Bit­kom-Um­fra­ge: Der Mit­tel­stand ist in Sa­chen Di­gi­ta­li­sie­rung be­ra­tungs­re­sis­tent

Computerwoche - - Markt -

Ei­ner re­prä­sen­ta­ti­ven Er­he­bung des Bit­kom zu­fol­ge ver­su­chen die meis­ten Mit­tel­ständ­ler, die Di­gi­ta­li­sie­rung al­lei­ne zu be­wäl­ti­gen, und holen sich kei­ne Un­ter­stüt­zung von au­ßen. Laut der Stu­die, zu der im Auf­trag des Bran­chen­ver­bands 503 Ge­schäfts­füh­rer und Vor­stands­mit­glie­der be­fragt wur­den, ha­ben 18 Pro­zent der Un­ter­neh­men mit 20 bis 499 Mit­ar­bei­tern be­reits Be­ra­tungs­leis­tun­gen zur di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on des ei­ge­nen Ge­schäfts in An­spruch ge­nom­men. Sechs Pro­zent pla­nen das für die Zu­kunft.

Drei von vier Mit­tel­ständ­lern ga­ben an, dass Be­ra­tung für sie kein The­ma sei. Bei den grö­ße­ren Be­trie­ben mit 500 oder mehr Mi­tar- bei­tern sieht das Bild völ­lig an­ders aus: Rund die Hälf­te (49 Pro­zent) hat ex­ter­ne Be­ra­ter hin­zu­ge­zo­gen, gut je­des fünf­te Un­ter­neh­men (22 Pro­zent) hat da­zu kon­kre­te Plä­ne. Nur 25 Pro­zent der Be­frag­ten die­ser Grup­pe se­hen da­für kei­ne Not­wen­dig­keit.

Ge­fähr­li­che Al­lein­gän­ge

Aus Sicht von Bit­kom-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bernhard Roh­le­der ge­hen Be­trie­be, die sich nur auf sich selbst ver­las­sen, ein ho­hes Ri­si­ko ein: „Die Di­gi­ta­li­sie­rung er­mög­licht nicht nur ei­ne Op­ti­mie­rung von Ge­schäfts­pro­zes­sen, sie er­for­dert den Um­bau be­ste­hen­der und den Auf­bau gänz­lich neu­er Ge­schäfts­mo­del­le.“Ins­be­son­de­re klei­ne­re Be­trie­be stän­den vor dem Pro­blem, die­se Er­kennt­nis in prak­ti­sches Han­deln um­zu­set­zen. Hin­zu kom­me, dass dis­rup­ti­ve In­no­va­tio­nen nur zum Teil in­ner­halb der ei­ge­nen Bran­che ent­wi­ckelt wür­den. Wer hier vor­ne mit da­bei sein wol­le, sei gut be­ra­ten, sich ex­ter­ne Un­ter­stüt­zung zu si­chern und den Aus­tausch mit Star­tups an­zu­stre­ben. Be­son­ders we­nig In­ter­es­se an Di­gi­ta­li­sie­rungs­be­ra­tung gibt es im Han­del. Nur zwölf Pro­zent pla­nen, sich Un­ter­stüt­zung zu holen, oder ha­ben dies be­reits ge­tan. Un­ter den Di­enst­leis­tern ha­ben da­ge­gen be­reits 26 Pro­zent Be­ra­ter en­ga­giert, drei Pro­zent ha­ben das noch vor. In der In­dus­trie sind es 23 Pro­zent, die sich Hil­fe ge­sucht ha­ben.

Die Di­gi­ta­li­sie­rung er­for­dert den Um­bau be­ste­hen­der und den Auf­bau neu­er Ge­schäfts­mo­del­le, sagt Bit­kom-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Bernhard Roh­le­der. Die Um­set­zung sei nicht ein­fach. Mit­tel­stän­di­sche Be­trie­be soll­ten sich ex­ter­ne Un­ter­stüt­zung holen und auch den Aus­tausch mit Star­tups su­chen.

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