Die wich­tigs­ten Big-Da­ta-Tools aus der Cloud

Computerwoche - - Technik - Von Tho­mas Ha­fen, frei­er Jour­na­list in Mün­chen

Für Big-Da­ta-Ana­ly­sen müs­sen Un­ter­neh­men nicht un­be­dingt auf­wen­dig ei­ge­ne In­fra­struk­tu­ren wie bei­spiels­wei­se Ha­doop-Clus­ter auf­bau­en und be­trei­ben. Mitt­ler­wei­le fin­den sich auch im Netz ei­ne Rei­he von Big-Da­ta-Ser­vices. Wir stel­len die wich­tigs­ten Tools aus der Cloud vor, mit de­nen sich gro­ße Da­ten­men­gen ver­wal­ten, struk­tu­rie­ren und ana­ly­sie­ren las­sen.

Un­ter Big Da­ta ver­steht man im All­ge­mei­nen die Ana­ly­se gro­ßer Men­gen von Da­ten, die häu­fig nur teil­wei­se oder gar nicht struk­tu­riert vor­lie­gen. Oft wer­den da­bei öf­fent­lich zu­gäng­li­che Mas­sen­da­ten wie Ver­kehrs­strö­me oder Wet­ter­pro­gno­sen mit un­ter­neh­mens­ei­ge­nen In­for­ma­tio­nen wie Ver­kaufs­zah­len oder Pro­duk­ti­ons­wer­ten ver­knüpft. Der Auf­bau ei­nes ei­ge­nen Big-Da­ta­Ana­ly­se­sys­tems er­for­dert sehr viel Know-how. Zwar steht mit Apa­che Ha­doop ei­ne leis­tungs­fä­hi­ge, aus­ge­reif­te Open-Sour­ce-Lö­sung zur Ver­fü­gung; die Im­ple­men­tie­rung ei­nes Ha­doop-Clus­ters wie auch die rich­ti­ge De­fi­ni­ti­on von Ab­fra­gen und die In­ter­pre­ta­ti­on der Er­geb­nis­se ist oh­ne den Ein­satz von Ex­per­ten, so­ge­nann­ten Da­ta Sci­en­tists, aber kaum mög­lich.

Die Nach­fra­ge nach sol­chen Da­ten­wis­sen­schaft­lern ist groß, das An­ge­bot klein. Ent­spre­chend hoch sind die An­sprü­che und die Ge­halts­vor­stel­lun­gen der Kan­di­da­ten. Für vie­le klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men (KMU) sind sie zu teu­er. Sie schre­cken des­halb da­vor zu­rück, über­haupt in die Big-Da­ta­Ana­ly­se ein­zu­stei­gen. Laut ei­ner Um­fra­ge des Bran­chen­ver­bands Bitkom aus dem Jahr 2014 nut­zen nur sie­ben Pro­zent der Mit­tel- ständ­ler mit 50 bis 499 Mit­ar­bei­tern Bi­gDa­ta-Lö­sun­gen, in grö­ße­ren Un­ter­neh­men mit 500 und mehr Mit­ar­bei­tern wa­ren es be­reits 27 Pro­zent.

Big-Da­ta-Tools aus der Cloud kön­nen den Ein­stieg er­leich­tern. Sie er­for­dern kei­ne Vo­rabin­ves­ti­tio­nen im fünf- oder sechs­stel­li­gen Be­reich und bie­ten teil­wei­se gra­fi­sche Be­nut­zer­ober­flä­chen, die es auch dem we­ni­ger ver­sier­ten An­wen­der er­mög­li­chen, Ana­ly­se­pro­ze­du­ren zu er­stel­len, die zu aus­sa­ge­fä­hi­gen Er­geb­nis­sen füh­ren. Cloud-Ser­vices sind je­doch nicht nur zum Ein­stieg in die Big-Da­ta­Welt ge­eig­net. Sie spie­len auch dann ih­re Vor­tei­le aus, wenn Ana­ly­se­sys­te­me schnell und un­kom­pli­ziert er­stellt wer­den sol­len, et­wa in For­schung und Ent­wick­lung.

Auch wenn die zu ver­ar­bei­ten­den Da­ten be­reits on­li­ne vor­lie­gen, wie es et­wa bei So­ci­al-Me­dia-Feeds oder den Kun­den­da­ten ei­nes On­li­ne-Shops der Fall ist, lohnt es sich, auch die Ana­ly­se der Da­ten di­rekt im Netz zu star­ten. Das gilt be­son­ders dann, wenn die Aus­wer­tung in Echt­zeit statt­fin­den soll. Wir stel­len im Fol­gen­den fünf wich­ti­ge Big-Da­ta­Tools vor, die Sie als Ser­vice aus der Cloud nut­zen kön­nen.

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