Eu­ro­pas IT-Chefs knau­sern – doch 2017 steigt die In­ves­ti­ti­ons­be­reit­schaft

Computerwoche - - Praxis - (hv)

Die ITK-Aus­ga­ben in Eu­ro­pa, dem Na­hen Os­ten und Afri­ka (Emea) sol­len in die­sem Jahr mo­de­rat um 0,6 Pro­zent, 2017 dann stär­ker um 1,9 Pro­zent an­stei­gen. Be­son­ders sta­bil ist die Nach­fra­ge nach Soft­ware und IT-Ser­vices. Das pro­gnos­ti­zier­ten die Ana­lys­ten von Gart­ner auf ih­rem Sym­po­si­um in Bar­ce­lo­na.

Für 2017 er­war­ten die Au­gu­ren Emea-wei­te IT-Aus­ga­ben von 1,25 Bil­lio­nen Dol­lar. Das ent­spricht ei­nem An­stieg um 1,9 Pro­zent. Größ­ter Pos­ten sind da­bei die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­te, de­ren Vo­lu­men bei 530,4 Mil­li­ar­den Dol­lar lie­gen soll – ein Plus von 0,7 Pro­zent ge­gen­über die­sem Jahr. Bei den IT-Ser­vices, für die IT-Chefs den Pro­gno­sen zu­fol­ge 341,1 Mil­li­ar­den Dol­lar aus­ge­ben wer­den, geht es mit 4,1 Pro­zent auf­wärts.

Der Soft­ware­markt boomt

Noch sta­bi­ler prä­sen­tiert sich der Soft­ware­markt. Hier er­war­tet Gart­ner 2017 ein statt­li­ches Plus von 6,8 Pro­zent auf ei­ne In­ves­ti­ti­ons­sum­me von 119,84 Mil­li­ar­den Dol­lar. Bei den End­ge­rä­ten geht es da­ge­gen um 0,8 Pro­zent berg­ab auf ein Vo­lu­men von 204,7 Mil­li­ar­den Dol­lar. Et­was bes­ser sieht es bei den Da­ta-Cen­ter-Sys­te­men aus, wo ein Plus von 1,4 Pro­zent auf 58,9 Mil­li­ar­den Dol­lar zu er­war­ten ist.

Gart­ner weist se­pa­rat von den Emea-Zah­len auch die für We­st­eu­ro­pa aus. Hier soll sich 2017 das Aus­ga­be­vo­lu­men auf 803,5 Mil­li­ar­den Dol­lar be­lau­fen, ein Plus von 1,6 Pro­zent ge­gen­über 2016. Das stärks­te Markt­seg­ment in die­ser Teil­re­gi­on ist das IT-Ser­vice-Ge­schäft, das um 4,1 Pro­zent auf 304,3 Mil­li­ar­den Dol­lar wach­sen soll. Der zweit­größ­te Markt der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­te schrumpft da­ge­gen um ein Pro­zent auf 248 Mil­li­ar­den Dol­lar, und auch der End­ge­rä­te­markt soll um 2,5 Pro­zent auf 110,9 Mil­li­ar­den Dol­lar zu­sam­men­schmel­zen.

Fast je­der hat ein Smart­pho­ne

Zum schwie­ri­gen End­ge­rä­te­markt sag­te JohnDa­vid Lo­ve­lock, Re­se­arch Vice-Pre­si­dent bei Gart­ner: „Der Smart­pho­ne-Markt nä­hert sich der Sät­ti­gungs­gren­ze – fast je­der User hat in­zwi­schen ei­nes.“Die Bran­che sei da­mit auf Er­satz­be­schaf­fun­gen an­ge­wie­sen. Zu­dem hät­ten die Prei­se ein Le­vel er­reicht, das wohl nicht mehr nen­nens­wert über­bo­ten wer­de. Das füh­re auch bei den An­bie­tern von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­diens­ten zu Schwie­rig­kei­ten. Sie müss­ten di­rekt über den Preis kon­kur­rie­ren und ent­we­der mehr Ser­vices für das glei­che Geld oder Dis­counts an­bie­ten.

Der PC-Markt in We­st­eu­ro­pa wird laut Gart­ner 2017 aber­mals um drei Pro­zent zu­rück­ge­hen und sich auf 47,8 Mil­lio­nen ver­kauf­te Ein­hei­ten ein­pen­deln. Das Smart­pho­ne-Bu­si­ness soll im­mer­hin noch um 4,7 Pro­zent wach­sen, die Ana­lys­ten er­war­ten knapp 154 Mil­lio­nen ver­kauf­te Ge­rä­te. Hier wer­de der Ein­stieg chi­ne­si­scher An­bie­ter spür­bar, die hoch­wer­ti­ge End­ge­rä­te zu ei­nem sehr wett­be­werbs­fä­hi­gen Preis lie­fern könn­ten.

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