Das sind Deutsch­lands bes­te ITK-Ar­beit­ge­ber 2017

Der Gre­at-Place-to-Work-Wett­be­werb prä­mier­te zum fünf­ten Mal 65 ITK-Ar­beit­ge­ber auf der Ce­BIT: Vec­tor In­for­ma­tik, Ado­be, Mai­bornWolff, QA­wa­re und Pent­land Firth hei­ßen die Erst­plat­zier­ten in den fünf Grö­ßen­klas­sen.

Computerwoche - - Job & Karriere - Von Alex­an­dra Mes­mer, Re­dak­teu­rin

Was macht ei­nen groß­ar­ti­gen Ar­beit­ge­ber aus? Die­ser Fra­ge ging der Bench­mark-Wett­be­werb Gre­at Place to Work in der ITK zum fünf­ten Mal nach. 130 Fir­men mit 40.000 Be­schäf­tig­ten stell­ten sich der Mit­ar­bei­ter­be­fra­gung und der Be­wer­tung ih­rer Per­so­nal­ar­beit.

81 Pro­zent der Mit­ar­bei­ter ha­ben ih­re Ar­beit­ge­ber nach Kri­te­ri­en wie Ver­trau­en in Füh­rungs­kräf­te, Te­am­geist oder be­ruf­li­che Ent­wick­lung be­wer­tet. In an­de­ren Bran­chen liegt die Teil­nah­me­quo­te bei ma­xi­mal 70 Pro­zent. Se­bas­ti­an Die­fen­bach, Pro­jekt­lei­ter des Wett­be­werbs, freut sich über „die un­ver­än­dert ho­he Teil­neh­mer­quo­te. Dies ist ein star­kes Zei­chen da­für, dass sich in den bes­ten ITK-Fir­men ei­ne aus­ge­präg­te Feed­back-Kul­tur eta­bliert hat.“

Of­fe­ne Kommunikation und Feed­back

Of­fe­ne Kommunikation und Feed­back sind wich­ti­ge Merk­ma­le, die ei­nen groß­ar­ti­gen Ar­beits­platz aus­zeich­nen. So agiert Vec­tor In­for­ma­tik, das den ers­ten Platz in der Grö­ßen­klas­se der Un­ter­neh­men mit über 1000 Be­schäf- tig­ten er­rang, trotz sei­ner 1800 Mit­ar­bei­ter noch wie das In­ge­nieur­bü­ro aus Grün­der­ta­gen, mit of­fe­nen Tü­ren und greif­ba­ren Ge­schäfts­füh­rern, die je­den Ein­stei­ger per­sön­lich will­kom­men hei­ßen (sie­he Sei­te 42).

Te­am­geist ist ein an­de­res wich­ti­ges Ele­ment, so Die­fen­bach: „Im­mer häu­fi­ger ar­bei­ten ITKUn­ter­neh­men in Pro­jek­ten agil. Dis­zi­pli­na­ri­sche Hier­ar­chi­en ver­schwin­den, und Team­ar­beit ge­winnt im­mens an Be­deu­tung. Kul­tu­rell för­dern und un­ter­stüt­zen die Un­ter­neh­men da­her die Ent­wick­lung ei­nes star­ken Te­am­geists, in­dem sie sys­te­ma­tisch Ver­ant­wor­tung de­le­gie­ren, Mit­ar­bei­ter zu Gestal­tern der Ar­beits­platz­kul­tur ma­chen und ih­nen die Frei­räu­me ge­ben, die sie er­war­ten.“

Raum für neue Ide­en

Für den Münch­ner IT-Di­enst­leis­ter Mai­bornWolff, der be­reits im fünf­ten Jahr in Fol­ge zum bes­ten Ar­beit­ge­ber sei­ner Grö­ßen­klas­se ge­wählt wur­de (Sei­te 43), ist Frei­raum zen­tra­ler An­ker­punkt der Un­ter­neh­mens­kul­tur. Der zeigt sich be­reits im Klei­nen: Mit­ar­bei­ter müs­sen

kei­ne Ur­laubs­an­trä­ge stel­len, son­dern sich nur im Team ab­spre­chen, wenn sie frei­neh­men wol­len. Zu­dem kann je­der fünf Ta­ge im Jahr über neue Me­tho­den for­schen, Tech­no­lo­gi­en in For­schungs­pro­jek­ten eva­lu­ie­ren und Ver­bes­se­run­gen für das Team ent­wi­ckeln. Die Band­brei­te reicht von Soft­ware­städ­ten in Vir­tu­al Rea­li­ty über Block­chain-Hands-on bis zu ei­nem In­noT­ree, der Trends in gro­ßen Da­ten­men­gen in Echt­zeit vi­sua­li­siert. Ein In­vest­ment von über 750.000 Eu­ro im Jahr, das sich in den Au­gen von Ge­schäfts­füh­rer Vol­ker Mai­born mehr als aus­zahlt: „Da wir den Mit­ar­bei­tern Frei­raum ge­ben, das zu tun, wo­für sie bren­nen, ent­ste­hen Be­geis­te­rung und vie­le in­no­va­ti­ve Ide­en. Die­se münden in neue Leis­tungs­pa­ke­te, die den Kun­den wei­ter­hel­fen.“

