­re und nicht das Ge­fühl ha­be, al­les zu in­sze­nie­ren. Ich bin im­mer et­wa drei bis fünf Me­ter von ihm ent­fernt, fo­to­gra­fie­re auf sei­ner Brust­hö­he, al­so tief in der Ho­cke, und ach­te dar­auf, dass ich mit der Be­lich­tungs­zeit nicht un­ter 1/90 s lan­de, denn dann kann das Bild schon mal ver­wa­ckelt wer­den. Er hält den Kopf­stand lan­ge und ru­hig ge­nug, dass ich den Punkt, an dem er mög­lichst gera­de ist, gut ab­pas­sen kann. Wäh­rend sei­ner Vor­be­rei­tung kom­po­nie­re ich be­reits den Aus­schnitt, denn schnei­den möch­te ich an­schlie­ßend so we­nig wie mög­lich.

Be­ar­bei­test du nach?

Bei der Nach­be­ar­bei­tung ma­che ich dann nicht mehr wirk­lich viel. Ich ha­be mir ei­nen Schwarz­weiß-Pro­zess in Ado­be Light­room er­ar­bei­tet, der mei­nen Vor­stel­lun­gen und dem Look von al­ten Ana­log­auf­nah­men ent­spricht, und den nut­ze ich kon­se­quent bei na­he­zu al­len Bil­dern. War mei­ne Auf­nah­me gut, muss ich viel­leicht noch den Ho­ri­zont leicht nach­kor­ri­gie­ren, aber das war es dann auch.

Was plant Ihr mit Eu­rer Se­rie?

Lu­ke freut sich, dass die Se­rie im­mer um­fang­rei­cher wird und na­tür­lich auch über die Bil­der und de­ren Wir­kung auf an­de­re. Wenn wir füh­len, dass es so­weit ist, möch­te er mal ein Buch da­von ha­ben. Da ich in mei­nem Job auch Com­po­sings und Re­tu­schen ma­che, nimmt je­der erst mal an, dass wir schum­meln, aber Lu­ke be­weist den Skep­ti­kern ger­ne, dass dem nicht so ist.

Hat die­se Art der Fo­to­gra e Dei­nen Blick auf die Welt ver­än­dert?

Es gibt Bil­der, die mei­ne Sicht auf die Welt be­ein­flus­sen – die stam­men meist aus Re­por­ta­gen. Da ich mein Um­feld ger­ne dar­stel­len möch­te, wie es tat­säch­lich ist, se­he ich es eher als mein Ziel, an­de­ren un­ent­deck­te Ein­bli­cke zu er­mög­li­chen. Mir selbst ha­ben die­se Auf­nah­men kei­ne wirk­lich un­ge­ahn­ten

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