Ar­beit für we­ni­ge

Computerwoche - - Markt -

Mit den Fol­gen der Di­gi­ta­li­sie­rung für die Ar­beits­welt von mor­gen be­schäf­tig­te sich auf dem Im­pul­sSum­mit The Next Now der Phi­lo­soph Richard Da­vid Precht. Sei­ner Ein­schät­zung nach wer­den et­li­che Jobs in Zu­kunft weg­fal­len – 40, 50, 60 und mehr Pro­zent der Stel­len, bei­spiels­wei­se in Ban­ken und Ver­si­che­run­gen sei­en auf Dau­er in Ge­fahr. Precht sieht dar­in nicht un­be­dingt et­was Ne­ga­ti­ves: „Es ist ja nicht so, dass Ar­beit im­mer Spaß macht.“Künf­tig wer­de ein Groß­teil der Auf­ga­ben von Ro­bo­tern und IT er­le­digt. In der Fol­ge müs­se ein neu­es Bild der künf­ti­gen Ge­sell­schaft ent­ste­hen. Das ge­lin­ge bis­her je­doch kaum. „Die Po­li­tik agiert nicht, sie re­agiert nur.“Precht brach­te Aspek­te wie ein be­din­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men so­wie ei­ne Re­form der Bil­dungs­po­li­tik ins Spiel. Bis da­to sei es de­ren Auf­ga­be ge­we­sen, mög­lichst ge­nau auf den Ar­beits­markt passende Ab­sol­ven­ten her­vor­zu­brin­gen. Das wer­de al­ler­dings zu­neh­mend schwer, weil „wir den Ar­beits­markt der Zu­kunft gar nicht ken­nen“. Pri­mä­re Bil­dungs­auf­ga­be müs­se sein, star­ke Per­sön­lich­kei­ten her­vor­zu­brin­gen, for­der­te der Phi­lo­soph. Man müs­se die Men­schen be­fä­hi­gen, sich mit sich selbst zu be­schäf­ti­gen und krea­tiv zu sein.

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