Frei­be­ruf­ler sind ein knap­pes Gut

Ver­mitt­ler­bör­sen kämp­fen um die bes­ten Ta­len­te in ih­ren Pools.

Computerwoche - - Vorderseite - Von Alex­an­der Ja­ke Frei­mark, frei­er Jour­na­list in Bad Ai­b­ling

Für die ei­nen sind es gu­te Nachrichten, an­de­re wie­der­um se­hen die Ent­wick­lung mit Sor­ge: Es man­gelt seit ge­rau­mer Zeit an IT-Fach­kräf­ten. Nach Be­rech­nun­gen des Ver­bands Deut­scher In­ge­nieu­re (VDI) wur­den 2016 ins­ge­samt 28.800 of­fe­ne Stel­len für In­for­ma­ti­ker ge­mel­det – 23 Pro­zent mehr als im Vor­jahr. Dem­nach kom­men heu­te auf ei­nen ar­beits­los ge­mel­de­ten In­for­ma­ti­ker 3,5 of­fe­ne Stel­len. Laut Bit­kom-Ver­band sind ins­ge­samt so­gar rund 51.000 Po­si­tio­nen in der IT un­be­setzt, da­von 30.000 in An­wen­der­un­ter­neh­men. Die Ent­wick­lung schlägt sich auch in der „IT-Frei­be­ruf­ler-Stu­die 2017“der COMPUTERWOCHE nie­der: So schät­zen in­zwi­schen über 50 Pro­zent der Un­ter­neh­men die Be­deu- tung von ex­ter­nen IT-Fach­kräf­ten in zwei Jah­ren als groß bis sehr groß ein. In den Vor­jah­ren lag der An­teil noch bei 30 (2015) be­zie­hungs­wei­se 44 (2016) Pro­zent.

Fre­e­lan­cer sind ein pro­ba­tes Mit­tel, um ei­ne an­ge­spann­te Per­so­nal­si­tua­ti­on zu lin­dern und sich fach­li­ches Know-how ins Haus zu ho­len. „So­wohl das An­ge­bot als auch die Nach­fra­ge nach Frei­be­ruf­lern ha­ben im ver­gan­ge­nen Jahr er­neut an­ge­zo­gen“, be­stä­tigt Ste­fan Sy­ma­n­ek, Mar­ke­ting-Lei­ter der Gulp In­for­ma­ti­on Ser­vices Gm­bH in Mün­chen. Er be­ruft sich auf den Pro­jekt­markt­in­dex des Un­ter­neh­mens, wo­nach 2016 das Jahr mit den meis­ten Pro­jekt­an­fra­gen an re­gis­trier­te Fre­e­lan­cer ge­we­sen sei. Zu­dem stie­gen auch die An­fra­gen pro of­fe­ne Pro­jekt­po­si­ti­on an die Fre­e­lan­cer: „Im Schnitt stell­ten un­se­re Re­cruit­ing-Spe­zia­lis­ten 13,4 An­fra­gen, bis der passende Ex­per­te ge­fun­den wer­den konn­te.“Die Grün­de: Ei­ner­seits sei der Pro­jekt­markt zum Kan­di­da­ten­markt ge­wor­den, und die Frei­be­ruf­ler könn­ten sich größ­ten­teils ih­re Pro­jek­te aus­su­chen. Auf der an­de­ren Sei­te wür­den die Pro­jek­te und An­for­de­run­gen im­mer viel­ge­stal­ti­ger und kom­ple­xer, so dass auch der Be­darf an Fre­e­lan­cern im­mer spe­zi­fi­scher wer­de.

Frü­her reich­te das Te­le­fon

„Die Un­ter­neh­men möch­ten ab­so­lu­te Spe­zia­lis­ten – das be­deu­tet auch, dass wir als Di­enst­leis­ter noch stär­ker ge­for­dert sind“, sagt Lu­uk Hou­te­pen, Di­rec­tor Business De­ve­lop­ment in der DACH-Re­gi­on beim Per­so­nal­dienst­leis­ter Sthree. Par­al­lel ver­schär­fe sich der Wett­be­werb zwi­schen den Kun­den: Wer be­kommt den Zu­schlag des Frei­be­ruf­lers zu­erst? „Sa­lopp aus­ge­drückt, ha­ben in der Ver­gan­gen­heit un­se­re ei­ge­ne Da­ten­bank und das Te­le­fon aus­ge­reicht. Heu­te müs­sen wir auf ver­schie­dens­ten We­gen ver­su­chen, Frei­be­ruf­ler zu fin­den und zu ge­win­nen.“Zur Ar­beit zäh­len et­wa Fre­e­lan­cer-Netz­wer­ke, ver­schie­de­ne So­ci­al Net­works oder die Teil­nah­me an fach­be­zo­ge­nen Events.

