Töd­li­cher Un­fall

Computerwoche - - Jahresrückblick -

Für gro­ßes Auf­se­hen sorg­te im Früh­jahr 2016 der Tod von Jos­hua Brown, bis da­to in der Öf­fent­lich­keit völ­lig un­be­kannt. Der Mann ver­un­glück­te An­fang Mai mit sei­nem per Au­to­pi­lot ge­steu­er­ten Tes­la. Der Wa­gen kol­li­dier­te mit ei­nem que­ren­den Lkw, der Fah­rer kam da­bei ums Le­ben. Es war der ers­te töd­li­che Un­fall mit ei­nem von ei­nem Com­pu­ter ge­steu­er­ten Wa­gen. Her­stel­ler Tes­la er­klär­te spä­ter, das Sys­tem ha­be die ho­he wei­ße Sei­ten­wand des Lkw-An­hän­gers vor dem hel­len Him­mel nicht er­kannt, son­dern mög­li­cher­wei­se für ein Stra­ßen­schild ge­hal­ten und des­halb kei­ne au­to­ma­ti­sche Brem­sung aus­ge­löst. Der Fah­rer hat­te zum Un­glücks­zeit­punkt sei­ne Hän­de nicht wie vor­ge­schrie­ben am Steu­er und konn­te nicht mehr sel­ber ein­grei­fen. Zu­dem war der Un­glücks­wa­gen schnel­ler als er­laubt ge­fah­ren, wie US-ame­ri­ka­ni­sche Er­mitt­lungs­be­hör­den fest­stell­ten. Der Un­fall ent­fach­te hef­ti­ge Dis­kus­sio­nen dar­über, wie si­cher das au­to­no­me Fah­ren sein kön­ne. Man ha­be gro­ße Sor­ge, dass den Kon­su­men­ten hier vie­le Ver­spre­chun­gen in Form ei­ner un­fer­ti­gen Tech­no­lo­gie ver­kauft wür­den, kri­ti­sier­ten Ver­brau­cher­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen. Durch die Be­zeich­nung „Au­to­pi­lot“ver­mitt­le Tes­la sei­nen Kun­den ei­nen fal­schen Ein­druck von Si­cher­heit.

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