Po­li­ti­kern fehlt der Mut

Computerwoche - - Markt -

Zwar be­fas­se sich die Po­li­tik ernst­haft und sach­lich mit den Pro­ble­men und stel­le die rich­ti­gen Fra­gen, klang auf der Mi­cro­soft-Kon­fe­renz Ex­plai­ned in Ber­lin durch. An­ge­krei­det wird ihr al­ler­dings, dass sie nicht den Mut auf­bringt, die längst über­fäl­li­ge ge­sell­schaft­li­che Dis­kus­si­on über die Di­gi­ta­li­sie­rung an­zu­sto­ßen. Et­li­che Ex­per­ten ver­mu­ten, dass die Po­li­ti­ker Angst ha­ben, im Su­per­wahl­jahr 2017 ein solch kom­ple­xes The­ma öf­fent­lich zu dis­ku­tie­ren. Aber was ist wich­ti­ger, der per­sön­li­che Da­ten­schutz oder die Chan­ce, Krank­hei­ten schnel­ler zu hei­len, weil IT-Sys­te­me mit Mil­lio­nen Da­ten von in­di­vi­du­el­len Krank­heits­bil­dern ge­füt­tert und die­se in kür­zes­ter Zeit ver­gli­chen und aus­ge­wer­tet wer­den? So lau­tet ei­ne der Fra­gen in Rich­tung Po­li­tik. Oder wie sieht es mit dem Cloud-Ser­vice „Vi­ta­book“aus, der ei­ne di­gi­ta­le Pa­ti­en­ten­ak­te in der Cloud an­legt? Ist das ein Ver­stoß ge­gen den Da­ten­schutz oder me­di­zi­nisch ge­woll­ter Fort­schritt? Fra­gen, de­rer man sich auch im po­li­ti­schen Ber­lin be­wusst ist. So dis­ku­tiert man hin­ter den Ku­lis­sen, wie zu hö­ren war, neue An­sät­ze des Da­ten­schut­zes und der Da­ten­ver­ar­bei­tung. Ein An­satz ist, zwi­schen an­ony­mi­sier­ter und pseud­ony­mer Da­ten­ver­ar­bei­tung zu un­ter­schei­den und so den un­ter­schied­li­chen In­ter­es­sen ge­recht zu wer­den.

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