Das soll­ten Un­ter­neh­men be­ach­ten

Computerwoche - - Praxis -

So­lan­ge der Ge­setz­ge­ber kei­ne neu­en ein­führt, ist es um­so wich­ti­ger, dass die Un­ter­neh­men die Ver­fü­gung und Kon­trol­le über die von ih­nen pro­du­zier­ten Da­ten im Rah­men ei­ner ver­trag­lich be­grün­de­ten Zu­ord­nung ab­si­chern. Sie müs­sen si­cher­stel­len, dass nicht je­der, der Zu­griffs­mög­lich­kei­ten hat, die oft teu­er und auf­wen­dig ge­sam­mel­ten Ma­schi­nen­da­ten nut­zen kann. Wer heu­te in die Di­gi­ta­li­sie­rung sei­ner Pro­duk­ti­on in­ves­tiert, will auch die Früch­te ern­ten und al­lein über die ge­won­ne­nen Da­ten ver­fü­gen kön­nen. Da­für gibt es We­ge, die je­der CEO und CIO ken­nen soll­te: Da­ten­sät­ze, die für die Her­stel­lung von Kon­sum- oder In­dus­trie­gü­tern be­nö­tigt wer­den, ent­hal­ten häu­fig Ge­schäfts­ge­heim­nis­se, de­ren Ver­rat heu­te schon straf­recht­lich ver­folgt wer­den kann. Die kürz­lich in Kraft ge­tre­te­ne

und ver­trau­li­cher Ge­schäfts­in­for­ma­tio­nen und de­ren rechts­wid­ri­ge Nut­zung kann künf­tig auch zi­vil­recht­li­che Un­ter­las­sungs- und Scha­den­er­satz­an­sprü­che aus­lö­sen. Vor­aus­set­zung für den ist al­ler­dings, dass die In­for­ma­tio­nen auch wirk­lich ge­heim ge­hal­ten und vor Zu­grif­fen nicht au­to­ri­sier­ter Per­so­nen ge­schützt wer­den. Au­ßer­dem sind ver­trag­li­che Ge­heim­hal­tungs­ver­ein­ba­run­gen zu tref­fen, die ge­nau re­geln, wer wann zu wel­chen Zwe­cken auf wel­che Da­ten und In­for­ma­tio­nen zu­grei­fen darf und wel­che kon­kre­ten Maß­nah­men Di­enst­leis­ter oder Zu­lie­fe­rer zur Ge­währ­leis­tung der Da­ten­si­cher­heit tref­fen müs­sen. Last, but not least muss kon­trol­liert wer­den, ob die Ge­heim­hal­tungs­ver­ein­ba­rung auch wirk­lich ein­ge­hal­ten wird. Ist das Ge­schäfts­ge­heim­nis erst ein­mal Drit­ten of­fen­bart, ist es kein Ge­heim­nis mehr und so­mit auch nicht mehr ge­schützt. Auch un­ab­hän­gig von ei­nem Ge­heim­nis­schutz lässt sich ver­trag­lich re­geln, wer wel­che

er­hal­ten soll. Da­bei soll­te al­ler­dings dar­auf ver­zich­tet wer­den, ei­nen Ver­trags­part­ner als „Ei­gen­tü­mer“der Da­ten zu be­zeich­nen, so­lan­ge es ein sol­ches Ei­gen­tum an Da­ten nicht gibt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.