Stu­die des Welt­wirt­schafts­fo­rums – Di­gi­ta­li­sie­rung könn­te un­ter dem Strich fünf Mil­lio­nen Jobs kos­ten

Computerwoche - - Markt -

Die vier­te in­dus­tri­el­le Re­vo­lu­ti­on meis­tern – dar­über dis­ku­tier­ten vom 20. bis 23. Ja­nu­ar rund 2500 Po­li­ti­ker, Un­ter­neh­mens­len­ker, Wis­sen­schaft­ler und Ex­per­ten auf dem 46. World Eco­no­mic Fo­rum im schwei­ze­ri­schen Da­vos. Ne­ben Po­li­ti­kern wie dem Bun­des­prä­si­den­ten Joa­chim Gauck, US-Vi­ze­prä­si­dent Joe Bi­den und dem bri­ti­schen Pre­mier­mi­nis­ter Da­vid Ca­me­ron stand auch je­de Men­ge IT-Pro­mi­nenz auf der Teil­neh­mer­lis­te, dar­un­ter She­ryl Sand­berg, Chief Ope­ra­ting Of­fi­cer bei Face­book, HP-Che­fin Meg Whit­man so­wie Mi­cro­soft-CEO Sa­tya Na­del­la.

Tech­ni­ken wie selbst­ler­nen­de Ma­schi­nen, künst­li­che In­tel­li­genz und Ro­bo­tik hät­ten das Po­ten­zi­al, zu Um­brü­chen in Ge­schäfts­mo­del­len, Ar­beits­märk­ten und gan­zen Ge­sell­schaf­ten zu füh­ren, so ei­ne im Vor­feld ver­öf­fent­lich­te Stu­die des Welt­wirt­schafts­fo­rums. Laut der Be­fra­gung von Ex­per­ten aus den 350 größ­ten Kon­zer­nen der Welt könn­ten durch die Di­gi­ta­li­sie­rung bis zum Jahr 2020 in den 15 wich­tigs­ten In­dus­trie- und Schwel­len­län­dern bis zu 7,1 Mil­lio­nen Ar­beits­plät­ze weg­bre­chen – in ers­ter Li­nie Bü­ro­jobs. Im Ge­gen­zug wür­den nur et­wa 2,1 Mil­lio­nen neue Jobs ent­ste­hen.

Face­book-Ma­na­ge­rin Sand­berg warn­te in­des da­vor, neue Tech­no­lo­gi­en von vorn­her­ein zu ver­teu­feln. Viel­mehr könn­ten In­no­va­tio­nen das wirt­schaft­li­che Wachs­tum an­kur­beln. Da­von pro­fi­tier­ten letzt­lich al­le. „Je­de in­dus­tri­el­le Re­vo­lu­ti­on hat Her­aus­for­de­run­gen be­deu­tet, und je­de hat zu Wachs­tum und Fort­schritt ge­führt.“

US-Ar­beits­mi­nis­ter Tho­mas Pe­rez hält die Pro­gno­se mas­sen­haf­ter Job­ver­lus­te durch die di­gi­ta­le Re­vo­lu­ti­on für ver­zerrt. Tech­nik ha­be das Po­ten­zi­al, Ar­beits­plät­ze zu zer­stö­ren – sie kön­ne aber auch neue Jobs schaf­fen. Es ha­be sich im­mer wie­der ge­zeigt, dass Vor­her­sa­gen vom Un­ter­gang des ame­ri­ka­ni­schen oder deut­schen Ar­bei­ters über­trie­ben wa­ren, sag­te der Mi­nis­ter der Wo­chen­zei­tung „Die Zeit“. Man dür­fe In­no­va­tio­nen nicht fürch­ten, son­dern müs­se sie be­grü­ßen, so Pe­rez.

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