Mi­cro­soft: Die Win­dows-Ära neigt sich dem En­de zu – CEO Sa­tya Na­del­la macht Pro­duk­te zu Ser­vices

Computerwoche - - Markt -

Mi­cro­soft-Chef Sa­tya Na­del­la rich­tet den Soft­ware­her­stel­ler kon­se­quent auf das Ge­schäft mit Cloud-Diens­ten aus (sie­he auch Sei­te 24). Das sorgt für Wachs­tum. Der Um­satz im Clou­dGe­schäft leg­te im Ab­schluss­quar­tal des Fis­kal­jah­res 2015/16 im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum von 6,4 auf 6,7 Mil­li­ar­den Dol­lar zu. Al­lein der Um­satz mit der Cloud-Platt­form Azu­re ha­be sich da­bei ver­dop­pelt, teil­te Mi­cro­soft mit, oh­ne al­ler­dings ei­ne kon­kre­te Zahl zu nen­nen.

Ins­ge­samt ist der Wan­del aber noch nicht ab­ge­schlos­sen, und das De­ba­kel mit dem No­kia-De­al wirkt im­mer noch nach. In dem weit­ge­hend auf­ge­ge­be­nen Smart­pho­ne- Ge­schäft gab es zu­letzt ei­nen Ein­bruch von 71 Pro­zent. Na­del­la hat­te den Ge­schäfts­be­reich zu­sam­men­ge­stri­chen, Tau­sen­de Jobs fie­len weg. Im ver­gan­ge­nen Quar­tal fie­len im Zu­ge der Auf­räum­ar­bei­ten im­mer noch Be­las­tun­gen von 1,1 Mil­li­ar­den Dol­lar an. Auch der schrump­fen­de PCBe­reich macht we­nig Freu­de. Hier san­ken die Er­lö­se von 9,2 auf 8,9 Mil­li­ar­den Dol­lar. Ein­zi­ger Licht­blik: Der Um­satz mit der Fa­mi­lie der „Sur­face“-Ta­blets leg­te um neun Pro­zent zu. In der Spar­te mit den Of­fice-Bü­ro­pro­gram­men gab es ein Plus von rund 6,7 auf sie­ben Mil­li­ar­den Dol­lar. Der Um­satz mit den netz­ba­sier­ten Of­fice-365-Abos wuchs da­bei al­lein im Ge­schäft mit Un­ter­neh­men um 54 Pro­zent. Um die Zu­kunft von Mi­cro­soft in ei­ner Welt zu si­chern, in der klas­si­sche Win­dows-PCs längst nicht mehr die do­mi­nie­ren­de Com­pu­ter­tech­nik sind, setzt Kon­zern­chef Na­del­la nun al­les auf die Clou­dKar­te. Das scheint sich aus­zu­zah­len. Im ver­gan­ge­nen Quar­tal wur­den die Er­war­tun­gen der An­le­ger über­trof­fen.

Der Kon­zern er­ziel­te ins­ge­samt ei­nen Ge­winn von gut 3,1 Mil­li­ar­den Dol­lar nach ei­nem De­fi­zit von rund 3,2 Mil­li­ar­den Dol­lar im ent­spre­chen­den Vor­jah­res­zeit­raum. Der Um­satz sank al­ler­dings – vor al­lem we­gen des weit­ge­hen­den Aus­stiegs aus dem Smart­pho­ne-Ge­schäft – um sie­ben Pro­zent auf 20,6 Mil­li­ar­den Dol­lar.

Mi­cro­soft-CEO Sa­tya Na­del­la muss die Scher­ben auf­keh­ren, die sein Vor­gän­ger Ste­ve Ball­mer hin­ter­las­sen hat. Das De­sas­ter rund um den Aus­flug ins Smart­pho­ne-Ge­schäft schlägt sich im­mer noch ne­ga­tiv in den Bi­lan­zen nie­der.

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