IT­ler er­obern Han­no­ver Mes­se

Computerwoche - - Inhalt - Von Jür­gen Hill, Team­lei­ter Tech­no­lo­gie;

Die Gold­grä­ber­stim­mung rund um In­dus­trie 4.0 hält an und sorgt für Al­li­an­zen zwi­schen An­bie­tern von In­for­ma­ti­on Tech­no­lo­gy (IT) und Ope­ra­tio­nal Tech­no­lo­gy (OT).

Die welt­größ­te In­dus­trie­mes­se HMI mach­te es deut­lich: Die Gold­grä­ber­stim­mung beim The­ma In­dus­trie 4.0 hält an und sorgt für Al­li­an­zen zwi­schen An­bie­tern von In­for­ma­ti­on Tech­no­lo­gy (IT) und Ope­ra­tio­nal Tech­no­lo­gy (OT).

Win­fried Holz, CEO von Atos Deutsch­land und Mit­glied im Prä­si­di­um des ITK-Bran­chen­ver­bands Bit­kom, zeig­te sich auf der Han­no­ver Mes­se In­dus­trie (HMI) voll Zu­ver­sicht: „In­dus­trie 4.0 ist ein ech­ter Wirt­schafts­trei­ber. Die Di­gi­ta­li­sie­rung der in­dus­tri­el­len Pro­duk­ti­on ist das Wachs­tums­the­ma schlecht­hin.“Die vol­len Auf­trags­bü­cher der In­dus­trie­un­ter­neh­men zeig­ten die Po­ten­zia­le der Di­gi­ta­li­sie­rung in den Fa­b­ri­ken mehr als deut­lich.

Doch wäh­rend die IT-Play­er ih­re Claims neu­er­dings in der in­dus­tri­el­len Fer­ti­gung ab­ste­cken, drin­gen um­ge­kehrt die klas­si­schen In­dus­trie­rie­sen in IT-Do­mä­nen vor. Sie­mens und Bosch be­tä­ti­gen sich als Cloud-Markt­platz­be­trei­ber, und jetzt mel­det auch Ro­bo­ter­bau­er Ku­ka mit sei­nem „Ku­ka Mar­ket­place“Am­bi­tio­nen an, den In­dus­trie-4.0-Wan­del vor­an­zu­trei­ben. Der Markt­platz soll den Kun­den nicht nur neue Pro­duk­te bie­ten, son­dern auch Be­nut­zer­hand­bü­cher und Vi­de­os be­reit­stel­len. „Die Ein­füh­rung mar­kiert für uns ei­nen ge­wal­ti­gen Schritt bei der Um­set­zung un­se­rer Plä­ne, neue Ser­vice- und An­wen­dungs­pa­ke­te zu of­fe­rie­ren“, sag­te Da­vid Ful­ler, CTO bei Ku­ka.

Al­ler­dings zeigt sich der Markt­platz zur Er­öff­nung noch sehr über­sicht­lich: Es ste­hen le­dig­lich „Ku­ka Con­nect“und Col­le­ge-Trai­nings­kur­se des Her­stel­lers zur Ver­fü­gung. Bei Ku­ka Con­nect han­delt es sich um ei­ne Cloud-ba­sier­te Soft­ware­platt­form für die smar­te Pro­duk­ti­on. Sie soll den Nut­zern die Mög­lich­keit bie­ten, übe­r­all und je­der­zeit auf ih­re Ku­ka-Ro­bo­ter zu­zu­grei­fen und die­se zu ana­ly­sie­ren.

