Mit Wat­son-Tech­nik und IT-Si­cher­heit will IBM den fünf­jäh­ri­gen Ab­wärts­trend stop­pen

Computerwoche - - Markt -

Nach Jah­ren des Um­baus und sin­ken­der Um­sät­ze gibt IBM zu­min­dest in aus­ge­wähl­ten Zu­kunfts­be­rei­chen Hoff­nung auf ein En­de der lan­gen Durststrecke. Der US-Kon­zern über­traf mit sei­nen Zah­len für das zwei­te Quar­tal 2016 ei­ni­ge Ana­lys­ten­er­war­tun­gen. Bei­spiels­wei­se leg­ten die Um­sät­ze mit Cloud-Diens­ten im Ver­gleich zum Vor­jah­res­quar­tal um 30 Pro­zent zu. In der Spar­te mit Ana­ly­se­diens­ten und IT-Si­cher­heits­soft­ware gab es ein Um­satz­plus von 3,5 Pro­zent auf 4,7 Mil­li­ar­den Dol­lar. Es war der ers­te Zu­wachs seit über ei­nem Jahr. IBM zu­fol­ge ge­hör­te un­ter an­de­rem die Su­per­com­pu­ter-Tech­no­lo­gie Wat­son zu den Trei­bern für die­ses Wachs­tum. Der Kon­zern in­ves­tiert mas­siv in die Ent­wick­lung des Ge­schäfts­felds Co­gni­ti­ve Com­pu­ting und will Wat­son in ver­schie­de­nen Bran­chen, zum Bei­spiel im Ge­sund­heits­we­sen, po­si­tio­nie­ren. Wei­te­re aus Sicht der IBM-Stra­te­gen viel­ver­spre­chen­de Tech­no­lo­gi­en sind Quan­ten­com­pu­ter, das In­ter­net der Din­ge und die Wei­ter­ent­wick­lung der Si­cher­heits­tech­nik Block­chain, die der Di­gi­tal­wäh­rung Bit­co­in zu­grun­de liegt.

In den Zu­kunfts­be­rei­chen sei­en die Um­sät­ze ins­ge­samt um zwölf Pro­zent auf 8,3 Mil­li­ar­den Dol­lar ge­wach­sen, hieß es. Ins­ge­samt ging der Kon­zern aber ins fünf­te Jahr mit schrump­fen­den Um­sät- zen. Die Ein­nah­men san­ken im zwei­ten Quar­tal im Jah­res­ver­gleich um rund drei Pro­zent auf 20,2 Mil­li­ar­den Dol­lar. Es war das 17. Quar­tal in Fol­ge mit ei­nem Um­satz­rück­gang. Der Quar­tals­ge­winn sank um gut 27 Pro­zent auf 2,5 Mil­li­ar­den Dol­lar. Kon­zern­che­fin Vir­gi­nia „Gin­ni“Ro­met­ty gab sich den­noch zu­ver­sicht­lich. Mit Co­gni­ti­ve Com­pu­ting und den ei­ge­nen Cloud-Lö­sun­gen ent­stän­den neue Chan­cen jen­seits des tra­di­tio­nel­len IT-Ge­schäfts. Chief Fi­nan­ci­al Of­fi­cer Mar­tin Schro­eter ver­wies zu­dem dar­auf, dass im ers­ten Halb­jahr die­ses Jah­res elf Über­nah­men mit ei­nem Ge­samt­wert von 5,4 Mil­li­ar­den Dol­lar ab­ge­schlos­sen wor­den sei­en.

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