Viel Frei­raum für die Mit­ar­bei­ter

Zum fünf­ten Mal in Fol­ge hat sich Mai­bornWolff den ers­ten Platz bei Gre­at Place to Work in der Grö­ßen­klas­se 101 bis 500 Mit­ar­bei­ter ge­si­chert. Das Be­ra­tungs­haus pro­biert im­mer wie­der Neu­es aus, um Mit­ar­bei­ter zu mo­ti­vie­ren.

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Der Dau­er­sie­ger Mai­bornWolff, ein Be­ra­tungs­haus aus Mün­chen, pro­biert im­mer wie­der Neu­es aus, um Mit­ar­bei­ter zu mo­ti­vie­ren.

Vor fünf Jah­ren er­ober­te Mai­bornWolff mit gut 50 Mit­ar­bei­tern Platz eins. In­zwi­schen sind es 250 Be­schäf­tig­te, doch den ers­ten Platz hat die IT-Be­ra­tung nicht mehr ab­ge­ge­ben. Der Er­folg ba­siert dar­auf, dass Mai­bornWolff sei­ne Ar­beits­kul­tur im­mer wie­der hin­ter­fragt und viel Neu­es aus­pro­biert. Zen­tra­ler An­ker­punkt ist das Be­stre­ben, den Mit­ar­bei­tern viel Frei­raum und Ver­ant­wor­tung ein­zu­räu­men.

Das be­ginnt im Klei­nen: Nie­mand muss Ur­laubs­an­trä­ge stel­len, ei­ne ein­fa­che Ab­spra­che im Team reicht aus. Ge­schäfts­füh­rer Vol­ker Mai­born: „Hier­ar­chi­en las­sen sich nicht von heu­te auf mor­gen ab­schaf­fen, doch wir Ge­schäfts­füh­rer ge­ben schritt­wei­se im­mer mehr Ver­ant­wor­tung ab. Wir ver­su­chen, den Mit­ar­bei­tern bei­zu­brin­gen, selbst zu ent­schei­den, auch wenn es et­was Geld kos­tet. Je nä­her man an ei­ner Sa­che dran ist, des­to bes­se­re Ent­schei­dun­gen kann man tref­fen.“In sei­nen Au­gen hät­te ei­ne Mit­ar­bei­te­rin zum Bei­spiel nicht fra­gen müs­sen, ob sie ein Wurf­mi­kro­fon kau­fen darf, um die Fra­ge­run­de am Jah­res­ab­schluss­tag auf­zu­lo­ckern. „Da wir den Mit­ar­bei­tern Frei­raum ge­ben, das zu tun, wo­für sie bren­nen, ent­ste­hen nicht nur Be­geis­te­rung, son­dern auch vie­le in­no­va­ti­ve Ide­en“, be­ob­ach­tet Mai­born. „Die­se münden dann in neue Leis­tungs­pa­ke­te, die un­se­ren Kun­den wei­ter­hel­fen.“

Je­der kann fünf Ta­ge for­schen

Bei der IT-Be­ra­tung kann je­der Mit­ar­bei­ter fünf Ta­ge im Jahr Tech­no­lo­gi­en eva­lu­ie­ren, zu Me­tho­den for­schen oder Ver­bes­se­run­gen für das Team ent­wi­ckeln. Für 2017 pla­nen die Münch­ner mit ei­nem In­vest von 750.000 Eu­ro. Die Band­brei­te der 20 lau­fen­den For­schungs­pro­jek­te reicht von Soft­ware­städ­ten in Vir­tu­al Rea­li­ty über ei­nen An­dro­id-De­ve­lop­ment-Leit­fa­den bis hin zum In­noSen­sor, der Trends in gro­ßen Da­ten­men­gen in Echt­zeit vi­sua­li­siert. „Es macht die Leu­te un­heim­lich zu­frie­den, wenn sie ih­rem ei­ge­nen fach­li­chen An­spruch ge­recht wer­den, neue Tech­no­lo­gi­en aus­pro­bie­ren und viel­leicht auch noch in be­ste­hen­de oder neue Kun­den­pro­jek­te ein­brin­gen kön­nen“, hat Pe­tra Mey­er, Pres­se­spre­che­rin bei Mai­bornWolff, be­ob­ach­tet.

Die­se Ein­stel­lung er­leich­tert auch die Ar­beit von Simon Ei­sen­ried. „Die Be­wer­ber mer­ken, wenn wir uns für The­men wie Aug­men­ted Rea­li­ty in­ter­es­sie­ren. Für Ab­sol­ven­ten ist das wich­tig“, sagt der Lei­ter Re­cruit­ing. Die vie­len neu­en Mit­ar­bei­ter fin­den er und sein Team oh­ne Per­so­nal­be­ra­ter. „Wir neh­men uns im­mer viel Zeit für die Kan­di­da­ten, die wir zum Vor­stel­lungs­ge­spräch ein­la­den. Das kann bis zu fünf St­un­den dau­ern, al­ler­dings mit wech­seln­den An­sprech­part­nern“, so Ei­sen­ried über die Per­so­nal­aus­wahl, die auch ver­bind­lich ist: Nach den Ge­sprä­chen geht der ge­eig­ne­te Kan­di­dat mit ei­nem An­ge­bot nach Hau­se.

Drei Ta­ge ge­mein­sam ler­nen, sich aus­tau­schen und Spaß ha­ben: die Mit­ar­bei­ter von Mai­bornWolff beim jähr­li­chen Fir­men­se­mi­nar.

Vol­ker Mai­born, Mai­bornWolff: „Wir ver­su­chen, den Mit­ar­bei­tern bei­zu­brin­gen, mehr selbst zu ent­schei­den. Je nä­her man an ei­ner Sa­che dran ist, des­to bes­ser kann man ent­schei­den.“

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