Frei­be­ruf­ler­ver­mitt­lung: Es gilt, den Schmerz des Pro­jekt­lei­ters zu er­fas­sen

Computerwoche - - Job & Karriere - Von Alex­an­dra Mes­mer, Re­dak­teu­rin

Di­gi­ta­le Pro­jek­te sind oft so kom­plex, dass Un­ter­neh­men selbst nicht ge­nau wis­sen, wel­che frei­be­ruf­li­chen Spe­zia­lis­ten sie ein­set­zen sol­len. Per­so­nal­dienst­leis­ter ma­chen hier ho­hen Be­ra­tungs­be­darf aus. Vie­le glau­ben nicht, dass das Ver­mitt­lungs­ge­schäft künf­tig kom­plett au­to­ma­ti­siert wer­den kann.

Das Feld der Di­gi­ta­li­sie­rung wei­tet sich, auch für Frei­be­ruf­ler-Ver­mitt­ler. Sie er­rei­chen nicht mehr nur In­ter­es­sen­ten aus der IT, wie Tho­mas Rie­del, Se­ni­or Ab­tei­lungs­lei­ter Contrac­ting bei Hays, fest­stellt: „Wir be­kom­men viel mehr Pro­jekt­an­fra­gen aus Nicht-IT-Ab­tei­lun­gen, ins­be­son­de­re aus den En­gi­nee­ring-Be­rei­chen. Ins­ge­samt wer­den vor al­lem Ja­va-Ent­wick­ler, Da­ta-Wareh­ou­se- und Big-Da­ta-Spe­zia­lis­ten ge­sucht.“Kai-Oli­ver Böhm, Di­rec­tor Bu­si­ness Unit IT bei Ex­pe­ris, macht im Au­to­mo­ti­ve-Um­feld vie­le Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te mit ho­hem Per­so­nal­be­darf aus. Zum Teil ha­be ein Au­to­kon­zern hier 100 Stel­len zu be­set­zen: „IT und En­gi­nee­ring über­schnei­den sich im­mer mehr und las­sen auch die An­for­de­run­gen an die Kan­di­da­ten kom­ple­xer wer­den.“Dar­um ist der Ge­ne­ra­list ge­fragt, be­ob­ach­tet René Tro­che, Ge­schäfts­füh­rer von West­house Con­sul­ting. Al­ler­dings wüss­ten vie- le Un­ter­neh­men nicht ge­nau, über wel­che Fä­hig­kei­ten die­ser ver­fü­gen soll­te. Für die Per­so­nal­dienst­leis­ter heißt das in den Au­gen von Micha­el Gir­ke, Part­ner bei Q_Pe­ri­or: „Wir müs­sen Über­set­zungs­ar­beit leis­ten zwi­schen den An­for­de­run­gen des Kun­den und den Skills, die der Frei­be­ruf­ler da­für mit­brin­gen muss.“

Für Gulp-Ma­na­ger Stefan Sy­ma­n­ek ist es wich­tig, zu klä­ren, was „wir un­ter Di­gi­ta­li­sie­rung ver­ste­hen. Ich ver­ste­he dar­un­ter, dass CNCFrä­sen über ei­ne App ge­steu­ert wer­den, wel­che zu­vor von ei­nem UX-De­si­gner ent­wor­fen und auf Usa­bi­li­ty op­ti­miert wur­den. Dass Pro­duk­ti­ons­sys­te­me Da­ten lie­fern und wir Schnitt­stel­len zum SAP-Sys­tem pro­gram­mie­ren müs­sen. Oder dass neu­er­dings Big-Da­ta-Spe­zia­lis­ten im In­dus­tri­e­um­feld ge­sucht wer­den.“

Agi­li­tät er­for­dert Qu­er­schnitts­wis­sen

Laut Q_Pe­ri­or-Mann Gir­ke sind im Zu­ge von Agi­li­tät „mehr Qu­er­schnitt-Skills ge­fragt. Ein Scrum Mas­ter muss tech­nisch ver­siert und ein gu­ter Kom­mu­ni­ka­tor sein; kon­zep­tio­nel­le Skills kön­nen auch nicht scha­den.“Gir­ke rech­net auch in an­de­ren Fel­dern mit hö­he­rem Per­so­nal­be­darf: „Die Nach­fra­ge im Com­mo­di­ty­Be­reich wird stei­gen, da die dor­ti­gen Mit­ar­bei­ter zum Teil für di­gi­ta­le Pro­jek­te ab­ge­zo­gen

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