SAP geht auf Part­ner­su­che

Bünd­nis­se mit App­le, IBM und Mi­cro­soft sol­len hel­fen, HA­NA at­trak­ti­ver für die Un­ter­neh­mens-IT zu ma­chen.

Computerwoche - - Vorderseite - Von Mar­tin Bay­er, stell­ver­tre­ten­der Chef­re­dak­teur

SAP und Mi­cro­soft möch­ten ih­re Zu­sam­men­ar­beit wei­ter ver­tie­fen. Das war die Top­mel­dung zum Auf­takt von SAPs Kun­den­kon­fe­renz Sapphi­re Mit­te Mai in Or­lan­do, Flo­ri­da. Bei­de Her­stel­ler wol­len künf­tig SAPs In-Me­mo­ry-Platt­form HA­NA auf Mi­cro­softs Cloud-In­fra­struk­tur Azu­re un­ter­stüt­zen. Das ver­ein­fa­che die In­te­gra­tio­nen von Mi­cro­soft Of­fice 365 und den Cloud-Lö­sun­gen von SAP.

Mi­cro­soft wol­le Un­ter­neh­men bei ih­rer di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on best­mög­lich un­ter­stüt­zen, be­teu­er­te Mi­cro­softs CEO Sa­tya Na­del­la auf der Sapphi­re-Büh­ne. „Ge­mein­sam mit SAP schaf­fen wir ein neu­es Maß an In­te­gra­ti­on in­ner­halb un­se­rer Pro­duk­te, die Un­ter­neh­men mit ver­bes­ser­ten Werk­zeu­gen für die Zu­sam­men­ar­beit aus­stat­ten, um neue Er­kennt­nis­se aus Da­ten zu ge­win­nen und ei­ne hoch­s­ka­lier­ba­re Cloud an­zu­bie­ten, um zu wach­sen und neue Ge­schäfts­chan­cen zu er­grei­fen“, ver­sprach der Mi­cro­soft-Chef den Kun­den.

Auch SAP-CEO Bill-McDer­mott stell­te den An­wen­dern mit der Cloud-Ko­ope­ra­ti­on neue Mög­lich­kei­ten in Aus­sicht und ver­kauf­te die mit Mi­cro­soft er­ziel­te Ko­ope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rung als Mei­len­stein: „Die IT-Bran­che wird durch bahn­bre­chen­de Part­ner­schaf­ten ge­formt.“Das ge­he weit über die Gren­zen tra­di­tio­nel­ler Platt­for­men und An­wen­dun­gen hin­aus und set­ze ei­ne neue Pro­duk­ti­vi­tät für Kun­den frei. „SAP und Mi­cro­soft ar­bei­ten zu­sam­men, um Soft­ware­an­wen­dern ein Nut­zungs­er­leb­nis zu er­mög­li­chen, das durch ein­zig­ar­ti­gen Ein­blick, ho­hen Kom­fort und Agi­li­tät be­stimmt ist“, schwärm­te der SAP-Vor­stands­spre­cher. Die Zer­ti­fi­zie­rung der Mi­cro­soft-Azu­re-In­fra­struk­tur­diens­te für SAP HA­NA zu­sam­men mit der neu­en In­te­gra­ti­on von Mi­cro­soft Of­fice 365 und der Cloud-Lö­sung von SAP sei­en sym­bo­lisch für die­sen Pa­ra­dig­men­wech­sel für Un­ter­neh­men.

Im Zu­ge der Ko­ope­ra­ti­on soll es ei­ne zer­ti­fi­zier­te SAP-HA­NA-Platt­form für Ent­wick­lung, Test und Pro­duk­tiv­be­trieb, lauf­fä­hig auf Mi­cro­soft Azu­re, ge­ben. Glei­ches gel­te für die neue Bu­si­ness-Soft­ware-Ge­ne­ra­ti­on „SAP S/4 HA­NA“. Die Azu­re-HA­NA-Platt­for­men könn­ten mit je­dem be­lie­bi­gen Pu­b­lic-Cloud-An­bie­ter be­trie­ben wer­den, und das bei In­stan­zen von bis zu 3 Te­ra­byte Ar­beits­spei­cher, hieß es. Im drit­ten Quar­tal 2016 soll es Kun­den mög­lich sein, den Pro­duk­tiv­be­trieb in SAP HA­NA mit den neu­en Azu­re-An­ge­bo­ten auf­zu­set­zen. Ei­ne be­grenz­te Vor­schau für die­se Pro­duk­ti­v­um­ge­bung sei ab so­fort er­hält­lich.

Dar­über hin­aus ist of­fen­sicht­lich ge­plant, die Cloud-Lö­sun­gen bei­der Soft­ware­kon­zer­ne en­ger zu ver­zah­nen. Dem­nach soll es ei­ne en­ge­re In­te­gra­ti­on von Mi­cro­softs Of­fice-365-Lö­sun­gen mit SAPs Cloud-Lö­sun­gen ein­schließ­lich Con­cur, SAP Fiel­d­glass, SAP Suc­ces­sFac­tors und SAP Ari­ba ge­ben. Die­se In­te­gra­ti­on der Cloud-Wel­ten von Mi­cro­soft und SAP wer­de ab An­fang des drit­ten Quar­tals 2016 zur Ver­fü­gung ste­hen.

