Cis­co will mehr Ge­schäft rund um In­ter­net of Things und Di­gi­ta­li­sie­rung – und ent­lässt 5500 Mit­ar­bei­ter

Computerwoche - - Markt -

Rund 5500 Cis­co-Mit­ar­bei­ter müs­sen sich ei­nen neu­en Job su­chen, das sind et­wa sie­ben Pro­zent der Be­leg­schaft. Ins­ge­samt fällt der Stel­len­ab­bau ge­rin­ger aus als er­war­tet – Me­di­en hat­ten zu­vor über bis zu 14.000 be­droh­te Ar­beits­plät­ze spe­ku­liert. Für Ab­fin­dun­gen und Kün­di­gungs­kos­ten plant der Kon­zern 700 Mil­lio­nen Dol­lar ein.

Der an­ge­kün­dig­te Stel­len­ab­bau kommt nur be­dingt über­ra­schend. Schon in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat­te der Kon­zern je­weils im Au­gust ver­gleich­ba­re Maß­nah­men an­ge­kün­digt, um auf ak­tu­el­le Markt­ver­än­de­run­gen zu re­agie­ren oder die Per­so­nal­struk­tur nach Fir­men­über­nah­men zu ber­ei­ni­gen. Le­dig- lich 2015 gab es im Au­gust kei­nen Stel­len­ab­bau, denn da war der neue und ak­tu­el­le CEO Chuck Rob­bins erst seit Kur­zem an Bord. Noch un­ter John Cham­bers, der den Kon­zern fast zwei Jahr­zehn­te führ­te, strich Cis­co 2014 rund 6000 Stel­len (acht Pro­zent), 2013 et­wa 4000 Jobs (fünf Pro­zent), 2012 zir­ka 1300 Ar­beits­plät­ze (zwei Pro­zent), und ein Jahr zu­vor wa­ren es 6500 (neun Pro­zent). Cis­co re­agiert mit den Kür­zun­gen auf ver­schie­de­ne Trends: So set­zen im­mer mehr Car­ri­er und Un­ter­neh­men auf Soft­ware-de­fi­ned Net­works (SDN) und ver­zich­ten auf klas­si­sche hoch­prei­si­ge Rou­ter mit spe­zia­li­sier­ten Be­triebs­sys­te­men, wie sie Cis­co baut. Zu­dem be­fin­det sich der Kon­zern seit Län­ge­rem in ei­ner Um­bau­pha­se vom Hard­ware­her­stel­ler in Rich­tung IT-Di­enst­leis­ter und IT-Con­sul­tant, der ver­stärkt The­men wie Di­gi­ta­li­sie­rung oder In­ter­net of Things (IoT) an­geht.

Im letz­ten Quar­tal sei­nes jüngst ab­ge­schlos­se­nen Fis­kal­jah­res 2015/16 stei­ger­te Cis­co sei­nen Ge­winn um 21 Pro­zent auf 2,81 Mil­li­ar­den Dol­lar (Vor­jah­res­quar­tal: 2,32 Mil­li­ar­den Dol­lar). Al­ler­dings sank der Um­satz um 1,6 Pro­zent von 12,84 Mil­li­ar­den auf 12,64 Mil­li­ar­den Dol­lar. Im ge­sam­ten ab­ge­lau­fe­nen Ge­schäfts­jahr sta­gnier­te der Um­satz bei 49,2 Mil­li­ar­den Dol­lar. Der Ge­winn leg­te von 9,0 auf 10,7 Mil­li­ar­den Dol­lar zu.

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