Wie Ab­tei­lungs­lei­ter am iPad As­sess­ment-Cen­ter aus­wer­ten

Der IT-Di­enst­leis­ter msg Sys­tems hat die Per­so­nal­aus­wahl schon di­gi­ta­li­siert, als das Schlag­wort noch nicht in al­ler Mun­de war. Seit­dem pro­fi­tiert er von ei­nem ef­fek­ti­ven Pro­zess und ei­nem gu­ten Image bei Be­wer­bern.

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Fast mo­nat­lich ver­an­stal­tet msg Sys­tems ein As­sess­ment-Cen­ter (AC), um ge­eig­ne­te Be­wer­ber aus­fin­dig zu ma­chen. Der Per­so­nal­be­darf des auf über 4000 Mit­ar­bei­ter an­ge­wach­se­nen IT-Di­enst­leis­ters ist groß, der Auf­wand für die Aus­wahl­ta­ge war es auch, wie sich Per­so­nal­lei­ter Her­bert Wit­te­mer er­in­nert: „Die Aus­wer­tung ei­nes Ta­ges war frü­her sehr zeit­auf­wen­dig, da pro AC et­wa 1700 Be­ob­ach­tun­gen kon­so­li­diert und von For­mu­la­ren in das Sys­tem über­tra­gen wer­den muss­ten.“Zwei Mit­ar­bei­ter führ­ten stun­den­lang die An­mer­kun­gen und Notizen der ins­ge­samt zwölf Be­ob­ach­ter aus den Fach­be­rei­chen zu­sam­men.

Das ist seit 2011 Ge­schich­te, denn sechs Mo­na­te nach Vor­stel­lung des ers­ten iPads zog das Ta­blet in die Per­so­nal­ab­tei­lung von msg Sys­tems ein: Um Res­sour­cen zu spa­ren, woll­te Wit­te­mer die Le­bens­läu­fe der Teil­neh­mer der ACs di­gi­tal ver­füg­bar ha­ben. Da das Un­ter­neh­men be­reits die di­gi­ta­le Per­so­nal­ak­te von Acon­so im Ein­satz hat­te, ent­wi­ckel­te das Soft­ware­haus für msg Sys­tems ei­ne mo­bi­le Be­wer­ber­ak­te mit in­te­grier­tem As­sess­ment-Cen­ter. Seit­dem müs­sen die acht Ab­tei­lungs­lei­ter, die im AC die Be­wer­ber be­ob­ach­ten, nicht mehr im Vor­feld ei­nen Ord­ner voll Be­wer­bungs­un­ter­la­gen wäl­zen. Jetzt sind al­le Do­ku­men­te der Be­wer­ber struk­tu­riert in ei­ner App ab­ge­legt und on­li­ne ab­ruf­bar. „Im As­sess­ment-Cen­ter selbst tip­pen sie ih­re No­ten und An­mer­kun­gen in das iPad ein, und ei­nen Klick spä­ter steht zu je­dem Kan­di­da­ten ein Sheet mit al­len Er­geb­nis­sen zur Ver­fü­gung, das per Bea­mer in der Be­ob­ach­ter­kon­fe­renz dis­ku­tiert wer­den kann“, schil­dert Wit­te­mer.

In sei­nen Au­gen macht die mo­bi­le Lö­sung das Re­cruit­ing ef­fi­zi­en­ter, da sie vor und nach dem As­sess­ment-Cen­ter viel Pa­pier und Zeit spart. Auch für das Tref­fen selbst ist die di­gi­ta­le Ak­te ein Plus­punkt: „Dass im AC un­se­re Be­ob­ach­ter mit dem iPad sit­zen, brach­te zur Ein­füh­rung noch ei­nen gro­ßen Aha-Ef­fekt, mitt­ler­wei­le ist der Ge­brauch der Ge­rä­te selbst­ver­ständ­lich. Die Wir­kung auf die Be­wer­ber ist aber im­mer noch sehr po­si­tiv, da das ih­ren Er­war­tun­gen an ein mo­der­nes IT-Un­ter­neh­men ent­spricht.“

An den Aus­wahl­ta­gen ab­sol­vie­ren die Be­wer­brer Übun­gen wie Selbst­prä­sen­ta­ti­on oder Kun­den­ge­sprä­che, in de­nen sie Kom­pe­ten­zen wie Team- oder Kon­flikt­fä­hig­keit be­wei­sen müs­sen. Wor­auf die Be­ob­ach­ter in punc­to Kon­flikt­fä­hig­keit ach­ten sol­len, ist auf dem Ta­blet in ei­nem Pop-up hin­ter­legt: Bleibt der Kan­di­dat bei per­sön­li­chen An­grif­fen sou­ve­rän? Re­spek­tiert er an­de­re Meinungen? Zeigt er kon­struk­ti­ve Lö­sungs­we­ge auf? Die Be­ob­ach­ter ha­ben die Kan­di­da­ten je­der­zeit im Blick, so Wit­te­mer: „Das iPad liegt auf dem Schoß des Be­ob­ach­ters, der so di­rek­ten Blick­kon­takt zu den Be­wer­bern hat. Der Bild­schirm des Lap­tops wür­de wie ei­ne Trenn­wand zwi­schen Be­ob­ach­ter und Be­wer­ber ste­hen.“

Be­wer­ber las­sen sich in der mo­bi­len Asess­ment-Cen­terLö­sung schnell be­wer­ten, die Aus­wer­tung folgt auf dem Fuß.

Her­bert Wit­te­mer, msg Sys­tems: „Die Aus­wer­tung ei­nes As­sess­ment-Cen­terTa­ges war frü­her sehr zeit­auf­wen­dig.“

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