Bei­de Fir­men­len­ker von Mi­cro­soft und SAP be­ton­ten uni­so­no, wie wich­tig Part­ner­schaf­ten zwi­schen den gro­ßen Tech­no­lo­gie­an­bie­tern heu­te sei­en, um die An­for­de­run­gen der Kun­den an­ge­hen und er­fül­len zu kön­nen. Na­del­la sprach in die­sem Zu­sam­men­hang da­von, dass die An­bie­ter Platt­for­men bau­en und Öko­sys­te­me knüp­fen müss­ten – bei­des sei­en Aspek­te, die bei Mi­cro­soft seit je­her im Fo­kus der Fir­men­stra­te­gie stän­den. Der Wan­del zum Platt­form- und Öko­sys­tem-Ge­dan­ken ist aus Na­del­las Sicht in­so­fern über­le­bens­wich­tig, als sich auch das Bild des Kun­den in den zu­rück­lie­gen­den Jah­ren mas­siv ver­än­dert ha­be. „Un­ter­neh­men sind nicht mehr nur Kon­su­men­ten, son­dern auch Pro­du­zen­ten von IT“, stell­te der Mi­cro­soft-CEO klar. „Das ist der gro­ße Un­ter­schied.“Vor die­sem Hin­ter­grund än­de­re sich auch der Um­gang mit den Kun­den. Na­del­la zu­fol­ge ge­he es heu­te ver­stärkt dar­um, als IT-An­bie­ter ei­ne kla­re Iden­ti­tät zu ent­wi­ckeln. „Tech­no­lo­gi­en kom­men und ge­hen“, sag­te der CEO in Or­lan­do. Wich­tig da­bei sei, das Ver­trau­en der Kun­den zu ge­win­nen und zu be­wah­ren.

Mi­cro­soft und SAP den­ken über wei­te­re ge­mein­sa­me In­te­gra­ti­ons­sze­na­ri­en nach. Dem­nach will es SAP sei­nen Kun­den er­mög­li­chen, be­nut­zer­de­fi­nier­te, mo­bi­le und hy­bri­de SAP Fio­ri Apps für HTML5 auf der HA­NA-Clou­dPlatt­form mit ei­nem of­fe­nen Stan­dard-Plug-in­Frame­work zu er­stel­len und an­zu­wen­den. Als Teil die­ses Frame­works könn­ten Kun­den Apps er­stel­len, auf­set­zen und schüt­zen, die mit „Mi­cro­soft In­tu­ne“ver­wal­tet wer­den. Die­se In­te­gra­ti­on wer­de den An­bie­tern zu­fol­ge vor­aus­sicht­lich eben­falls im drit­ten Quar­tal 2016 ver­füg­bar sein.

Ob und wie die Port­fo­li­os von Mi­cro­soft und SAP in Zu­kunft noch wei­ter ver­zahnt wer­den sol­len, ist der­zeit nicht be­kannt. Bei­de IT-Gran­den deu­te­ten an, dass es durch­aus wei­te­res Po­ten­zi­al ge­be, woll­ten je­doch noch kei­ne De­tails preis­ge­ben. Das sei erst der An­fang, wa­ren sich Na­del­la und McDer­mott ei­nig: „Wir ste­hen am Be­ginn ei­ner ge­mein­sa­men Rei­se.“

Ko­ope­ra­ti­on ja – aber nicht ex­klu­siv

Wo­hin die­se Rei­se ge­nau führt, ist der­zeit nicht ab­zu­se­hen. Für SAP be­deu­tet die Ko­ope­ra­ti­on ei­ne wei­te­re Öff­nung sei­ner in der Ver­gan­gen­heit eher re­strik­tiv ge­hand­hab­ten Cloud-Po­li­tik. Zu Be­ginn ba­sier­te SAPs Stra­te­gie vor al­lem dar­auf, die ei­ge­nen Cloud-Lö­sun­gen auch aus ei­ge­nen Re­chen­zen­tren an­zu­bie­ten. Das hat sich mitt­ler­wei­le ge­än­dert. Über die Ko­ope­ra­ti­on mit Mi­cro­soft er­schlie­ßen sich die Soft­wer­ker aus dem Ba­di­schen ei­nen wich­ti­gen IaaS-Kos­mos. Gera­de für Un­ter­neh­mens­kun­den, die be­reits Of­fice-An­wen­dun­gen aus der Azu­re-Cloud nut­zen, dürf­te die en­ge­re SAP-Ein­bin­dung in­ter­es­sant sein. Die Ein­stiegs­hür­de, nun auch SAP-An­wen­dun­gen aus der Cloud zu ver­wen­den, könn­te da­mit nied­ri­ger wer­den.

