Die smar­ten Ide­en der Te­le­kom

Mit IoT-Star­ter­pa­ke­ten will die Deut­sche Te­le­kom Un­ter­neh­men das In­ter­net of Things (IoT) schmack­haft ma­chen. Au­ßer­dem hat der Car­ri­er den Roll­out sei­ner Schmal­band-Funk­tech­nik Nar­ro­wBand IoT (NB-IoT) an­ge­kün­digt.

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Rund um das In­ter­net of Things hat sich die Deut­sche Te­le­kom ei­ni­ges ein­fal­len las­sen, wie auf der Ce­BIT zu se­hen war. Glä­ser mit in­te­grier­tem Chip auf ei­ner ver­netz­ten The­ke et­wa oder ei­ne smar­te Park­platz­su­che.

Die Te­le­kom hat auf der Ce­BIT ein Star­ter­pa­ket zum In­ter­net of Things (IoT) vor­ge­stellt. Un­ter­neh­men kön­nen da­mit ei­nen Ein­stieg in die Ver­net­zung von Ma­schi­nen und Ge­rä­ten fin­den, um die­se lo­ka­li­sie­ren, über­wa­chen und vor­aus­schau­end war­ten zu kön­nen, hieß es. Zum An­ge­bot ge­hö­ren Sen­so­ren, die die Po­si­ti­on so­wie Tem­pe­ra­tur, Er­schüt­te­rung oder Feuch­tig­keit mes­sen. Ein Mo­bil­funk­mo­dul sen­det die Da­ten zu ei­ner IoT-Platt­form, wo Nut­zer sie über ein Web-Por­tal ab­ru­fen kön­nen.

Au­ßer­dem ar­bei­tet das TK-Un­ter­neh­men mit dem Star­t­up „Ro­am­bee“zu­sam­men, das ein­fach ein­setz­ba­re Sen­so­ren für die Nach­ver­fol­gung von Lie­fe­run­gen per Lkw, Con­tai­ner­schiff oder Luft­fracht an­bie­tet. Echt­zeit­in­for­ma­tio­nen sol­len An­wen­dern hel­fen, über den Ort der Fracht so­wie über Pa­ra­me­ter wie Tem­pe­ra­tur, Luft­druck, Er­schüt­te­rung oder Luft­feuch­tig­keit auf dem Lau­fen­den zu blei­ben.

Nar­ro­wBand IoT im Ein­satz

Die eben­falls vor­ge­stell­te Schmal­band-Funk­tech­nik Nar­ro­wBand IoT (NB-IoT) zeich­net sich den An­ga­ben zu­fol­ge durch ho­he Reich­wei­te und Ge­bäu­de­durch­drin­gung bei gleich­zei­tig nied­ri­gem Ener­gie­ver­brauch und nied­ri­gem Stück­preis der Mo­du­le aus. Wie die Te­le­kom ver­si­chert, er­mög­licht NB-IoT hoch­s­ka­lier­ba­re An­wen­dun­gen, die zu­vor tech­nisch oder wirt­schaft­lich nicht rea­lis­tisch wa­ren.

Der TK-Rie­se prä­sen­tier­te hier­zu das Bei­spiel des deut­schen Ener­gie­dienst­leis­ters Is­ta, der rund 15 Mil­lio­nen ver­netz­te Was­ser- und Wär­me­zäh­ler für Haus­hal­te in Eu­ro­pa be­treibt. Er ver­traut auf ei­ne NB-IoT-ba­sier­te Lö­sung für ver­netz­te Wohn- und Ge­schäfts­ge­bäu­de. Da­bei wird der Ener­gie­ver­brauch auf­ge­zeich­net, auf ei­nem Dis­play dar­ge­stellt und auch gleich ab­ge­rech­net. Zu­dem ar­bei­ten die Bon­ner an ei­ner „Smart-Par­king-Sta­ti­on“: Au­to­fah­rer wer­den über ei­ne App auf freie Park­plät­ze auf­merk­sam ge­macht und ge­lan­gen mit we­ni­gen Klicks zu­gleich an ei­nen Park­schein. Der Ser­vice soll Städ­ten hel­fen, Park­flä­chen bes­ser aus­zu­las­ten, die Ein­nah­men zu er­hö­hen und den Ver­kehr auf ih­ren Stra­ßen zu re­du­zie­ren.

Auf der Ce­BIT war au­ßer­dem ein Pro­jekt mit dem Glä­ser­pro­du­zen­ten Ras­tal zu se­hen. Das vor­ge­stell­te „Smart­glass“ver­fügt über ei­nen in­te­grier­ten Chip, der In­for­ma­tio­nen zu Füll­men­ge, Ge­trän­ke­sor­te, Zeit­punkt und Ort des Aus­schanks ent­hält. Wird die­ses Glas nun auf die „Smart­bar“ge­stellt, liest die­se die In­for­ma­tio­nen aus und schickt sie über die in­te­grier­te SIM-Kar­te an die Te­le­kom-Cloud. Dort wer­den die Da­ten ge­sam­melt, aus­ge­wer­tet und ge­ge­be­nen­falls über Dash­boards vi­sua­li­siert. Be­trei­ber von Schankthe­ken kön­nen nun in Echt­zeit se­hen, wel­che The­ke wel­chen Ge­trän­ke­ver­brauch hat, oder Ver­brauchs­sta­tis­ti­ken im Nach­hin­ein ge­schäfts­op­ti­mie­rend aus­wer­ten.

Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on via NFC

Die ver­netz­ten Glä­ser sol­len zu­dem ei­ne neue Art der Kun­den­in­ter­ak­ti­on er­mög­li­chen. Über ein NFC-fä­hi­ges Smart­pho­ne kön­nen auch die kon­su­mie­ren­den Gäs­te den Chip mit­tels ei­ner von der Te­le­kom ent­wi­ckel­ten App aus­le­sen. Der Gas­tro­nom hat nun die Mög­lich­keit, über Ge­winn­spie­le oder Bo­nus­pro­gram­me mit sei­nen Kun­den in In­ter­ak­ti­on zu tre­ten. Auch On­li­ne-Be­stel­lun­gen wer­den so mög­lich. Die Whi­te-La­bel-App ist im Bau­kas­ten­prin­zip kon­zi­piert und kann an je­de Bran­che und je­den Kun­den in­di­vi­du­ell an­ge­passt wer­den.

Prost Mahl­zeit: Wem an der The­ke lang­wei­lig ist, der kann sich künf­tig mit sei­nem Smart­glass un­ter­hal­ten.

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