Raum für Be­geg­nung

Die Preis­trä­ger för­dern ge­zielt den Zu­sam­men­halt. Das be­ginnt mit dem re­gel­mä­ßi­gen fach­li­chen Aus­tausch mit den Ge­schäfts­füh­rern, meist ver­bun­den mit ei­nem Es­sen. Da­zu kom­men sport­li­che Ak­ti­vi­tä­ten wie Fir­men­läu­fe, Fuß­ball­spie­le oder Paint­ball und La­ser­tag. Am größ­ten ist das In­vest­ment, wenn die gan­ze Fir­ma auf Rei­sen geht, um meh­re­re Ta­ge ge­mein­sam zu ler­nen, sich aus­zu­tau­schen und auch zu fei­ern. Die Münch­ner QA­wa­re (Sei­te 44), er­neut Sie­ger in der Grö­ßen­klas­se der Un­ter­neh­men mit 50 bis 100 Mit­ar­bei­tern, hat er­kannt, dass en­ger Zu­sam­men­halt Raum für Be­geg­nung braucht. Aus­ge­stat­tet mit Kü­che, Ki­cker, Be­spre­chungs­zo­nen und ei­nem Spie­le­be­reich mit VR-Bril­len, soll der 500 Qua­drat­me­ter gro­ße Auf­ent­halts­raum Platz und At­mo­sphä­re für vie­les bie­ten: neue Ar­beits­mo­del­le, ge­mein­sa­mes Ar­bei­ten auch in grö­ße­ren Grup­pen, spie­le­ri­sches Ken­nen­ler­nen und Aus­pro­bie­ren neu­er Tech­ni­ken durch Kun­den, das mo­nat­li­che Fir­men­mee­ting, das Or­ga­ni­sie­ren von Mee­tups über Fir­men­gren­zen hin­weg.

Zuf­rie­de­ne Mit­ar­bei­ter ma­chen er­folg­reich

Im IT-Be­ra­tungs- und Pro­jekt­ge­schäft bleibt oft we­nig Zeit für Wei­ter­bil­dung der Mit­ar­bei­ter. Im Zwei­fel geht im­mer der Kun­de vor, der Pro­jekt­druck ist hoch. Dass je­der Mit­ar­bei­ter in den aus­ge­zeich­ne­ten ITK-Un­ter­neh­men im Durch­schnitt auf 41 Wei­ter­bil­dungs­stun­den im Jahr kommt, ist da­her be­ein­dru­ckend. Auch klei­ne­re Fir­men in­ves­tie­ren viel in das Know­how ih­rer Mit­ar­bei­ter. Pent­land Firth Soft­ware, Sie­ger in der Grö­ßen­klas­se der Fir­men mit we­ni­ger als 50 Mit­ar­bei­tern (Sei­te 45), ver­bin­det je­den Mo­nat Wei­ter­bil­dung mit Aus­tausch und Te­am­buil­ding. Zu den Lo­cal-Of­fice-Trai­nings fin­den sich al­le Mit­ar­bei­ter ein, stel­len Ide­en und ak­tu­el­le The­men vor und ge­hen auch schon mal zum Bub­ble­soc­cer.

Für Die­fen­bach hat der Wett­be­werb ge­zeigt: „Sind wich­ti­ge Rah­men­be­din­gun­gen für das Ar­beits­er­le­ben wie Par­ti­zi­pa­ti­on, Li­fe-Ba­lan­ce oder Ge­sund­heits­för­de­rung an den Wün­schen der Mit­ar­bei­ter aus­ge­rich­tet, wirkt sich das po­si­tiv auf Mo­ti­va­ti­on und Leis­tungs­be­reit­schaft aus. Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und Iden­ti­fi­ka­ti­on mit dem Un­ter­neh­men wer­den zum Ka­ta­ly­sa­tor für den Un­ter­neh­mens­er­folg.“So schätz­ten die Sie­ger­un­ter­neh­men sich im Ver­gleich zum Bran­chen­durch­schnitt als über­durch­schnitt­lich in­no­va­tiv und wachs­tums­stark ein.

Ler­nen kann auch Spaß ma­chen: die Mit­ar­bei­ter von Pent­land Firth Soft­ware beim mo­nat­li­chen Lo­cal Of­fice Trai­ning. Mehr da­zu auf Sei­te 45.

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