Mo­der­ni­sie­ren mit Do­cker

Wie las­sen sich Le­ga­cy-An­wen­dun­gen mo­der­ni­sie­ren und Cloud-re­a­dy ma­chen, ohne den Source­code an­fas­sen zu müs­sen? Con­tai­ner-Spe­zia­list Do­cker hat da­zu das Pro­gramm „Mo­der­ni­ze Tra­di­tio­nal Ap­p­li­ca­ti­ons“ins Le­ben ge­ru­fen.

Computerwoche - - Inhalt - (hv)

Wie las­sen sich Le­ga­cy-An­wen­dun­gen mo­der­ni­sie­ren und Cloud-re­a­dy ma­chen, ohne den Source­code an­fas­sen zu müs­sen? Con­tai­nerSpe­zia­list Do­cker hat da­zu das Pro­gramm „Mo­der­ni­ze Tra­di­tio­nal Ap­p­li­ca­ti­ons“ins Le­ben ge­ru­fen.

Das Pro­gramm, das IT-Ops an­spre­chen soll, ent­hält Pro­fes­sio­nal Ser­vices, die „Do­cker En­ter­pri­se Edi­ti­on“(EE) für das App-Ma­nage­ment und Funk­tio­nen für das Hy­brid-Cloud-Ma­nage­ment. An­wen­der sol­len ih­re Le­ga­cy-An­wen­dun­gen in Do­cker-Con­tai­ner pa­cken, so dass Por­ta­bi­li­tät, Si­cher­heit und In­ter­ope­ra­bi­li­tät ge­währ­leis­tet sind, ohne dass die Apps an­ge­fasst wer­den müs­sen. Un­ter­neh­men kön­nen so laut Do­cker ih­re In­ves­ti­tio­nen schüt­zen und trotz­dem in ei­ne mo­der­ne In­fra­struk­tur wech­seln. Do­cker ar­bei­tet im Mo­der­ni­ze Tra­di­tio­nal Ap­p­li­ca­ti­ons Pro­gram mit Cis­co, Ava­na­de, Mi­cro­soft und Hew­lett-Pa­ckard En­ter­pri­se (HPE) zu­sam­men. Kun­den zah­len ei­ne Pau­schal­ge­bühr für die Pro­gramm­teil­nah­me, die mit ei­nem Mi­gra­ti­ons­ser­vice be­ginnt und den Un­ter­neh­men da­ran an­schlie­ßend Hil­fe zur Selbst­hil­fe bie­tet, in­dem Spe­zia­lis­ten an­ge­lernt und mit der wei­te­ren „Con­tai­ne­ri­sie­rung“der Le­ga­cy-An­wen­dun­gen be­traut wer­den.

Di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on be­schleu­ni­gen

Fin­tan Ryan, Ana­lyst bei Red­monk, hält den An­satz für rich­tig: „Die gro­ße Mehr­heit der An­wen­dun­gen, die heu­te ge­nutzt wer­den, sind vie­le Jah­re alt. Die Un­ter­neh­men wol­len sie mög­lichst nicht an­fas­sen.“Ge­lin­ge es, mo­der­ne Soft­ware­ent­wick­lungs- und Re­lease-Ma­nage­ment-Prak­ti­ken zu nut­zen, ohne da­bei die Al­t­an­wen­dun­gen im Source­code an­pas­sen zu müs­sen, sei das für na­he­zu je­des Un­ter­neh­men in­ter­es­sant. Ryan weist dar­auf hin, dass es ein gän­gi­ger Feh­ler sei, Con­tai­ner-Tech­no­lo­gie als Er­satz für tra­di­tio­nel­le Vir­tu­al Ma­chi­nes zu se­hen. Die gro­ße Chan­ce be­ste­he da­rin, ganz neue An­wen­dun­gen zu bau­en, die auch an­de­re Vor­tei­le der Con­tai­ner-Tech­nik nut­zen – zum Bei­spiel die Mög­lich­keit, An­wen­dun­gen in Sets klei­ne­rer Ser­vices zu zer­le­gen. Auf der Ent­wick­ler­kon­fe­renz Do­ckerCon im te­xa­ni­schen Aus­tin kün­dig­te au­ßer­dem Ora­cle an, ver­schie­de­ne An­wen­dun­gen über den Do­cker Sto­re in Con­tai­nern ver­füg­bar zu ma­chen. Da­mit hät­ten Kun­den, die ei­ne der kom­mer­zi­el­len Do­cker-Edi­tio­nen ein­set­zen, die Mög­lich­keit, sehr ein­fach Ver­sio­nen der Ora­cleDa­ten­bank, des Ora­cle We­bLo­gic Ser­vers oder von Ora­cle Ja­va SE 8 zu pro­vi­sio­nie­ren.

Zu­sam­men mit Ac­cen­ture stell­te Do­cker zu­dem wei­te­re welt­wei­te Ser­vices rund um die in­te­grier­te Con­tai­ner-Ma­nage­ment-Plat­form „Do­cker Dat­a­cen­ter EE“in Aus­sicht. Zer­ti­fi­zier­te Ac­cen­ture-Be­ra­ter, die sich mit De­vOps und Cloud-Mi­gra­ti­on be­schäf­ti­gen, sol­len Kun­den bei der Mi­gra­ti­on ge­schäfts­kri­ti­scher An­wen­dun­gen in die Cloud un­ter­stüt­zen. Ge­mein­sam ar­bei­ten Do­cker und Ac­cen­ture an Tech­ni­ken und Ver­fah­ren für ei­ne be­schleu­nig­te Mi­gra­ti­on sol­cher con­tai­ne­ri­sier­ter An­wen­dun­gen. Als bei­spiel­haf­ten Kun­den nen­nen die Part­ner die fin­ni­sche Bahn Fin­nish Rail­ways, die be­ste­hen­de An­wen­dun­gen mit Do­cker und der „Ac­cen­ture Cloud Fac­to­ry“mo­der­ni­siert und die­se nun als „Con­tai­ners as a Ser­vice“aus der Ama­zon-Cloud her­aus be­zieht. Mit Hil­fe der Con­tai­ner­tech­nik zer­legt das Un­ter­neh­men sei­ne An­wen­dungs­mo­no­li­then peu à peu und ver­wan­delt sie in un­ab­hän­gi­ge API-fä­hi­ge Ser­vices. Da­mit kön­nen die Fin­nen neue An­wen­dun­gen ge­ne­rell viel schnel­ler in Be­trieb neh­men und den War­tungs­auf­wand sen­ken.

Kurz vor der Do­ckerCon hat­te auch HPE Con­tai­ner-Ver­sio­nen ver­schie­de­ner IT-Ope­ra­ti­ons­Ma­nage­ment-An­ge­bo­te an­ge­kün­digt. Die Pa­ke­te Hy­brid Cloud Ma­nage­ment, Da­ta Cen­ter Au­to­ma­ti­on, Ope­ra­ti­ons Bridge und IT Ser­vice Ma­nage­ment Au­to­ma­ti­on un­ter­stüt­zen die Con­tai­ner­tech­ni­ken Do­cker und Ku­ber­ne­tes.

Rund 5000 Be­su­cher mach­ten sich vom 17. bis 20. April die­ses Jah­res auf den Weg nach Aus­tin in Te­xas, um auf der Do­ckerCon ak­tu­el­le Ent­wick­lun­gen im Be­reich der Con­tai­ner-Tech­ni­ken zu dis­ku­tie­ren.

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