Al­ler­dings ist SAPs Cloud-Part­ner­schaft mit Mi­cro­soft nicht ex­klu­siv. Der deut­sche Soft­ware­kon­zern ar­bei­tet auch mit Ama­zon Web Ser­vices (AWS), dem größ­ten IaaS-An­bie­ter welt­weit, eng zu­sam­men. Da­bei wur­de zu­letzt auch deut­lich, dass der Kampf der Cloud-Pro­vi­der um die lu­kra­ti­ven Un­ter­neh­mens­kun­den hef­ti­ger wer­den dürf­te. Post­wen­dend zur An­kün­di­gung der SAP-Mi­cro­soft-Part­ner­schaft ver­öf­fent­lich­te AWS ei­ne Mit­tei­lung, in der es hieß, „dass im­mer mehr AWS-Kun­den aus den un­ter­schied­lichs­ten Bran­chen SAP-Ap­pli­ka­tio­nen in die AWS Cloud ver­la­gern“. Kun­den könn­ten gan­ze Soft­ware-St­acks von SAP in der AWS Cloud star­ten und ih­re ei­ge­nen Ge­schäf­te dar­auf naht­los lau­fen las­sen. SAP ha­be ver­schie­de­ne Lö­sun­gen für die Pro­duk­ti­ons­be­reit­stel­lung auf AWS ve­ri­fi­ziert und zer­ti­fi­ziert, ein­schließ­lich S/4 HA­NA, SAP Bu­si­ness Sui­te on HA­NA, Bu­si­ness Wareh­ou­se on HA­NA, SAP HA­NA, SAP Bu­si­ness All-in-One, SAP Bu­si­ness One, SAP Bu­si­nes­sOb­jects, SAP Da­ta­ba­se and Mo­bi­le So­lu­ti­ons. Auch auf Of­fice-An­wen­dun­gen müss­ten die Nut­zer in der AWS-Cloud nicht ver­zich­ten. Mit Ama­zon Wor­kS­paces lie­ßen sich vir­tu­el­le Desk­top-In­fra­struk­tu­ren kon­fi­gu­rie­ren, die un­ter­schied­li­che Lö­sungs­pa­ke­te aus Hard- und Soft­ware – un­ter an­de­rem auch Mi­cro­soft Of­fice – be­inhal­ten.

Dar­über hin­aus hat Ama­zon neue Me­mo­ry-op­ti­mier­te X1-In­stan­zen aus sei­ner Elas­tic Com­pu­te Cloud (EC2) an­ge­kün­digt, die spe­zi­ell für den Be­trieb von SAPs In-Me­mo­ry-Da­ten­bank HA­NA aus­ge­legt sei­en. Mit ei­nem Vo­lu­men von bis zu 2 TB Ar­beits­spei­cher könn­ten die­se In­stan­zen groß­vo­lu­mi­ge Da­ten­be­stän­de und leis­tungs­hung­ri­ge Wor­kloads ab­ar­bei­ten, hieß es von Sei­ten des IaaS-Spe­zia­lis­ten. Da­mit bie­te AWS mehr Me­mo­ry als je­de an­de­re der­zeit im Markt ver­füg­ba­re SAP-zer­ti­fi­zier­te Clou­dIn­stanz, sag­te Matt Gar­man, Vice Pre­si­dent für EC2 bei AWS. „X1-In­stan­zen än­dern die Spiel­re­geln für SAP-Wor­kloads in der Cloud.“

Auch für Mi­cro­soft ist die Ko­ope­ra­ti­on mit SAP nicht ex­klu­siv. In Sa­chen Bu­si­ness-Soft­ware gibt es zu­dem auch Kon­kur­renz zwi­schen den Part­nern. Bei­spiels­wei­se hat Mi­cro­soft erst vor we­ni­gen Wo­chen sei­ne neu­es­te Ver­si­on der ERP-Lö­sung „Dy­na­mics AX“zu­nächst für den Be­trieb in der Azu­re-Cloud frei­ge­ge­ben. Auch das Mit­tel­stands-ERP-Pa­ket „Dy­na­mics NAV“so­wie die Kun­den-Ma­nage­ment-Lö­sung „Dy­na­mics CRM“lau­fen in der Mi­cro­soft-Cloud. Ne­ben Mi­cro­softs Bu­si­ness-Lö­sun­gen fin­den sich wei­te­re SAP-Kon­kur­ren­ten in der Azu­re-Cloud: Vor ei­nem Jahr hat bei­spiels­wei­se Cloud-ERPPio­nier Net­sui­te me­di­en­wirk­sam sei­nen Um­zug von AWS nach Azu­re an­ge­kün­digt. Vor gut zwei Jah­ren hat­te bran­chen­weit die Mel­dung für Auf­se­hen ge­sorgt, wo­nach Mi­cro­soft mit SAPs Erz­ri­va­len Ora­cle in Sa­chen Cloud ge­mein­sa­me Sa­che ma­chen wol­le. Heu­te fin­det sich ei­ne gan­ze Pa­let­te an Ora­cle-Soft­ware­lö­sun­gen im Azu­re-Sto­re – an­ge­fan­gen von der Da­ten­bank über Li­nux-Sys­te­me und den We­bLo­gic-Ser­ver bis hin zu Ora­cles Mar­ke­ting-Tool So­ci­al Re­lea­ti­ons­hip Ma­nage­ment (SRM) und dem Ta­lent-Ma­nage­ment-Werk­zeug Ta­leo.