Dar­über hin­aus kün­dig­te Ku­ka auf der HMI ei­ne stra­te­gi­sche Part­ner­schaft mit SAP an. Die Part­ner wol­len Sy­ner­gi­en in ih­ren welt­wei- ten Ziel­märk­ten nut­zen – im Vor­der­grund ste­hen da­bei die Be­rei­che Ma­nu­fac­tu­ring, Ma­schi­nen­bau so­wie Au­to­mo­ti­ve. Im Rah­men der Zu­sam­men­ar­beit wol­len die Un­ter­neh­men Ku­ka-Ro­bo­ter-Ap­pli­ka­tio­nen über SAPs IoT-Platt­form „Leo­nar­do“be­reit­stel­len. Die Ro­bo­ter sol­len hier­für in die SAP Cloud Plat­form in­te­griert wer­den, um die von die­ser be­reit­ge­stell­ten In­for­ma­tio­nen im Rah­men von Con­di­ti­on-Mo­ni­to­ring- und Pre­dic­tive-Main­ten­an­ce-Sze­na­ri­en aus­zu­wer­ten. Dar­über hin­aus plant Ku­ka, aus­ge­wähl­te SAP-Tech­no­lo­gie­kom­po­nen­ten als Be­stand­teil der ei­ge­nen IoT-Platt­form ein­zu­set­zen, die von der Un­ter­neh­mens­toch­ter Con­nyun be­trie­ben wird.

Sie­mens er­öff­net Markt­platz für 3D-Druck

Auch Sie­mens bie­tet ei­nen Cloud-Markt­platz an. Im Rah­men sei­ner Di­gi­tal-En­ter­pri­se-Stra­te­gie hat der Kon­zern auf der HMI ei­ne On­li­neCol­la­bo­ra­ti­on-Platt­form vor­ge­stellt, die ei­ne welt­wei­te Zu­sam­men­ar­beit für die Fer­ti­gungs­in­dus­trie er­mög­li­chen soll. Den Kun­den soll so der Zu­gang zur On-De­mand-Pro­dukt­kon­struk­ti­on und zur 3D-Druck-Pro­duk­ti­on er­leich­tert wer­den. Oder an­ders for­mu­liert, der Zu­griff auf Know-how für die ad­di­ti­ve Fer­ti­gung soll eben­so ein­fa­cher wer­den wie die Nut­zung von

3D-Dru­ckern. So könn­te sich bei­spiels­wei­se ein Pro­dukt­ein­käu­fer auf der Platt­form mit An­bie­tern so­ge­nann­ter Mi­cro Fac­to­ries ver­bin­den, die 3D-Tei­le be­darfs­ge­recht ge­nau dort dru­cken, wo sie ge­braucht wer­den.

Beim Mes­se­auf­tritt un­ter dem Mot­to „Dis­co­ver the va­lue of the Di­gi­tal En­ter­pri­se“stand bei Sie­mens die in­tel­li­gen­te Ver­bin­dung von rea­len und vir­tu­el­len Pro­duk­ti­ons­wel­ten im Mit­tel­punkt. Er­reicht wer­den soll sie durch die Si­mu­la­ti­on von Ma­schi­nen und An­la­gen, aber auch durch „Mind­s­phe­re“, das Cloud-ba­sier­te IoT-Be­triebs­sys­tem von Sie­mens. Hier­zu zeig­ten die Münch­ner ei­nen di­gi­ta­len Zwil­ling im Ein­satz. „Wir bie­ten als ein­zi­ger Her­stel­ler den di­gi­ta­len Zwil­ling über die ge­sam­te Wert­schöp­fungs­ket­te – für Pro­duk­te, für die Pro­duk­ti­on und für ge­sam­te An­la­gen“, warb Klaus Helm­rich, Vor­stands­mit­glied der Sie­mens AG, für sein Kon­zept.

