D21-Di­gi­tal-In­dex – Di­gi­ta­li­sie­rungs­grad im Pri­vat- und Ar­beits­le­ben hat sich ver­schlech­tert

Computerwoche - - Markt -

Der Weg in die di­gi­ta­le Ge­sell­schaft ist stei­nig. Das zeigt der ak­tu­el­le „D21-Di­gi­tal-In­dex 2016“, der ei­nen Tag vor dem ITGip­fel der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­stellt wur­de. Dem­nach sind mitt­ler­wei­le zwar 79 Pro­zent der deut­schen Be­völ­ke­rung on­line, das ist aber nur ein Pro­zent­punkt mehr als im ver­gan­ge­nen Jahr. Der Ge­samt­in­dex, der den Grad der Di­gi­ta­li­sie­rung im Pri­vat- und Ar­beits­le­ben be­schrei­ben soll, liegt ak­tu­ell bei 51 von 100 mög­li­chen Punk­ten – 2015 wa­ren es noch 52 Punk­te. Vor al­lem in den Ka­te­go­ri­en Kom­pe­tenz (mi­nus 5 Punk­te) und Of­fen­heit (mi­nus 4 Punk­te) schnitt der In­dex schlech­ter ab als im Vor­jahr. 2016 hat die deut­sche Ge­sell­schaft gera­de so mit den stei­gen­den An­for­de­run­gen der Di­gi­ta­li­sie­rung mit­ge­hal­ten, in­ter­pre­tie­ren die Stu­di­en­au­to­ren das Er­geb­nis. Selbst Be­rufs­tä­ti­ge und Bes­s­er­ge­bil­de­te stän­den vie­len neu­en An­wen­dun­gen und An­for­de­run­gen mit eher nied­ri­ger bis mitt­le­rer Di­gi­tal­kom­pe­tenz ge­gen­über. Auch wür­den Pro­ble­me oft noch im­mer au­to­di­dak­tisch ge­löst. Ei­ne in­sti­tu­tio­na­li­sier­te be­zie­hungs­wei­se sys­te­ma­ti­sche Wei­ter­bil­dung durch und in den Un­ter­neh­men fin­de nur sel­ten statt. Ge­nau das sei „aber drin­gend not­wen­dig, da die Ge­sell­schaft mit der Kom­ple­xi­tät der Di­gi­ta­li­sie­rung schein­bar zu­neh­mend schlech­ter zu­recht­kommt“, heißt es in der Stu­die. „Dass wir uns als Ge­sell­schaft auf ei­nem mitt­le­ren Di­gi­ta­li­sie­rungs­ni­veau be­we­gen und im­mer nur gera­de so mit den Ent­wick­lun­gen mit­hal­ten, darf uns nicht zu­frie­den­stel­len“, ver­lau­te­te aus dem Prä­si­di­um der Initia­ti­ve D21.

Die Po­li­tik ver­sucht der­weil, die Er­geb­nis­se schön­zu­re­den. Laut der Um­fra­ge will sich ein Vier­tel der Deut­schen be­wusst Zeit da­für neh­men, off­line zu sein. Laut Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­ter Sig­mar Ga­b­ri­el ist dies nicht als Skep­sis zu in­ter­pre­tie­ren, son­dern als „sou­ve­rä­ner Um­gang mit der Di­gi­ta­li­sie­rung“.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.