SAP baut an sei­nem Part­ner-Öko­sys­tem

Die­se Ent­wick­lun­gen sind ein Be­leg da­für, dass die Kriegs­bei­le zu­neh­mend ver­gra­ben wer­den. Auch SAP sucht ver­stärkt Ko­ope­ra­tio­nen mit an­de­ren Bran­chen-Schwer­ge­wich­ten. An­fang Mai sorg­te die Mel­dung für Schlag­zei­len, dass App­le mit SAP ko­ope­rie­ren wol­le, um mit sei­nen iPho­ne- und iPad-De­vices so­wie der iOSPlatt­form stär­ker im Ge­schäft mit Bu­si­nes­sAp­pli­ka­tio­nen Fuß zu fas­sen. Die Ver­ein­ba­rung sieht vor, dass bei­de Un­ter­neh­men na­ti­ve iOS-Apps ent­wi­ckeln. An­wen­der sol­len da­durch mit ih­ren iPho­nes be­zie­hungs­wei­se iPads auf Bu­si­ness-An­wen­dun­gen zu­grei­fen kön­nen, die auf der HA­NA-Cloud-Platt­form lau­fen. Die­ser Zu­griff auf Da­ten und Ge­schäfts­pro­zes­se im SAP-Ba­ckend soll in Ver­bin­dung mit den ak­tu­ells­ten iPho­ne-und iPad-Fea­tu­res wie dem Fin­ger­ab­druck­sen­sor Touch ID oder Or­tungs­diens­ten funk­tio­nie­ren. Im Rah­men der Ko­ope­ra­ti­on wol­len App­le und SAP noch im lau­fen­den Jahr ein neu­es iOSSoft­ware-De­ve­lop­ment-Kit (SDK) vor­stel­len, mit des­sen Hil­fe Ent­wick­ler ge­zielt auf be­stimm­te Bu­si­ness-An­for­de­run­gen aus­ge­rich­te­te Apps bau­en kön­nen. Ba­sis da­für soll App­les Pro­gram­mier­spra­che Swift sein. Zu­dem er­hiel­ten die Ent­wick­ler mit SAP Fio­ri for iOS ei­ne spe­zi­ell an­ge­pass­te App-De­sign-Vor­la­ge für den Zu­griff auf die SAP-Welt. Flan­kiert wer­den die Ent­wick­ler­werk­zeu­ge von spe­zi­el­len Schu­lungs- und Trai­nings­an­ge­bo­ten, teil­ten bei­de Un­ter­neh­men mit.

Bis es so weit ist, wird al­ler­dings noch ei­ni­ge Zeit ver­strei­chen. Das Ent­wick­lungs-Frame­work soll En­de 2016 ver­füg­bar sein. Bis die ers­ten Apps in den Sto­res lie­gen, dürf­te es al­so bis zum kom­men­den Jahr dau­ern. Die­se Apps kön­nen sich Kun­den via App Sto­re von App­le zie­hen, hieß es von Sei­ten SAPs. Dar­über hin­aus ist auch ge­plant, die ent­spre­chen­den Apps im SAP-ei­ge­nen Sto­re an­zu­bie­ten. Das sei dem Soft­ware­her­stel­ler zu­fol­ge mit kei­nen Kos­ten ver­bun­den. Kos­ten­pflich­tig sei je­doch die An­bin­dung an das SAP-Ba­ckend – ab­hän­gig von den je­wei­li­gen Li­zenz­be­din­gun­gen.

Die Er­war­tun­gen an die vor App­le und SAP lie­gen­de Ko­ope­ra­ti­on sind hoch. Die Part­ner­schaft wer­de die Art und Wei­se, wie Un­ter­neh­men mit iPho­nes und iPads ar­bei­ten, grund­le­gend ver­än­dern, sag­te App­le-Chef Tim Cook. Er ver­wies dar­auf, dass rund drei Vier­tel al­ler welt­weit ge­tä­tig­ten Ge­schäfts­trans­ak­tio­nen SAP-Sys­te­me tan­gier­ten. Da­her sei der deut­sche Soft­ware­kon­zern aus dem Ba­di­schen ein idea­ler Part­ner für App­le. Mit dem neu­en Soft­ware-De­ve­lop­ment-Kit wür­den rund 2,5 Mil­lio­nen SAP-Ent­wick­ler in die La­ge ver­setzt, Apps für die iOS-Platt­form zu bau­en. Auch SAP-CEO McDer­mott stell­te die Vor­tei­le der Part­ner­schaft her­aus: „Mit der Kom­bi­na­ti­on der leis­tungs­star­ken Fä­hig­kei­ten der SAP HA­NA Cloud Plat­form und von SAP S/4 HA­NA mit de­nen von iOS, der füh­ren­den und si­chers­ten mo­bi­len Platt­form für Un­ter­neh­men, wer-

den wir hel­fen, den Men­schen Da­ten in Echt­zeit zur Ver­fü­gung zu stel­len, wo im­mer und wann im­mer sie sich ent­schei­den zu ar­bei­ten.“