Turn­schuh aus dem Dru­cker

Zur Han­no­ver Mes­se wur­de zu­dem be­kannt, dass Sie­mens und Adi­das bei der di­gi­ta­len Her­stel­lung von Sport­ar­ti­keln ko­ope­rie­ren wol­len. Da­bei soll die Di­gi­ta­li­sie­rung in der Adi­das Speed­fac­to­ry vor­an­ge­trie­ben wer­den. Dort will Adi­das in­di­vi­dua­li­sier­te Sport­schu­he mit Hil­fe von Ro­bo­tern und 3D-Dru­ckern pro­du­zie­ren. Da­bei plant der Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler mit Stück­zah­len von rund 50.000 Paar Schu­hen. Zum Ver­gleich: In Asi­en fer­tigt Adi­das 300 Mil­lio­nen Paa­re pro Jahr. Mit Hil­fe ei­nes di­gi­ta­len Zwil­lings, ei­nes di­gi­ta­len Ab­bilds der Speed­fac­to­ry, soll sich zu­künf­tig der ge­sam­te Fer­ti­gungs­pro­zess si­mu­lie­ren, tes­ten und op­ti­mie­ren las­sen. Durch die Ver­bin­dung von vir­tu­el­ler und rea­ler Welt ver­spre­chen sich die bei­den Part­ner kür­ze­re Markt­ein­füh­rungs­zei­ten so­wie ei­ne hö­he­re Fle­xi­bi­li­tät bei der Pro­dukt­her­stel­lung. Gleich­zei­tig soll die Qua­li­tät stei­gen und die Pro­duk­ti­on ef­fi­zi­en­ter ge­stal­tet wer­den.

Gro­ßes The­ma künst­li­che In­tel­li­genz

Doch egal, ob smar­ter Ro­bo­ter, Pre­dic­tive und Con­di­ti­on Ba­sed Main­ten­an­ce oder Smart Fac­to­ry, ein The­ma ist bei den Dis­kus­sio­nen um In­dus­trie 4.0 und die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on nicht mehr weg­zu­den­ken: die künst­li­che In­tel­li­genz be­zie­hungs­wei­se Ar­ti­fi­ci­al In­tel­li­gence (AI). Karl-Heinz Strei­bich, CEO der Soft­ware AG, zeig­te sich in Han­no­ver über­zeugt, dass sämt­li­che Soft­ware­pro­duk­te aus sei­nem Haus in zwei bis drei Jah­ren „AI-enab­led“sein wer­den. Künst­li­che In­tel­li­genz er­mög­li­che je­de Men­ge in­tel­li­gen­te Uses Ca­ses. Ei­ne Bu­si­nes­sPro­cess-Ma­nage­ment-(BPM-)Soft­ware wer­de bei­spiels­wei­se Da­ten nicht mehr nur vi­sua­li­sie­ren, son­dern in den Da­ten­men­gen Mus­ter er­ken­nen, ver­glei­chen und dann dar­aus Schlüs­se zie­hen.

Letzt­lich wan­de­le sich die IT von ei­ner re­gel­zu ei­ner mus­ter­ge­stütz­ten Da­ten­ver­ar­bei­tung. Dem Ein­wand, ob so ein Sys­tem nicht schei­tern müs­se, wenn es sich mit un­be­kann­ten Si­tua­tio­nen kon­fron­tiert se­he, ent­geg­ne­te Strei­bich: „Dann greift die AI-Soft­ware eben auf das wahr­schein­lichs­te Mus­ter zu­rück, so wie Men­schen sich in un­be­kann­ten Si­tua­tio­nen auch an ih­ren Er­fah­run­gen ori­en­tie­ren.“ Dürr und Soft­ware AG ko­ope­rie­ren

