So­ci­al Me­dia Re­cruit­ing: Auf­wen­di­ges Ge­schäft mit Aus­sich­ten

Computerwoche - - Praxis - Von In­grid Weid­ner, freie Jour­na­lis­tin in Mün­chen

Be­wer­ber­su­che über vir­tu­el­le Net­ze gilt als zu­kunfts­träch­tig. Noch wer­den al­ler­dings nicht vie­le Mit­ar­bei­ter so ein­ge­stellt.

Heu­te ver­fü­gen die meis­ten IT-Ex­per­ten über ei­ne vir­tu­el­le Vi­si­ten­kar­te, Xing und Lin­ke­din-Pro­fi­le gel­ten als wich­ti­ge Aus­wei­se in der Ar­beits­welt. Vie­le IT-Pro­fis prä­sen­tie­ren sich als Ex­per­ten, pfle­gen ih­re Netz­wer­ke, man­che fin­den so ei­nen neu­en Job. Für Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che er­öff­nen die So­ci­al Me­dia neue Re­cruit­ing-We­ge: Ein über­sicht­li­cher Le­bens­lauf mit al­len wich­ti­gen Sta­tio­nen lädt ein, den Spe­zia­lis­ten an­zu­spre­chen.

Auf „Ac­tive Sour­cing“, al­so die ge­ziel­te Su­che nach Be­wer­bern in vir­tu­el­len Netz­wer­ken, set­zen Fir­men gro­ße Hoff­nun­gen. In ei­ner ak­tu­el­len Stu­die der Fach­zeit­schrift „Per­so­nal­wirt­schaft“nann­ten Per­so­na­ler Ac­tive Sour­cing in ei­nem Atem­zug mit den ei­ge­nen Kar­rie­re-Web­sites und der Mit­ar­bei­ter­emp­feh­lung als zu­kunfts­wei­sen­de Re­cruit­ing-Stra­te­gie, wenn es um be­rufs­er­fah­re­ne Be­wer­ber geht.

Ei­ne vir­tu­el­le Prä­senz pfle­gen vie­le Un­ter­neh­men in den gän­gi­gen so­zia­len Net­zen. Vie­le nut­zen sie zur Selbst­dar­stel­lung, an­de­re wol- len das ei­ge­ne Image auf­po­lie­ren oder gleich ein neu­es kre­ieren. „So­ci­al-Me­dia-Ka­nä­le sind ein zen­tra­ler Teil un­se­res Ta­lent­pro­gramms“, sagt Mat­t­hew Jef­fe­ry, VP Glo­bal He­ad of Sour­cing & Em­ploy­ment Brand, HR Ta­lent Ac­qui­si­ti­on von SAP. Un­ter dem Slo­gan „Li­fe at SAP“fin­den sich auf al­len gän­gi­gen Platt­for­men In­for­ma­tio­nen zum Un­ter­neh­men und Ver­an­stal­tungs­hin­wei­se. Mit­ar­bei­ter las­sen sich vor ei­nem For­mel-1-Renn­wa­gen fo­to­gra­fie­ren, da­zwi­schen sind Jo­b­an­ge­bo­te oder Prak­ti­ka in vie­len Län­dern ein­ge­streut. Bun­ter wird „Li­fe at SAP“auf Youtube, wenn et­wa in­di­sche Ent­wick­ler zu Mi­kro­fon und Gi­tar­re grei­fen. Aber auch Prä­sen­ta­tio­nen und Tu­to­ri­als fin­den sich dort. „Au­then­tisch und trans­pa­rent“will SAP-Ma­na­ger Jef­fe­ry sei­nen Ar­beit­ge­ber dar­stel­len. Ein klei­nes Team mit Mit­ar­bei­tern in Deutsch­land, Is­ra­el, den USA, Aus­tra­li­en, Tsche­chi­en und London be­treut die Ka­nä­le: „So­zia­le Me­di­en ge­ben uns die Mög­lich­keit, in ei­nem mehr in­for­mel­len Rah­men mit In­ter­es­sen­ten ins Ge­spräch zu kom­men und ei­ne Be­zie­hung auf­zu­bau­en.“

Dem­nächst soll noch Snap­chat hin­zu­kom­men, weil sich dort vie­le Stu­den­ten und Ab­sol­ven­ten tum­meln. Jef­fe­ry ist über­zeugt, dass die Mei­nun­gen, die Nut­zer über So­ci­al-Me­di­aKa­nä­le von ei­nem Un­ter­neh­men tei­len, der bes­se­re Weg zum Be­wer­ber sind als klas­si­sche Wer­bung. SAP misst zwar ge­nau, ob sich der

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.