Dar­über hin­aus er­hof­fen sich die SAP-Ver­ant­wort­li­chen durch das Bünd­nis mit App­le neue Im­pul­se für das De­sign von Apps so­wie die da­zu­ge­hö­ri­ge User Ex­pe­ri­ence. Zwar hat der deut­sche Soft­ware­kon­zern an die­ser Stel­le in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ei­ni­ge An­stren­gun­gen un­ter­nom­men, sei­ne Be­nut­zer­ober­flä­chen auf­zu­po­lie­ren, al­ler­dings ha­ben sich die Soft­wer­ker aus dem Ba­di­schen in Sa­chen UI-De­sign in der Ver­gan­gen­heit nicht gera­de pro­fi­liert. Das soll sich nun än­dern. Die Part­ner­schaft mit App­le könn­te den ge­sam­ten Be­reich auf ein neu­es Ni­veau hie­ven, sag­te Sam Yen, SAPs Chief De­sign Of­fi­cer. „Die Apps, die Men­schen heu­te im pri­va­ten Be­reich nut­zen, ha­ben den Stan­dard in Sa­chen User Ex­pe­ri­ence ge­setzt“, so der SAP-Ma­na­ger, „und die Be­nut­zer er­war­ten die glei­che Usa­bi­li­ty und den glei­chen De­si­gn­kom­fort in ih­ren En­ter­pri­se-Apps“.

Das Kon­zept der Ko­ope­ra­ti­on äh­nelt dem De­al, den App­le Mit­te Ju­li 2014 mit IBM ab­ge­schlos­sen hat­te. Bei­de Kon­zer­ne hat­ten vor knapp zwei Jah­ren ei­ne weit­rei­chen­de Al­li­anz rund um mo­bi­le Tech­no­lo­gi­en ver­ein­bart. Ge­mein­sam woll­ten die Un­ter­neh­men ein­fach be­nutz­ba­re Apps un­ter an­de­rem für IBMs Big-Da­taund Ana­ly­tics-Ser­vices ent­wi­ckeln. Im ver­gan­ge­nen De­zem­ber mel­de­ten App­le und IBM, ihr an­ge­peil­tes Ziel, bis En­de 2015 mehr als 100 Bu­si­ness-Apps her­aus­zu­brin­gen, sei er­reicht.

Ins­ge­samt dürf­ten die Ver­flech­tun­gen im Tri­um­vi­rat App­le – IBM – SAP in­ten­si­ver wer­den. Erst An­fang April hat­ten SAP und IBM be­kannt ge­ge­ben, ih­re Part­ner­schaft in meh­re­ren Schlüs­sel­be­rei­chen wei­ter ver­tie­fen zu wol­len. Im Kern ge­he es dar­um, ge­mein­sam ko­gni­ti­ve Ge­schäfts­an­wen­dun­gen zu ent­wi­ckeln, bran­chen­spe­zi­fi­sche Lö­sun­gen zu er­ar­bei­ten und die Nut­zer­er­fah­rung zu ver­bes­sern, er­läu­ter­te IBM in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung. So soll bei­spiels- wei­se SAPs In-Me­mo­ry-Da­ten­bank HA­NA künf­tig auf Ser­vern mit IBMs Po­wer-CPUs lau­fen. Ba­sie­rend auf ei­ner be­reits im Ok­to­ber 2014 ge­schlos­se­nen Part­ner­schaft wol­len IBM und SAP dar­über hin­aus wei­te­re bran­chen­spe­zi­fi­sche Cloud-Lö­sun­gen ent­wi­ckeln.

An­wen­der ver­ste­hen SAP-Stra­te­gie nicht

Wie die Zu­kunft von SAPs Mo­bi­le-Lö­sun­gen aus­se­hen wird, ist der­zeit je­doch noch et­was un­scharf. Im Zen­trum stand bis da­to die ei­ge­ne SAP Mo­bi­le Plat­form, in­klu­si­ve ei­ner of­fe­nen Mo­bi­le Ap­p­li­ca­ti­on De­ve­lop­ment Plat­form (MADP). Da­mit soll­ten Ent­wick­ler platt­form­über­grei­fend mo­bi­le Apps ent­wi­ckeln kön­nen, für iOS, An­dro­id und Win­dows-Ge­rä­te, heißt es auf der Web­site von SAP. Grund­prin­zip für die Gestal­tung der Ober­flä­chen und des User In­ter­face (UI) bil­det SAP Fio­ri. Der da­hin­ter ste­hen­de De­si­gnan­satz sieht vor, rei­ne We­bAn­wen­dun­gen zu bau­en, die auf je­dem Be­triebs­sys­tem und in na­he­zu je­dem Web- und Mo­bi­le-Brow­ser lauf­fä­hig sind. Die­ser An­satz hat wei­ter­hin Be­stand, be­ton­ten die SAP-Ver­ant­wort­li­chen.

