Azu­re-St­ack goes Hy­brid Cloud

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Mi­cro­soft hat die ers­te Tech­ni­cal Pre­view sei­nes „Azu­re St­ack“vor­ge­stellt. An­wen­der­un­ter­neh­men sol­len da­mit in der La­ge sein, ih­re On-Pre­mi­se-In­fra­struk­tu­ren mit Pu­b­lic-Clou­dSer­vices zu kom­bi­nie­ren.

Mi­cro­soft hat die ers­te Tech­ni­cal Pre­view sei­nes „Azu­re St­ack“vor­ge­stellt. An­wen­der­un­ter­neh­men sol­len da­mit in der La­ge sein, ih­re On-Pre­mi­se-In­fra­struk­tu­ren mit Pu­b­lic-Cloud-Ser­vices kom­bi­nie­ren zu kön­nen.

Je­den Mo­nat re­gis­trie­ren sich fast 100.000 neue Abon­nen­ten für Azu­reC­loud-Ser­vices – das zu­min­dest schrieb Mi­ke Neil, Cor­po­ra­te Vice Pre­si­dent En­ter­pri­se Cloud bei Mi­cro­soft, in ei­nem Blog-Pos­ting zu Azu­re St­ack. Den­noch hät­ten vie­le Un­ter­neh­men ein Pro­blem da­mit, voll auf die Pu­b­lic Cloud zu set­zen. Mit ei­nem Fuß in der Pu­b­lic Cloud und dem an­de­ren in der klas­si­schen On-Pre­mi­se-Welt ent­ste­he für vie­le An­wen­der ei­ne schwie­ri­ge Si­tua­ti­on. Sein Rat: Ent­schei­der soll­ten Cloud Com­pu­ting nicht als Ort, son­dern als Mo­dell be­grei­fen. Dem­zu­fol­ge kommt es nicht dar­auf an, wo An­wen­dun­gen und Ser­vices lie­gen, son­dern wie sie den Nut­zern zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den. Not­wen­dig ist laut Neil ein Hy­brid-Cloud-An­satz, der so­wohl die An­for­de­run­gen von Pri­va­te Cloud als auch die von Hosted und Pu­b­lic Cloud ab­deckt.

Die in­ter­ne IT fle­xib­ler ma­chen

Eben dies soll der neue Azu­re St­ack er­mög­li­chen, den Mi­cro­soft am 29. Ja­nu­ar als Tech­ni­cal Pre­view prä­sen­tier­te. Die in­ter­ne IT, so das gro­ße Ver­spre­chen, könn­te da­mit eben­so ein­fach und fle­xi­bel wer­den wie ei­ne Pu­b­lic Cloud. Mi­cro­soft spricht in die­sem Kon­text von ei­ner „Cloud-Con­sis­tent“-Platt­form. Ge­meint ist da­mit, dass der Azu­re St­ack un­ter an­de­rem die glei­chen Por­tal-, Ma­nage­ment- und De­vOps-Tools mit­bringt wie das Pu­b­lic-Clou­dPen­dant. Ein Bei­spiel ist das Azu­re Ac­tive Di­rec­to­ry (Azu­re AD), auf das der Azu­re St­ack zu­rück­greift. Un­ter­neh­men kön­nen da­mit ei­ne ein­zi­ge Au­then­ti­fi­zie­rungs­in­fra­struk­tur für On-Pre­mi­se- und Cloud-Sze­na­ri­en nut­zen.

IT-Ver­ant­wort­li­che, Soft­ware­ent­wick­ler und Or­ga­ni­sa­tio­nen pro­fi­tier­ten von ei­ner „kon­sis­ten­ten“Hy­brid-Cloud-Platt­form auf viel­fa­che Wei­se, wirbt der Mi­cro­soft-Ma­na­ger. So lie­ßen sich et­wa für Azu­re ge­schrie­be­ne Pro­gram­me un­ver­än­dert auch in der Pri­va­te Cloud auf dem Azu­re St­ack be­trei­ben. Ent­wick­ler könn­ten da­bei auf iden­ti­sche APIs zu­rück­grei­fen und auf die­ser Grund­la­ge Open-Sour­ce- oder auch .NET-An­wen­dun­gen schrei­ben.

Das ei­ge­ne Da­ta Cen­ter lie­fert Cloud aus

IT-Ma­na­ger wür­den in die La­ge ver­setzt, ih­re On-Pre­mi­se-Re­chen­zen­tren zu Lie­fe­ran­ten von Azu­re-ba­sier­ten IaaS- oder PaaS-Di­ens­ten um­zu­bau­en. Sie könn­ten auf die glei­chen Ma­nage­ment- und Au­to­ma­ti­on-Tools wie in der Azu­re Cloud zu­rück­grei­fen. Da­mit be­schleu­ni­ge sich das Aus­lie­fern neu­er Ser­vices an das Bu­si­ness. Zu­gleich er­lau­be es die Platt­form, den Nut­zern Com­pu­te- und Sto­r­a­ge-Res­sour­cen je nach Ver­brauch in Rech­nung zu stel­len. Die in­ter­ne IT kön­ne sich so vom Cost- zum Pro­fit-Cen­ter wan­deln.

Un­term Strich, so Neil, könn­ten Un­ter­neh­men mit Azu­re St­ack ih­ren ei­ge­nen Weg in die Hy­brid Cloud fin­den und je­weils un­ab­hän­gig von ei­ner Tech­no­lo­gie ent­schei­den, wo An­wen­dun­gen und Wor­kloads lie­gen sol­len. Theo­re­tisch las­sen sich dem­nach Ap­pli­ka­tio­nen na­he­zu be­lie­big zwi­schen On-Pre­mi­se- und Pu­b­lic-Cloud-Um­ge­bun­gen hin- und her­schie­ben. Ähn­li­ches ver­spricht bei­spiels­wei­se auch VM­wa­re mit sei­ner vC­loud-Air-Platt­form.

Mi­cro­soft will die Tech­ni­cal Pre­view von Azu­re St­ack schritt­wei­se er­wei­tern. Mit ei­nem Fi­nal Re­lease ist zum Jah­res­en­de nach der Frei­ga­be von Win­dows Ser­ver 2016 zu rech­nen.

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