Die der­zei­ti­ge Si­tua­ti­on be­zeich­net Hou­te­pen al­ler­dings als „Wi­der­spruch in sich“: „Ob­wohl Su­che und Ver­mitt­lungs­ar­beit we­sent­lich auf­wen­di­ger sind als frü­her, wird von Per­so­nal­dienst­leis­tern zu­neh­mend ver­langt, dass sie ih­ren Ser­vice mög­lichst güns­tig an­bie­ten.“

Ei­ni­ge Fir­men ar­bei­ten mit Dum­ping-Prei­sen

Der Markt lei­de schon seit Jah­ren un­ter ei­nem ho­hen Preis­druck, be­stä­tigt Bernd Sau­er, Vor­stand der Goetz­fried AG: „Ge­trie­ben wird die Ent­wick­lung durch die Kon­so­li­die­rung sei­tens der Kun­den so­wie durch klei­ne An­bie­ter, die mit Dum­ping­prei­sen teil­wei­se un­ter der Ren­ta­bi­li­täts­gren­ze zu ei­ner Ver­zer­rung bei­tra­gen.“Trotz der star­ken Nach­fra­ge und des Eng­pas­ses an ex­ter­nen Spe­zia­lis­ten sei es bis da­to noch zu kei­ner Preis­er­hö­hung ge­kom­men. „Wir ge­hen je­doch da­von aus, dass dies in den nächs­ten Jah­ren nach­ge­holt wird.“In der Zwi­schen­zeit wach­se laut Sau­er die Lü­cke zwi­schen An­ge­bot und Nach­fra­ge, was zu ei­ner ver­län­ger­ten Ab­wick­lung von Di­gi­ta­li­sie­rungs-und Trans­for­ma­ti­ons­pro­jek­ten führt.

Ma­xim Pro­bo­jce­vic, Mar­ke­ting-Lei­ter bei Sol­com, be­rich­tet von ei­ner Aus­dif­fe­ren­zie­rung bei den Skills, wäh­rend sich der Markt wei­ter be­schleu­nigt: „Der Zei­t­raum zwi­schen Be­darfs­ana­ly­se und Be­set­zung wird im­mer klei­ner, so dass bei man­chen An­for­de­run­gen die Su­che nach dem pas­sen­den frei­be­ruf­li­chen Ex­per­ten auf­wen­di­ger wird.“Mit der Kom­ple­xi­tät der The­men und Tech­no­lo­gi­en wür­den zu­dem die Er­war­tun­gen der Kun­den hin­sicht­lich Be­ra­tung und Ein­satz­pla­nung stei­gen, auch an­ge­sichts der recht­li­chen Im­pli­ka­tio­nen in der ad­mi­nis­tra­ti­ven Aus­ge­stal­tung.

Preis bleibt wei­ter­hin wich­ti­ges Kri­te­ri­um

Die stei­gen­de Be­deu­tung des Preis-Leis­tungs­Ver­hält­nis­ses, wie sie die ak­tu­el­le CW-Frei­be­ruf­ler­stu­die bei den Ein­satz­un­ter­neh­men iden­ti­fi­ziert hat, sieht Pro­bo­jce­vic eher ge­las­sen, schließ­lich ha­be der Preis für Un­ter­neh­men schon im­mer ei­ne Rol­le ge­spielt: „Auf Sei­ten der Di­enst­leis­ter be­stand die Her­aus­for­de­rung seit je­her, An­ge­bot und Nach­fra­ge ab­zu­glei­chen und in Ein­klang zu brin­gen.“Oh­ne grö­ße­re An­pas­sun­gen scheint dies je­doch nicht mehr zu funk­tio­nie­ren. „Ein Per­so­nal­dienst­leis­ter muss sich lö­sungs­ori­en­tier­ter am Markt plat­zie­ren – der rei­ne Ver­triebs­ka­nal für Frei­be­ruf­ler und ein Per­so­nal­lie­fe­rant für Ein­satz­un­ter­neh­men rei­chen nicht mehr aus“, sagt Mar­kus Reef­schlä­ger, Ge­schäfts­füh­rer der Ge­co Deutsch­land Gm­bH. Da­her rü­cke das Un­ter­neh­men Be­ra­tungs­leis­tun­gen und wei­ter­füh­ren­de Ser­vices noch stär­ker in den Fo­kus.