Ei­ne stra­te­gi­sche IoT-Part­ner­schaft im Be­reich In­dus­trie 4.0 schloss die Soft­ware AG wäh­rend der Han­no­ver Mes­se mit der Dürr AG aus dem schwä­bi­schen Bie­tig­heim-Bis­sin­gen. Dürr ist ein Ma­schi­nen- und An­la­gen­bau­er, der Bran­chen wie den Ma­schi­nen­bau, die Che­mie- und Phar­ma­in­dus­trie so­wie die holz­ver­ar­bei­ten­de In­dus­trie be­lie­fert. Die Part­ner wol­len ei­ne Platt­form schaf­fen, de­ren Ba­sis ein ge­mein­sam ent­wi­ckel­tes, of­fe­nes IoT-Frame­work ist, das wich­ti­ge Funk­tio­nen und In­te­gra­ti­ons­schnitt­stel­len vor­de­fi­niert. Die IoT-Platt­form von Dürr soll es bei­spiels­wei­se er­mög­li­chen, Pro­duk­ti­ons­pro­zes­se mit Hil­fe von Echt­zeit­da­ten di­gi­tal zu steu­ern und zu ana­ly­sie­ren. Mit der IoTPlatt­form sol­len An­wen­der den Be­trieb ih­rer Dürr-Lö­sun­gen op­ti­mie­ren und die Fle­xi­bi­li­tät und Re­ak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit ih­rer Pro­duk­ti­on stei­gern. Mit den neu­en di­gi­ta­len Ser­vices stre­ben die Schwa­ben zu­sätz­li­ches Wachs­tum an. Ih­re Part­ner­schaft se­hen Dürr und die Soft­ware AG als ein Bei­spiel für „In­dus­trie 4.0 – Ma­de in Di­gi­tal Ger­ma­ny“– ein Mar­ke­tin­gLa­bel, das die Soft­ware AG zur CeBIT 2017 in­iti­iert hat­te.

Part­ner­schaft zwi­schen IBM und ABB

Ko­ope­ra­tio­nen zwi­schen Pro­zess­tech­nik- oder Au­to­ma­ti­sie­rungs-Un­ter­neh­men (OT) und IT-Kon­zer­nen wa­ren das gro­ße The­ma der HMI. Ge­mäß dem dies­jäh­ri­gen Mes­se-Mot­to „In­te­gra­ted In­dus­try – Crea­ting Va­lue“schei­nen die Un­ter­neh­men er­kannt zu ha­ben, dass sie im Wett­lauf um aus­ge­klü­gel­te In­dus­trie-4.0und Di­gi­ta­li­sie­rungs­lö­sun­gen zu­sam­men­ar­bei­ten müs­sen, weil sich im Al­lein­gang feh­len­des Know-how nicht schnell ge­nug er­wer­ben lässt.

Ein wei­te­res Bei­spiel für die­sen Trend war in Han­no­ver die Zu­sam­men­ar­beit des Schwei­zer Elek­tro­kon­zerns ABB mit IBM. Ge­mein­sam wol­len die Part­ner in­dus­tri­el­le Lö­sun­gen mit künst­li­cher In­tel­li­genz an­rei­chern. Da­zu soll

das Di­gi­tal­an­ge­bot ABB Abi­li­ty mit den ko­gni­ti­ven Fä­hig­kei­ten von IBMs Wat­son IoT ver­knüpft wer­den und da­durch neu­en Mehr­wert für Kun­den in der Ener­gie­ver­sor­gung, der In­dus­trie so­wie im Trans­port- und In­fra­struk­tur­sek­tor schaf­fen. „Die­se Kom­bi­na­ti­on stellt die nächs­te Stu­fe der In­dus­trie­tech­no­lo­gie dar“, er­klär­te Ulrich Spiess­ho­fer, CEO von ABB, „sie geht über die ak­tu­el­len an­ge­schlos­se­nen Sys­te­me hin­aus, die le­dig­lich Da­ten sam­meln, und er­mög­licht In­dus­trie­be­trie­ben und Ma­schi­nen, die Da­ten für die Er­fas­sung von zen­tra­len In­for­ma­tio­nen für die Ana­ly­se und Op­ti­mie­rung zu nut­zen.“

