Schwe­re Zei­ten für IBM

Die Trans­for­ma­ti­on des Ge­schäfts­mo­dells kos­tet Zeit, Geld und Per­so­nal.

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Der deut­sche An­bie­ter Iris Ana­ly­tics ent­wi­ckelt Soft­ware zur Prä­ven­ti­on von Zah­lungs­be­trug. Die Lö­sung soll Ban­ken hel­fen, miss­bräuch­li­che Trans­ak­tio­nen in Echt­zeit zu er­ken­nen und Zah­lun­gen so früh­zei­tig zu stop­pen, dass Ver­lus­te erst gar nicht ent­ste­hen. Hier­bei ana­ly­siert die Soft­ware den Un­ter­schied zwi­schen nor­ma­lem Nut­zer­ver­hal­ten und be­son­de­ren Mus­tern von Be­trugs­ver­su­chen. In­te­grier­te Si­mu­la­ti­on und Ana­ly­se er­lau­ben zu­dem, die Ef­fek­ti­vi­tät be­stimm­ter Maß­nah­men di­rekt zu über­prü­fen – und zwar an Re­al­da­ten im lau­fen­den Be­trieb. Nach An­ga­ben des fran­zö­si­schen In­ter­ban­ken­sys­tems STET, Teil der Grou­pe Car­tes Ban­cai­res, das jähr­lich 5,5 Mil­li­ar­den Kre­dit- und De­bit­kar­ten-Trans­ak­tio­nen ab­wi­ckelt, schafft die Iris-Soft­ware selbst zu Stoß­zei­ten Ant­wort­zei­ten von un­ter fünf Mil­li­se­kun­den pro Trans­ak­ti­on. „Der Ein­satz von Co­gni­ti­ve Com­pu­ting zur Be­trugs­be­kämp­fung kommt ei­nem Pa­ra­dig­men­wech­sel gleich“, sag­te Alis­ta­ir Ren­nie, Ge­ne­ral Ma­na­ger IBM In­dus­try So­lu­ti­ons. Der Kon­zern will die Soft­ware mit sei­nen ei­ge­nen Si­cher­heits­lö­sun­gen kom­bi­nie­ren, aber auch wei­ter se­pa­rat als Ein­zel­lö­sung an­bie­ten. Wie viel die Über­nah­me des in Ko­blenz an­säs­si­gen Un­ter­neh­mens ge­kos­tet hat, woll­te IBM nicht ver­ra­ten.

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