Co­wor­king ist in: US-Star­t­up We­work er­war­tet mil­li­ar­den­schwe­re Fi­nanz­sprit­ze von Soft­bank

Computerwoche - - Markt -

Kann ein Star­t­up, das 150 Co­wor­king-Spaces in 15 Län­dern be­treibt, mit 20 Mil­li­ar­den Dol­lar be­wer­tet sein? Of­fen­bar ist das mög­lich, wenn man ei­nem Be­richt von „CNBC“glau­ben darf. Dem­nach surft We­work mo­men­tan ganz oben auf der Hy­pe-Wel­le und darf nun mit ei­ner fet­ten Fi­nanz­sprit­ze vom ja­pa­ni­schen Misch­kon­zern Soft­bank rech­nen.

CNBC be­zieht sich auf ei­ne an­ony­me Qu­el­le, wo­nach die New Yor­ker in zwei Tran­chen bis zu vier Mil­li­ar­den Dol­lar er­hal­ten sol­len. Kommt der De­al zu­stan­de, ist We­work über 20 Mil­li­ar­den Dol­lar wert. Wie CNBC be­rich­tet, soll Ma­sayo­shi Son, Mehr­heits­ei­gen­tü­mer von Soft­bank, dem neu­en US-Prä- si­den­ten Do­nald Trump im De­zem­ber letz­ten Jah­res ver­spro­chen ha­ben, 50 Mil­li­ar­den Dol­lar in den USA zu in­ves­tie­ren. Wie es scheint, wird We­work ei­nes der grö­ße­ren In­vest­ments das ja­pa­ni­schen Mil­li­ar­därs.

Neue Welt der Ar­beit

War­um wird das Un­ter­neh­men so hoch ge­han­delt? Wer ei­ne Co­wor­king-Lo­ca­ti­on von We­work be­tritt, fühlt sich wie in ei­ner hip­pen Ho­tel­lob­by, wo ihn nicht nur ei­ne prak­ti­sche und phan­ta­sie­vol­le Ar­beits­welt – teil­wei­se von Künst­lern gestal­tet – er­war­tet, son­dern auch je­de Men­ge Ser­vices. In Ber­lin et­wa ar­bei­ten Teams von bis zu 100 Per­so­nen in licht­durch­flu­te­ten Räu­men mit Trenn­wän­den aus Glas. Sie nut­zen schnel­les In­ter­net, Mul­ti­funk­ti­ons­ge­rä­te auf al­len Eta­gen, Te­le­fon­ka­bi­nen für pri­va­te An­ru­fe, kos­ten­lo­se Ge­trän­ke, Früch­te, Ser­vice­per­so­nal und vie­les mehr. Be­son­ders wich­tig ist We­work das Com­mu­ni­ty-Buil­ding un­ter den Mie­tern: Sprech­stun­den mit Ven­ture Ca­pi­ta­lists und Bran­chen­pro­fis ge­hö­ren zum An­ge­bot, eben­so Sport, Spiel und Spaß. Ge­mein­sam ist man stark, wes­halb We­work ei­ni­gen Di­enst­leis­tern be­son­de­re Kon­di­tio­nen für sei­ne Mit­glie­der ab­ge­run­gen hat. Das gilt für Per­so­nal­dienst­leis­tun­gen (TriNet), Buch­hal­tungs­ser­vices (in­Di­ne­ro), Lie­fe­run­gen (UPS) und Bank­diens­te (Cha­se). Or­ga­ni­siert wird all das über die We­work-App.

Co­wor­king-Spaces sind nicht nur für Star­tups, son­dern auch für Tra­di­ti­ons­kon­zer­ne in­ter­es­sant. Sie bie­ten vie­le Ser­vices, ei­ne an­ge­neh­me Ar­beits­at­mo­sphä­re und ein nütz­li­ches Net­wor­king-Kli­ma.

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