Kun­den er­war­ten Open-Book-Po­li­cy

Auch der Per­so­nal­dienst­leis­ter Qu­es­tax wird als Fol­ge der ver­än­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen ne­ben der Fo­kus­sie­rung auf spe­zi­el­le The­men­ge­bie­te die ei­ge­ne Ser­vice­pa­let­te er­wei­tern, be­rich­tet Ge­schäfts­füh­rer Ul­rich Wan­tia – et­wa in Rich­tung Werk­ver­trä­ge. „Als Her­aus­for­de­run­gen be­geg­nen uns im Be­rufs­all­tag vor al­lem ge­stie­ge­ne An­for­de­run­gen hin­sicht­lich Ver­trags­form- und Pro­zess­fle­xi­bi­li­tät, zu­dem er­war­ten vie­le Kun­den ei­ne Open-Book-Po­li­cy.“Wan­tia spricht von ei­nem „stei­gen­den Re­kru­tie­rungs­auf­wand bei sin­ken­den Prei­sen“. Mitt­ler­wei­le hät­ten vie­le Un­ter­neh­men ih­ren Ein­kauf in Be­zug auf die Be­schaf­fung von ITDi­enst­leis­tun­gen pro­fes­sio­na­li­siert und wür­den den ak­tu­el­len Markt­preis für be­stimm­te IT-Skills ken­nen, so der Qu­es­tax-Ge­schäfts­füh­rer: „Wer die idea­len Kan­di­da­ten fin­den möch­te, soll­te wis­sen, was ge­sucht ist, und da­für ei­nen fai­ren Preis be­zah­len.“

Laut Ex­pe­ris-Ge­schäfts­füh­re­rin Son­ja Pie­rer „be­wer­ten Kun­den das Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis zu­neh­mend dann als po­si­tiv, wenn der Per­so­nal­dienst­leis­ter ei­nen nach­hal­ti­gen, zu­kunfts­ori­en­tier­ten Lö­sungs­an­satz auf­weist und sich nicht nur auf die kurz­fris­ti­ge Be­darfs­de­ckung be­schränkt“. Ne­ben der tech­no­lo­gi-

schen Fach­kom­pe­tenz wür­den Un­ter­neh­men vor al­lem vor­aus­schau­en­de Lö­sun­gen vom Per­so­nal­dienst­leis­ter er­war­ten, die sich an ih­ren in­di­vi­du­el­len stra­te­gi­schen und ope­ra­ti­ven Her­aus­for­de­run­gen ori­en­tier­ten. „Un­se­re Bran­che muss tech­ni­sche Kom­pe­tenz und Ver­ständ­nis für die IT-Stra­te­gie des Kun­den auf­bau­en“, for­dert Pie­rer. Dies kön­ne je­doch nur ge­lin­gen, wenn der Per­so­nal­dienst­leis­ter durch sei­ne Kom­pe­tenz, sein Lö­sungs­an­ge­bot und sei­ne en­ge Kun­den­be­zie­hung vom Ein­satz­un­ter­neh­men als „Trusted Ad­vi­sor“wahr­ge­nom­men wird.

Com­p­li­an­ce-Druck wächst auf al­le

„Der Markt wird sich im Jahr 2017 stär­ker ver­än­dern als in den ver­gan­ge­nen Jah­ren“, pro­gnos­ti­ziert Chris­ti­an Neu­er­burg, Country Trans­for­ma­ti­on Di­rec­tor der DIS AG. Mit der No­vel­le der Ar­beits­markt ge­set­ze über die An­pas­sung des Pa­ra­gra­fen 611 BGB (Di­enst­ver­trag) so­wie den Än­de­run­gen im Be­reich des Ar­beit­neh­mer­über­las­sungs­ge­set­zes (AÜG) wach­se der Com­p­li­an­ce-Druck auf Ver­mitt­ler, Frei­be­ruf­ler und Ein­satz un­ter­neh­men .„ Die­se ge­stie­ge­nen An­for­de­run­gen füh­ren zu ei­ner Kon­so­li­die­rung, in de­ren Ver­lauf nur die wirk­lich nach­hal­ti­gen und rechts­kon­for­men An­bie­ter über­le­ben wer­den.“Auch der di­rek­te Ein­satz von Frei­be­ruf- lern in Un­ter­neh­men wer­de in die­sem Zu­ge „dras­tisch schrump­fen, da er ein­fach nicht com­p­li­ant ist“. Die Ver­mitt­ler wie­der­um müss­ten sich sehr at­trak­tiv für die Frei­be­ruf­ler ma­chen und al­le tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten aus­schöp­fen, um die­se für ih­re Kun­den zu fin­den.

