Di­gi­ta­le Fa­b­rik: Die In­dus­trie braucht ei­nen neu­en In­for­ma­ti­ker­typ

Computerwoche - - Job & Karriere - Von Pe­ter Ilg, frei­er Jour­na­list in Aa­len

In­dus­trie 4.0 wird die Nach­fra­ge nach In­for­ma­ti­kern er­hö­hen. Die­se aber brau­chen an­de­re Skills als die klas­si­schen Ver­tre­ter ih­rer Zunft. Neue The­men wie Big Da­ta soll­ten sie be­herr­schen und die Pro­zes­se in der Pro­duk­ti­on ver­ste­hen. Ihr Job ist es, die phy­si­sche in der di­gi­ta­len Welt ab­zu­bil­den und bei­de zu ver­net­zen.

Das Zeit­al­ter der ver­netz­ten In­dus­trie be­ginnt auf der Hannover Mes­se 2016 – mit die­sem Slo­gan wirbt die welt­weit be­deu­ten­de In­dus­trie­mes­se um Aus­stel­ler und Be­su­cher. „Aus­ge­reif­te In­dus­trie-4.0-Lö­sun­gen kom­men auf den Markt“, so die Wer­be­bot­schaft der Deut­schen Mes­se AG wei­ter. Sie ver­an­stal­tet die Mes­se un­ter dem Leit­the­ma „In­te­gra­ted In­dus­try – Dis­co­ver So­lu­ti­ons“vom 25. bis 29. April. Die An­kün­di­gun­gen sind voll­mun­dig. Wer­bung eben. Na­tür­lich wer­den In­dus­trie4.0-Lö­sun­gen vor­ge­stellt, aus­ge­reift sind sie aber bei Wei­tem noch nicht. Viel­mehr sind sie im An­fangs­sta­di­um, die Un­ter­neh­men be­gin­nen ge­ra­de erst, die Mög­lich­kei­ten der di­gi­ta­len Fa­b­rik aus­zu­lo­ten.

Das Un­ter­neh­men Pilz zum Bei­spiel. Am Stamm­sitz im schwä­bi­schen Ost­fil­dern ent­wi- ckelt und pro­du­ziert es si­che­re Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik. „Mit un­se­ren Pro­duk­ten und Di­enst­leis­tun­gen sor­gen wir da­für, dass kei­ne Men­schen an Ma­schi­nen zu Scha­den kom­men, und schüt­zen Ma­schi­nen und Pro­zes­se vor Stö­run­gen, so dass sie rei­bungs­los funk­tio­nie­ren“, sagt CIO Jörg Stub­be. Au­to­ma­ti­sie­rungs­tech­nik des Un­ter­neh­mens kommt in al­len Be­rei­chen des Ma­schi­nen- und An­la­gen­baus zum Ein­satz, et­wa im Au­to­mo­bil­bau, wo Ka­ros­se­rie­tei­le ge­presst wer­den. Es sind Steue­run­gen, Licht­git­ter, Not­schal­ter, die vor Ge­fahr brin­gen­den Be­we­gun­gen an Ma­schi­nen schüt­zen.

Als CIO ist Stub­be für die IT und de­ren 30 Mit­ar­bei­ter zu­stän­dig. Die Ab­tei­lung ist klas­sisch auf­ge­stellt mit drei Grup­pen: Ope­ra­ti­ons, ERP und Col­la­bo­ra­ti­on. Ge­gen­wär­tig baut er ei­nen vier­ten Be­reich für neue Tech­no­lo­gi­en auf.

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