EMC mel­det so­li­de Ge­schäfts­zah­len und er­hält grü­nes Licht von den Ak­tio­nä­ren für die Über­nah­me durch Dell

Computerwoche - - Markt -

Nach dem Pla­zet durch die EMC-Ak­tio­nä­re ist der Weg frei für die bis­lang größ­te Über­nah­me in der Tech­no­lo­gie­bran­che. Mit 98 Pro­zent fiel die Zu­stim­mung der An­teils­eig­ner wie er­war­tet klar aus. Um den 60 Mil­li­ar­den Dol­lar schwe­ren De­al per­fekt zu ma­chen, be­darf es nur noch der Ge­neh­mi­gung chi­ne­si­scher Kar­tell­be­hör­den, die nach Ex­per­ten­ein­schät­zun­gen aber kein Pro­blem dar­stel­len dürf­te.

Der schei­den­de EMC-CEO Jo­seph Tuc­ci sag­te, das Vo­tum sei ein kla­res Be­kennt­nis zur ge­mein­sa­men Vi­si­on, aus Dell und EMC ein „Po­wer­hou­se“der Tech­no­lo­gie­bran­che zu schmie­den. Ei­nen Tag vor der Ab­stim­mung hat­te EMC für das ab­ge­lau­fe­ne zwei­te Ge­schäfts­quar­tal ei­nen um 19 Pro­zent ge­stie­ge­nen Net­to­ge­winn ge­mel­det (581 Mil­lio­nen Dol­lar). Die Um­sät­ze blie­ben mit rund sechs Mil­li­ar­den Dol­lar auf Vor­jah­res­ni­veau. Die Kon­zern­toch­ter VM­wa­re ver­buch­te ei­ne Um­satz­stei­ge­rung um elf Pro­zent auf 1,68 Mil­li­ar­den Dol­lar; die auf Ana­ly­tics und Clou­dSer­vices spe­zia­li­sier­te EMC-Toch­ter Pi­vo­tal konn­te die Ein­nah­men so­gar um 49 Pro­zent stei­gern.

Pro­ble­me im Hard­ware­ge­schäft

Ana­lys­ten füh­ren den ge­stie­ge­nen Net­to­ge­winn von EMC zum Groß­teil auf Kos­ten­sen­kungs­maß­nah­men zu­rück. Al­ler­dings ha­be der Kon­zern auch in neue stra­te­gi­sche Ge­schäfts­fel­der in­ves­tiert, kom­men­tier­te Kris­ta Ma­com­ber vom Ana­lys­ten­haus TBR. Da­zu zähl­ten ins­be­son­de­re All-Flash-Spei­cher­sys­te­me so­wie die Con­ver­ged- und Hy­per-Con­ver­ged-Pro­duk­te. TBR sieht hier noch gro­ßes Po­ten­zi­al. Die welt­wei­ten Um­sät­ze mit Hy­per-Con­ver­ged-Sys­tems sol­len ei­ner Pro­gno­se zu­fol­ge bis 2020 je­des Jahr um durch­schnitt­lich 50 Pro­zent wach­sen. An­de­rer­seits wird an die­ser Stel­le auch ein Kern­pro­blem so­wohl von EMC als auch von Dell deut­lich. Der Lö­wen­an­teil der Um­sät­ze stammt noch im­mer aus dem Ver­kauf von Hard­ware, sprich: Ser­ver- und Spei­cher­sys­te­men. Die­ser Markt ge­rät im Clou­dZeit­al­ter je­doch im­mer stär­ker un­ter Druck.

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