Drei Mil­li­ar­den Dol­lar: Fi­nanz­in­ves­tor Thoma Bra­vo kauft den BI-Spe­zia­lis­ten Qlik von der Bör­se

Computerwoche - - Markt -

Der BI-Spe­zia­list Qlik be­kommt al­lem An­schein nach ei­nen neu­en Ei­gen­tü­mer. Der Fi­nanz­in­ves­tor Thoma Bra­vo will den BISpe­zia­lis­ten für drei Mil­li­ar­den Dol­lar in bar über­neh­men. Das An­ge­bot von 30,50 Dol­lar je Ak­tie wür­de ei­ne Prä­mie von rund 40 Pro­zent be­deu­ten. Auf­sichts­rat und Ma­nage­ment von Qlik ha­ben dem De­al be­reits zu­ge­stimmt. Es wird er­war­tet, dass die Über­nah­me im drit­ten Quar­tal die­ses Jah­res ab­ge­schlos­sen wird.

Spe­ku­la­tio­nen über ei­nen Ver­kauf von Qlik kur­sie­ren seit Mo­na­ten. Vor al­lem die Ver­ant­wort­li­chen des Heg­de­fonds El­liott Ma­nage­ment hat­ten zu­letzt den Druck auf das Ma­nage­ment von Qlik ver- stärkt, das Soft­ware­un­ter­neh­men zu ver­kau­fen. Schließ­lich wur­de die In­vest­ment-Bank Mor­gan St­an­ley ein­ge­schal­tet, um mög­li­che Ver­kaufs­op­tio­nen aus­zu­lo­ten.

Ab­schied vom Bör­sen­par­kett

Der Ver­kauf an Thoma Bra­vo be­deu­tet auch Qliks Ab­gang vom Bör­sen­par­kett. Lars Björk, CEO von Qlik, be­teu­er­te, der De­al lie­ge im In­ter­es­se der Ak­tio­nä­re und un­ter­stüt­ze die stra­te­gi­schen Plä­ne des Soft­ware­an­bie­ters. Un­ter dem Dach von Thoma Bra­vo hät­te man mehr Fle­xi­bi­li­tät, die Soft­ware­ent­wick­lung und das ope­ra­ti­ve Ge­schäft vor­an­zu­trei­ben. Björk soll das Un­ter­neh­men wei­ter­hin lei­ten. Auch das Haupt­quar­tier in Rad­nor, Penn­syl­va­nia, soll be­ste­hen blei­ben. Qlik baut Werk­zeu­ge für Bu­si­ness In­tel­li­gence (BI), vor al­lem Self-Ser­vice-Tools, mit de­ren Hil­fe An­wen­der Da­ten ver­knüp­fen, mo­del­lie­ren und aus­wer­ten so­wie die Er­geb­nis­se vi­sua­li­sie­ren kön­nen. Der Soft­ware­an­bie­ter be­treut ei­ge­nen An­ga­ben zu­fol­ge welt­weit in mehr als 100 Län­dern rund 39.000 Kun­den. Das Part­ner­netz zählt un­ge­fähr 1700 Un­ter­neh­men. Im ver­gan­ge­nen Ge­schäfts­jahr 2015 mel­de­te Qlik Ein­nah­men in Hö­he von 612,7 Mil­lio­nen Dol­lar, was ei­nen Zu­wachs von et­wa zehn Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr (556,8 Mil­lio­nen Dol­lar) be­deu­tet. Al­ler­dings wuchs un­ter dem Strich auch der Ver­lust von 24,6 auf 36,9 Mil­lio­nen Dol­lar.

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