Für die Kun­den kam SAPs Vol­te in der Mo­bi­leS­tra­te­gie in­des über­ra­schend und sorg­te für Ver­wir­rung. „Über die Mel­dung zur Ko­ope­ra­ti­on von App­le und SAP wa­ren wir über­rascht“, sag­te Mar­co Lenck, Vor­stands­vor­sit­zen­der der Deutsch­spra­chi­gen SAP-An­wen­der­grup­pe (DSAG). Aus Sicht der An­wen­der­ver­tre­tung ist nicht klar, wie die Ko­ope­ra­ti­on mit App­le zur bis­lang ver­folg­ten Road­map passt. „Die Ko­ope­ra­ti­on wirft bei uns und un­se­ren An­wen­dern vie­le Fra­gen auf, da SAP aus un­se­rer Sicht ei­ne kla­re Fio­ri-und UI5-Stra­te­gie be­sitzt“, be­schrieb Lenck die Stim­mungs­la­ge und frag­te im glei­chen Atem­zug: „Wel­che Rol­le spie­len na­ti­ve iOS-Apps in die­sem Zu­sam­men­hang?“SAP wird an die­ser Stel­le sei­nen Kun­den noch ei­ni­ges er­klä­ren müs­sen. Lencks Fa­zit zur An­kün­di­gung: „Ak­tu­ell ver­ste­hen wir die Stra­te­gie nicht und wer­den da­her mit SAP in Dis­kus­sio­nen tre­ten.“

In der Bran­che wur­de die neue Mo­bi­li­ty-Ach­se App­le-SAP un­ter­schied­lich beur­teilt. Jens Bei­er, Bu­si­ness Un­it Ma­na­ger SAP So­lu­ti­ons & Tech­no­lo­gy bei Fritz & Mac­zi­ol, warn­te An­wen­der­un­ter­neh­men, vor­schnell weit­rei­chen­de In­ves­ti­tio­nen in App­le-Ge­rä­te zu pla­nen. „Mit dem iPho­ne 2007 und mit dem iPad 2010 war App­le ei­ni­ge Jah­re lang der be­wun­der­te In­no­va­ti­ons­füh­rer im Be­reich Mo­bi­li­ty“, sag­te Bei­er. „Seit 2014 aber neigt sich die­se Ära dem En­de zu.“An­de­re Her­stel­ler hät­ten auf­ge­holt und App­le mitt­ler­wei­le so­gar über­trof­fen. Sich jetzt auf App­le al­lein fest­zu­le­gen, hei­ße nichts an­de­res, als auf das we­ni­ger in­no­va­ti­ve Pro­dukt zu set­zen. „Das ist bit­ter, aber die Wahr­heit. Lan­ge Zeit hat sich App­le auf sei­nen Lor­bee­ren aus­ge­ruht.“Kun­den müss­ten da­her auf­pas­sen, sich nicht auf die fal­sche pro­prie­tä­re Platt­form fest­zu­le­gen. Ein Wech­sel auf An­dro­id oder Win­dows sei in der Fol­ge kaum noch mög­lich oder sehr teu­er.

„Un­ter­neh­men wol­len Of­fen­heit und Fle­xi­bi­li­tät“, so der Ma­na­ger wei­ter. Da pas­se ei­ne Fest­le­gung auf nur ein ein­zi­ges Be­triebs­sys­tem nicht in die Zeit. Nur Lö­sungs­an­bie­ter, die auf Platt­for­mun­ab­hän­gig­keit set­zen, könn­ten heu­te lang­fris­tig Er­folg ha­ben. Denn nur Pro­duk­te, die mit al­len Be­triebs­sys­te­men kom­pa­ti­bel sind, al­so auch mit An­dro­id, iOS oder Win­dows, ga­ran­tier­ten An­wen­dern Wahl­frei­heit und Aus­bau­fä­hig­keit – ein Aspekt, den wach­sen­de Un­ter­neh­men aus vie­ler­lei Grün­den sehr schät­zen. Bei­ers Fa­zit: „Aus Sicht der Kun­den ist die neue Part­ner­schaft zwi­schen App­le und SAP da­her ein frag­wür­di­ger Schritt.“

