Vi­sa nutzt Block­chain-Tech­nik für den grenz­über­schrei­ten­den Zah­lungs­ver­kehr

Computerwoche - - Markt -

Nach­dem Ban­ken und Fi­nanz­dienst­leis­ter rund um den Erd­ball mit der Block­chain-Tech­nik ex­pe­ri­men­tie­ren, macht Vi­sa nun Ernst: „Vi­sa B2B Con­nect“ist ein An­ge­bot, das die Kre­dit­kar­ten­ge­sell­schaft in Zu­sam­men­ar­beit mit dem Star­t­up Chain Inc. ins Le­ben ruft. Da­bei han­delt es sich um ein Star­t­up, an dem sich Vi­sa be­tei­ligt hat­te.

Wie das „Wall Street Jour­nal“be­rich­tet, ist das von Vi­sa und Chain ent­wi­ckel­te Sys­tem als Al­ter­na­ti­ve zum Mes­sa­ging-Netz­werk SWIFT zu ver­ste­hen, das heu­te welt­weit für den Aus­lands-Zah­lungs­ver­kehr zwi­schen Ban­ken ge­nutzt wird. SWIFT war in den ver­gan­ge­nen Jah­ren Ziel kom­ple­xer Ha­cker- Atta­cken und steht der­zeit un­ter star­ker re­gu­la­to­ri­scher Kon­trol­le. Vi­sa will sei­nen Mit­glieds­ban­ken im nächs­ten Jahr B2B Con­nect als Tool für Fi­nanz­trans­ak­tio­nen mit in­ter­na­tio­na­len Bu­si­ness-Kun­den an­bie­ten. Der­zeit ar­bei­ten 30 Ban­ken in zehn Län­dern mit ei­nem Pro­to­ty­pen. Vi­sa Eu­ro­pe nutzt dem Jour­nal zu­fol­ge ein se­pa­ra­tes Block­chain-Netz, an das eu­ro­päi­sche Ban­ken an­ge­schlos­sen wer­den sol­len.

B2B-Trans­ak­tio­nen in Echt­zeit

Mit der Lö­sung, die auf der Soft­ware „Chain Co­re“ba­siert, sol­len Ban­ken und ih­re Un­ter­neh­mens­kun­den in Echt­zeit gro­ße Be­trä­ge trans­fe­rie­ren und auf Schecks oder an­de­re her­kömm­li­che Zah­lungs­me­tho­den ver­zich­ten kön­nen. Für Vi­sa wä­re der Ein­stieg in die­sen Markt ein gro­ßer Schritt, da klas­si­sche Kar­ten­zah­lun­gen im Bu­si­ness-Seg­ment für das Un­ter­neh­men bis­lang eher ei­nen un­ter­ge­ord­ne­ten Teil­markt dar­stell­ten und nur ei­nen klei­nen Teil der Vi­sa-Ge­schäf­te aus­mach­ten.

Ei­ne Rei­he von Star­tups ex­pe­ri­men­tiert der­zeit da­mit, die kom­ple­xen grenz­über­grei­fen­den Fi­nanz­trans­ak­tio­nen mit Hil­fe der Block­chainTech­nik zu ver­ein­fa­chen und zu be­schleu­ni­gen. R3 und Ripp­le sind zwei Star­tups, die sich mit ent­spre­chen­den Pro­jek­ten be­schäf­ti­gen, doch auch zahl­rei­che Ban­ken sind da­mit be­fasst.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.