In die glei­che Ker­be schlägt Chris­ti­an Steeg, Di­rec­tor IT Contrac­ting bei Hays: „Die größ­ten Un­si­cher­hei­ten im Markt ent­ste­hen der­zeit durch man­geln­de Kennt­nis­se der recht­li­chen Si­tua­ti­on, und in der Fol­ge wird das The­ma Com­p­li­ant Sour­cing im­mer wich­ti­ger.“Ent­schei­dend sei, dass die Wei­ter­ent­wick­lung der Rechts­si­cher­heit den Re­kru­tie­rungs­weg dik­tie­re. Für Steeg liegt die größ­te Her­aus­for­de­rung da­rin, den perfekten Match von Kan­di­dat und Un­ter­neh­men in Kom­bi­na­ti­on mit ei­nem Com­p­li­ant Sour­cing so zu ver­bin­den, dass auch die Be­schaf­fung über die rich­ti­ge Ver­trags­form er­folgt. „Da­für müs­sen Di­enst­leis­ter und Kun­den im Schul­ter­schluss an ei­nem Strang zie­hen, um das idea­le Mo­dell zu fin­den, das den un­ter­schied­li­chen Pro­jekt­an­for­de­run­gen Rech­nung trägt.“Hier­für wer­de das Know-how des Per­so­nal­dienst­leis­ters im­mer wich­ti­ger.

Tur­bu­len­zen für die Per­so­nal­dienst­leis­ter pro­gnos­ti­ziert auch Andre­as Krawc­zyk, al­ler­dings aus ei­ner an­de­ren Per­spek­ti­ve: „Die deut­sche

Per­so­nalbran­che hat die Di­gi­ta­li­sie­rung ver­schla­fen“, sagt der COO der On­line-Platt­form Fre­e­lan­ce.de. Wäh­rend sich fast al­le an­de­ren Sek­to­ren be­reits im Neu­er­fin­dungs­pro­zess be­fän­den, ar­bei­te­ten die meis­ten Ver­mitt­ler noch wie in den 90er Jah­ren. „Aber Fre­e­lan­cer wol­len und wer­den ihr Ein­satz­un­ter­neh­men zu­künf­tig selbst­be­stimmt, trans­pa­rent und schnell aus­wäh­len.“

Da­bei be­ob­ach­tet Krawc­zyk zwei maß­geb­li­che Her­aus­for­de­run­gen: Per­so­nal­dienst­leis­ter müs­sen so­wohl den Spa­gat zwi­schen Preis­druck, Com­p­li­an­ce und Di­gi­ta­li­sie­rung schaf­fen als auch die neue Ge­ne­ra­ti­on der IT-Ex­per­ten be­geis­tern, „die völ­lig an­ders ti­cken als die Alt­ein­ge­ses­se­nen“. Da­her er­war­tet er, dass sich in den kom­men­den Jah­ren die Bran­che dras­tisch ver­än­dern wird. „Soll­te die Lü­nen­donk-Lis­te über­haupt noch Re­fe­renz sein, wer­den bald jun­ge, neue Play­er in den Top 20 mit­mi­schen.“

Trend­the­men sind stark nach­ge­fragt

Klar­heit herrscht je­den­falls über die ge­such­ten Skills, al­len vor­an die IT-Si­cher­heit: „Be­son­ders nach­ge­fragt sind High-Skill-Fre­e­lan­cer, die sich auf Se­cu­ri­ty-, Web- und Mo­bi­le-Ent­wick­lung spe­zia­li­siert ha­ben oder über tief­ge- hen­de Kennt­nis­se für Big Da­ta, Cloud so­wie in der IT-Be­ra­tung ver­fü­gen“, sagt Ex­pe­risGe­schäfts­füh­re­rin Pie­rer. DIS-Ma­na­ger Neu­er­burg ver­weist auf „die Di­gi­ta­li­sie­rung von Ge­schäfts­pro­zes­sen so­wie agi­le Pro­jekt­me­tho­den“, wäh­rend Gulp-Mar­ke­ting-Lei­ter Sy­ma­n­ek er­gänzt: „Da­ne­ben sind auch Soft Skills wie selb­stän­di­ges Ar­bei­ten, Team­fä­hig­keit, Selbst­be­wusst­sein oder Stress­re­sis­tenz für die Ar­beit als Fre­e­lan­cer un­ver­zicht­bar.“

Eng­pass wird sich bis 2020 ver­grö­ßern

Nicht oh­ne Fol­gen: In den kom­men­den Jah­ren lie­ge die Auf­ga­be für Web-Portale und Per­so­nal­dienst­leis­ter da­rin, die zu er­war­ten­de mas­si­ve Lü­cke zwi­schen Be­darf und An­ge­bot zu schlie­ßen, sagt Sthree-Di­rec­tor Hou­te­pen: „Ehr­lich ge­sagt, weiß ich manch­mal nicht, wo wir 2020 al­le dann be­nö­tig­ten Fach­kräf­te her­be­kom­men sol­len.“Es zeich­net sich ab: Die ver­gan­ge­nen Jah­re wa­ren ei­ne Auf­wärm­pha­se. Der rich­ti­ge Wett­be­werb zwi­schen den Ein­satz­un­ter­neh­men um die bes­ten Frei­be­ruf­ler steht der Wirt­schaft noch be­vor.

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