SAP-CIO Sauer­es­sig zeigt den di­gi­ta­len Ar­beits­platz der nächs­ten Ge­ne­ra­ti­on

Computerwoche - - Job & Karriere - Von Flo­ri­an Mai­er, Re­dak­teur

Mit Tho­mas Sauer­es­sig hat SAP vor Kur­zem ei­nen „Di­gi­tal Na­ti­ve CIO“eta­bliert. Auf den dies­jäh­ri­gen Ham­bur­ger IT-Stra­te­gie­ta­gen gab der jun­ge IT-Chef Ein­bli­cke in die Di­gi­ta­li­sie­rungs- und Trans­for­ma­ti­ons­be­mü­hun­gen des deut­schen Soft­ware­her­stel­lers.

Sei­ne Rol­le als CIO von SAP sei ge­prägt von zwei we­sent­li­chen Her­aus­for­de­run­gen, so Sauer­es­sig in sei­nem Vortrag: dem Ge­währ­leis­ten sta­bi­ler IT-Sys­te­me und dem Er­ar­bei­ten in­no­va­ti­ver Ide­en. Auf­grund der Tat­sa­che, dass SAP als Soft­ware­her­stel­ler we­der La­ger­hal­len noch Fa­b­ri­ken oder Fließ­bän­der be­trei­be, blei­be nur ein Weg zur wei­te­ren Stei­ge­rung der Pro­duk­ti­vi­tät: die Op­ti­mie­rung der Ar­beits­pro­zes­se.

Das möch­ten die Wall­dor­fer durch das Ver­knüp­fen neu­er Ge­schäfts­mo­del­le mit dem di­gi­ta­len Ar­beits­platz er­rei­chen. Ein Pro­jekt, das sich noch in ei­ner frü­hen Pha­se be­fin­det, zeigt, wo­hin die Rei­se ge­hen könn­te: Auf der Büh­ne der IT-Stra­te­gie­ta­ge 2017 de­mons­trier­te SAPs IT-Chef den di­gi­ta­len Ar­beits­platz der Zu­kunft. Die Zutaten: Aug­men­ted Rea­li­ty (AR), Ma­chi­ne Le­arning und künst­li­che In­tel­li­genz.

Kon­kret heißt das: Mit­tels ei­nes AR-De­vice wie Mi­cro­softs Ho­lo­lens wird das Bü­ro schlicht „mit­ge­nom­men“. Ge­schäfts­pro­zes­se und Bu­si­ness-Soft­ware wer­den ins Sicht­feld pro­ji­ziert und er­mög­li­chen orts-und zeit­un­ab­hän­gi­ge Work­flows. Die Früh­pha­se des Pro­jekts „Di­gi­tal Of­fice“ma­ni­fes­tier­te sich in Ham­burg al­ler­dings zu­nächst dar­in, dass ein Neu­start der De­vices nö­tig wur­de. Das aber, so sag­te Sauer­es­sig, sei eben die Na­tur von Ex­pe­ri­men­ten: Ab und an geht auch et­was schief.

Von Po­ké­mon zur di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on

War­um glaubt SAP an Aug­men­ted Rea­li­ty? Da­zu holt CIO Sauer­es­sig aus: Ins­be­son­de­re die kos­ten­lo­se Ga­ming-App Po­ké­mon Go ha­be da­für ge­sorgt, dass aus dem ehe­ma­li­gen Buz­zword ei­ne Main­stream-Tech­nik ge­wor­den sei, die in­ner­halb von nur zwei Wo­chen rund 100 Mil­lio­nen Men­schen er­reicht ha­be. Dis­rup­ti­ve Ge­schäfts­ide­en im All­ge­mei­nen – et­wa die von Net­flix oder Airb­nb – präg­ten un­ser al­ler Le­ben. Vor al­lem aber sorg­ten Trends wie Po­ké­mon Go für ver­än­der­te Er­war­tun­gen der Nut­zer. Das be­tref­fe auch die An­wen­der von Bu­si­ness-Soft­ware.

Ein re­la­tiv klei­nes Pro­jekt in der Früh­pha­se kann laut Sauer­es­sig zei­gen, wor­auf es bei der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on an­kommt: Men­schen von Tech­no­lo­gi­en zu be­geis­tern und sie auf die Trans­for­ma­ti­ons­rei­se mit­zu­neh­men. Das er­for­de­re al­ler­dings oft auch ei­nen Kul­tur­wan­del, der sich über sämt­li­che Un­ter­neh­mens­be­rei­che er­stre­cke. Denn nicht nur die IT – auch Ver­trieb, Mar­ke­ting oder die Fi­nanz­ab­tei­lung sei­en vom di­gi­ta­len Wan­del be­trof­fen und müss­ten ein­be­zo­gen wer­den. Letzt­lich, so der SAP-CIO, sei es aber egal, wie gut die Ma­schi­nen in Zu­kunft wer­den – ei­nes wür­den sie nicht so schnell kön­nen, näm­lich Krea­ti­vi­tät und Em­pa­thie zei­gen: „Des­we­gen ist es ein Key Fac­tor für ei­ne er­folg­rei­che di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on, die Mit­ar­bei­ter mit­zu­neh­men.“

Tho­mas Sauer­es­sig, SAP: „Es ist ein Key Fac­tor für ei­ne er­folg­rei­che di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on, die Mit­ar­bei­ter mit­zu­neh­men.“

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