Björn Bröhl, He­ad of Mar­ke­ting Com­mu­ni­ca­ti­ons & Sa­les bei Tri­va­dis, fragt nach der In­no­va­ti­on der Ko­ope­ra­ti­ons­an­kün­di­gung. Apps aus dem Spie­le- und Pri­vat­be­reich hät­ten vor­ge­macht, wie be­nut­zer­freund­li­che, in­tui­ti­ve Ober­flä­chen und An­wen­dun­gen heu­te aus­se­hen soll­ten. Dar­an müss­ten sich SAP und App­le ori­en­tie­ren. Der Tri­va­dis-Ma­na­ger for­dert: „Sie soll­ten Schnitt­stel­len und Pro­gram­mier­hil­fen an­bie­ten, die es ein­fach ma­chen, Un­ter­neh­mens­soft­ware für Mo­bil­ge­rä­te zu ent­wi­ckeln und fit für den App-Sto­re zu ma­chen.“Stan­dards soll­ten sie als Ba­sis be­grei­fen und die ei­ge­ne Ent­wick­lungs­um­ge­bung dem­ent­spre­chend zu­kunfts­taug­lich und of­fen für al­le ge­stal­ten, nicht mehr pro­prie­tär und rück­wärts­ge­wandt.

App­le und SAP – „pro­prie­tä­re Alt­sys­te­me“?

Kri­tisch sieht Bröhl vor al­lem, dass an­de­re mo­bi­le Platt­for­men au­ßen vor ge­las­sen wer­den. „Wenn man be­denkt, dass App­les iOS bei Smart­pho­nes nur auf ei­nen Markt­an­teil von 17,7 Pro­zent kommt, schnei­det sich SAP qua­si frei­wil­lig von 80 Pro­zent des Mark­tes, der auf An­dro­id läuft, ab.“Das ein­sei­ti­ge Vor­ge­hen der IT-Di­nos las­se nicht we­ni­ge Kun­den oh­ne App­le-Hard­ware im Re­gen ste­hen und wer­de bes­ten­falls zum Um­stieg auf zu­kunfts­ori­en­tier­te­re Sys­te­me der Kon­kur­renz füh­ren. Das Fa­zit des Tri­va­dis-Ma­na­gers fällt dem­ent­spre­chend kri­tisch aus: „Wer zwei pro­prie­tä­re Alt­sys­te­me ver­eint, ver­sucht auf dem Rü­cken von Mil­lio­nen von An­wen­dern (und Ge­schäfts­kun­den), sei­ne Pro­duk­te mit Ge­walt im Markt zu

„Mit dem iPho­ne 2007 und dem iPad 2010 war App­le ei­ni­ge Jah­re lang der be­wun­der­te In­no­va­ti­ons­füh­rer im Be­reich Mo­bi­li­ty. Seit 2014 aber neigt sich die­se Ära dem En­de zu.“ Jens Bei­er, Bu­si­ness Un­it Ma­na­ger SAP So­lu­ti­ons & Tech­no­lo­gy bei Fritz & Mac­zi­ol

hal­ten. Die­se Stra­te­gie mag, hübsch ver­packt, kurz­fris­tig Eu­pho­rie aus­lö­sen; In­no­va­ti­on, Nach­hal­tig­keit und Kun­den­ori­en­tie­rung lässt sich da­bei aber wahr­lich nicht er­ken­nen.“

Ma­xi­mi­li­an Hil­le von Crisp Re­se­arch spricht zwar auch von pro­prie­tä­ren Tech­no­lo­gieSt­acks, kann der Ko­ope­ra­ti­on aber durch­aus po­si­ti­ve Aspek­te ab­ge­win­nen. Das iPho­ne und iOS sei­en im Un­ter­neh­mens­ein­satz die füh­ren­den Platt­for­men. Wenn­gleich An­dro­id im Con­su­mer-Ge­schäft ei­nen mehr als drei­mal so gro­ßen Markt­an­teil be­sit­ze wie App­le, se­he es im En­ter­pri­se-Ge­schäft et­wa um­ge­kehrt aus: „SAP geht mit­nich­ten die Part­ner­schaft mit ei­nem Ni­schen-Play­er, son­dern mit dem Markt­füh­rer ein, wel­cher in der ent­spre­chen­den Ziel­grup­pe der­zeit und zu­künf­tig ei­nen ho­hen Ein­fluss nimmt.“Gera­de auch mit Blick auf das Trio App­le, IBM und SAP zeich­ne sich ab, dass mit der neu­en Part­ner­schaft ein um­fang­rei­cher St­ack für die En­ter­pri­se-IT ge­bo­ten wer­den kön­ne. „Die Part­ner­schaft ist so­mit ein In­diz, dass füh­ren­de Tech­no­lo­gie-An­bie­ter sich zu­sam­men­tun und die ei­ge­nen Tech­no­lo­gi­en auch im Sin­ne der An­wen­der en­ger ver­zah­nen.“Nichts­des­to­trotz blei­be fest­zu­hal­ten, dass die Part­ner­schaft für SAP und App­le vor al­lem über ne­ga­ti­ve Mel­dun­gen hin­weg­täu­schen soll, schränkt Hil­le ein. Gera­de bei App­le sorg­ten Mel­dun­gen wie sin­ken­de Ab­satz­zah­len des iPho­nes schnell für Un­si­cher­heit und schlech­te PR. Auch SAP müs­se trotz vie­ler neu­er Tech­no­lo­gie-Re­lea­ses viel tun, um das Image ei­nes In­no­va­ti­ons­füh­rers wie­der zu er­lan­gen und zu stär­ken. „Da hilft ei­ne me­di­en­wirk­sa­me Part­ner­schaft si­cher, um die Dis­kus­sio­nen in ei­ne an­de­re Bahn zu len­ken.“

