Eric Schmidt hat kei­ne Angst vor künst­li­cher In­tel­li­genz – aber vor der Po­li­tik

Computerwoche - - Markt -

Auf der RSA Se­cu­ri­ty Con­fe­rence in San Fran­cis­co hat sich Al­pha­bet-Chair­man Eric Schmidt in ei­nem mo­de­rier­ten Ge­spräch zum The­ma künst­li­che In­tel­li­genz (KI) ge­äu­ßert. Bei Goog­le sei mit KI der Strom­ver­brauch in den Re­chen­zen­tren um 15 Pro­zent ge­senkt wor­den, sag­te er. „Künst­li­che In­tel­li­genz funk­tio­niert dann, wenn ei­ne sehr gro­ße Da­ten­men­ge zur Ver­fü­gung steht, aus der ein Sys­tem ler­nen kann.“

Mit Hil­fe ei­nes neu­ro­na­len Net­zes kon­trol­liert Goog­le stän­dig rund 120 Va­ria­blen in den Da­ta Cen­ters, dar­un­ter die Fans, die Kühl­sys­te­me so­wie di­ver­se Ap­pa­ra­tu­ren. Die KI-Lö­sung wird mit via Sen­sor- tech­nik er­fass­ten Da­ten zu Tem­pe­ra­tur, Ge­räu­schen, Be­we­gun­gen etc. ver­sorgt und er­rech­net so die ef­fi­zi­en­tes­te Kühl­op­ti­on. Die Tech­nik soll auch da­für ein­ge­setzt wer­den, den Aus­bau der Da­ta Cen­ter un­ter Ef­fi­zi­en­z­as­pek­ten op­ti­mal zu pla­nen. Bei Goog­le glaubt man, dass ver­gleich­ba­re Lö­sun­gen auch in Kraft­wer­ken oder der Halb­lei­ter­her­stel­lung ge­nutzt wer­den könn­ten.

Auf die Fra­ge, ob ler­nen­de Sys­te­me nicht au­ßer Kon­trol­le ge­ra­ten und für die Men­schen zur Be­dro­hung wer­den könn­ten, ant­wor­te­te Schmidt ge­las­sen: „Was heu­te mit KI ge­macht wird, ist letzt­end­lich nur das, was wir den Sys­te­men vor­ge­ben und auch kon­trol­lie­ren. Wer­den wir an ei­nen Punkt ge­lan­gen, an dem sich die Sys­te­me selbst kor­ri­gie­ren und ver­bes­sern?“Laut Schmidt mag das ei­ne Dis­kus­si­on wert sein, aber noch be­fin­de sich die KI-For­schung im Klein­kind­sta­di­um.

Sor­gen ma­che er sich eher um die Zu­kunft des of­fe­nen In­ter­nets. Aus ver­meint­li­chen Si­cher­heits­grün­den oder an­de­ren Mo­ti­ven her­aus kön­ne es künf­tig stär­ker kon­trol­liert und über­wacht wer­den. „Ich bin ex­trem be­sorgt über die der­zeit ho­he Wahr­schein­lich­keit, mit der Län­der die Of­fen­heit und In­ter­kon­nek­ti­vi­tät des welt­wei­ten Net­zes ein­schrän­ken könn­ten.“

Goog­le op­ti­mier­te mit künst­li­cher In­tel­li­genz sei­ne welt­wei­ten Da­ta Cen­ters, be­rich­tet Al­pha­bet-Chair­man Eric Schmidt.

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