Kin­der mit Bom­ben

Computerwoche - - Technik -

Der eng­li­sche Phi­lo­soph Nick Bostrom be­schäf­tigt sich in sei­nem Buch „Su­per­in­tel­li­genz“mit ähn­li­chen Fra­gen wie der KI-For­scher Jür­gen Schmid­hu­ber (sie­he Sei­te 20). Bostrom glaubt, dass in ei­nem für vie­le Men­schen noch er­leb­ba­ren Zei­t­raum Com­pu­ter­sys­te­me be­zie­hungs­wei­se Al­go­rith­men so klug sein wer­den, dass sie die mensch­li­che In­tel­li­genz weit über­tref­fen. An­ders als Schmid­hu­ber, der spe­ku­liert, dass die­se hy­per­in­tel­li­gen­ten Ge­schöp­fe sich ge­lang­weilt von der Spe­zi­es Mensch ab­wen­den wer­den, warnt Bostrom vor den Fol­gen der er­wart­ba­ren Ent­wick­lung. In sei­nem Schluss­wort be­schreibt er uns Men­schen als „klei­ne Kin­der, die mit ei­ner Bom­be spie­len: Die Un­rei­fe un­se­res Ver­hal­tens wird nur noch von der Zer­stö­rungs­kraft un­se­res Spiel­zeugs über­trof­fen.“Die Su­per­in­tel­li­genz stel­le ei­ne Her­aus­for­de­rung dar, für die der Mensch we­der jetzt noch auf ab­seh­ba­re Zeit ge­rüs­tet sei.

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