An­wen­der soll­ten Hil­le zu­fol­ge die SAP-App­leAl­li­anz nicht als In­no­va­ti­ons­part­ner­schaft se­hen. Die Wei­ter­ent­wick­lung der Pro­duk­te für die Mo­bi­le Cust­o­m­er Ex­pe­ri­ence tra­ge le­dig­lich den stei­gen­den An­for­de­run­gen der An­wen­der Rech­nung. Ob sich zu­künf­tig ech­te Dis­rup­tio­nen durch neue An­wen­dungs­fäl­le er­ge­ben, sei of­fen. Dass bei SAP noch längst nicht al­les rei­bungs­los funk­tio­niert, räum­te auch McDer­mott auf der Sapphi­re-Büh­ne über­ra­schend selbst­kri­tisch ein. Der SAP-Chef be­rich­te­te von ei­nem Tref­fen mit CIOs der 30 größ­ten Un­ter­neh­men der Welt. Das Feed­back, das er dort be­kom­men ha­be, sei nicht nur gut ge­we­sen. McDer­mott wer­te­te dies zwar als Si­gnal, dass die Kun­den in der Part­ner­schaft mit SAP en­ga­giert sei­en. SAP müs­se sich je­doch stär­ker um das Ge­schäft der ei­ge­nen Kun­den küm­mern. Em­pa­thie sei des­halb das Mot­to für die kom­men­den Mo­na­te, gab McDer­mott die Mar­sch­rich­tung vor.

SAP muss sei­ne Vi­si­on bes­ser er­klä­ren

Aus Sicht von McDer­mott ha­be SAP schon vor Jah­ren ei­ne kom­plet­te Vi­si­on rund um HA­NA, die Cloud so­wie sein Bu­si­ness Net­work ent­wi­ckelt und kon­se­quent aus­ge­baut. Da­für ge­be es Lob von Sei­ten der Kun­den. Al­ler­dings ge­lin­ge es of­fen­bar nicht im­mer, die­se Vi­si­on auch zu er­klä­ren, be­rich­te­te der SAP-Chef von Kri­tik. Gera­de im Zu­sam­men­hang mit S/4 HA­NA sei es sehr schnell ge­gan­gen – viel- leicht zu schnell, wie McDer­mott ein­räum­te. SAP ha­be an die­ser Stel­le teil­wei­se kei­nen gu­ten Job ge­macht, das Pro­dukt gut zu er­klä­ren be­zie­hungs­wei­se die rich­ti­gen Mei­len­stei­ne zu set­zen. Hier brau­che es ei­ne kla­re­re Road­map. Als ers­ten Schritt kün­dig­te McDer­mott ein Wert­ver­spre­chen an – ei­ne „Va­lue As­suran­ce“. Ge­mein­sam mit den Di­enst­leis­tern Ac­cen­ture, Cap­ge­mi­ni, De­loit­te, EY, IBM, PwC und Wi­pro sol­len Kun­den von der ers­ten Pla­nung über Im­ple­men­tie­rung und Mi­gra­ti­on bis hin zur Or­ga­ni­sa­ti­on an die Hand ge­nom­men wer­den. So sol­len In­no­va­ti­ons­vor­tei­le und bes­se­re Ge­schäf­te für die Kun­den ga­ran­tiert wer­den.

Wie sich die­se Stra­te­gie auf die in­ter­ne Or­ga­ni­sa­ti­on von SAP aus­wir­ken wird, ist noch nicht ganz klar. Mit­te Mai kün­dig­te McDer­mott auf der Haupt­ver­samm­lung des Kon­zerns an, die Ab­läu­fe im Cloud- und Kern­ge­schäft ef­fek­ti­ver zu ge­stal­ten. In Or­lan­do nahm der SAP-Chef den Fa­den wie­der auf und sprach von ei­ner kul­tu­rel­len Re­vo­lu­ti­on, die er in­ner­halb von SAP an­sto­ßen wol­le, um die ei­ge­nen Kun­den bes­ser be­die­nen zu kön­nen.

Mit viel Em­pa­thie will SAP-CEO Bill McDer­mott er­rei­chen, dass SAP das Ge­schäft sei­ner Kun­den bes­ser ver­steht. Es ge­he dar­um, die ei­ge­ne Vi­si­on und Road­map ge­nau­er zu er­klä­ren. Das ha­be in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit nicht im­mer rich­tig funk­tio­niert.

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