ABB und IBM wol­len die Wat­son-Tech­no­lo­gie bei­spiels­wei­se da­zu ver­wen­den, Feh­ler mit Hil­fe von Echt­zeit-Pro­duk­ti­ons­bil­dern auf­zu­spü­ren, die von ei­nem ABB-Sys­tem er­fasst wer­den. „IBM Wat­son loT for Ma­nu­fac­tu­ring“soll die Bil­der ana­ly­sie­ren. ABB zu­fol­ge lau­fen sol­che Prü­fun­gen der­zeit noch ma­nu­ell, was lang­sa­me und feh­ler­an­fäl­li­ge Pro­zes­se zur Fol­ge ha­be. Mit Hil­fe von Wat­son so­wie der in­dus­tri­el­len Au­to­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie von ABB sol­len Ge­nau­ig­keit und Kon­sis­tenz ver­bes­sert wer­den. Ein an­de­res Ein­satz­sze­na­rio für Wat­son sind Smart Grids. So will man mit Hil­fe von Wat­son die An­ge­bots- und Nach­fra­ge­mus­ter für Strom an­hand von his­to­ri­schen Da­ten und Wet­ter­da­ten vor­her­sa­gen. Auf die­se Wei­se las­se sich Be­trieb und War­tung der heu­ti­gen Smart Grids ver­bes­sern. An­hand der Vor­her­sa­gen für Tem­pe­ra­tur, Son­nen­ein­strah­lung und Wind­ge­schwin­dig­keit kann die Nach­fra­ge pro­gnos­ti­ziert wer­den, so dass Ener­gie­ver­sor­ger in der La­ge sind, das Last-Ma­nage­ment und die Echt­zeit-Preis­bil­dung zu op­ti­mie­ren.

Al­ler­dings sieht man bei IBM die Wat­son-Tech­no­lo­gie we­ni­ger als Ar­ti­fi­cal In­tel­li­gence denn als Aug­men­ted In­tel­li­gence, wie Har­riet Gre­en, Ge­ne­ral Ma­na­ger IBM Wat­son IoT, Co­gni­ti­ve En­ga­ge­ment and Edu­ca­ti­on, be­ton­te. Das scheint ei­ne aka­de­mi­sche Dis­kus­si­on zu sein, al­ler­dings of­fen­ba­ren sich fei­ne Un­ter­schie­de: Un­ter Aug­men­ted In­tel­li­gence ver­steht die Wis­sen­schaft das Zu­sam­men­kom­men von mensch­li­cher Krea­ti­vi­tät und In­ter­pre­ta­ti­ons­fä­hig­keit mit der Re­chen­leis­tung von Com­pu­tern. So be­tont Gre­en, IBM wol­le mit Wat­son den Men­schen nicht er­set­zen, son­dern ihn, wie es seit über 100 Jah­ren der Fir­men­phi­lo­so­phie ent­spre­che, bei der Ar­beit un­ter­stüt­zen. Laut Gre­en hat IBM mit Wat­son ei­nen Wett­be­werbs­vor­sprung von zehn Jah­ren: „Nie­mand ist in der La­ge, struk­tu­rier­te und un­struk­tu­rier­te Da­ten so schnell in sol­chen Men­gen zu ver­ar­bei­ten.“

Ko­ope­ra­ti­on von Mensch und Ma­schi­ne

Auch die Rol­le des Men­schen in der ver­netz­ten Fa­b­rik war ein Kern­the­ma auf der HMI. So wur­den kol­la­bo­ra­ti­ve Ro­bo­ter, so­ge­nann­te Co­bots, ge­zeigt, die mit Men­schen Hand in Hand ar­bei­ten – teil­wei­se in Pols­ter ge­packt, da­mit sie ih­ren mensch­li­chen Kol­le­gen nicht doch ver­se­hent­lich Scha­den zu­fü­gen. Au­ßer­dem be­fass­ten sich vie­le Her­stel­ler in die­sem Kon­text mit der Fra­ge, wie et­wa die im­mer kom­ple­xe­ren Pro­duk­ti­ons­ma­schi­nen beim Kun­den schnell ge­war­tet wer­den kön­nen, wenn spe­zi­ell ge­schul­te Ser­vice­tech­ni­ker Man­gel­wa­re sind. Ei­ne Lö­sung zeig­te der Ver­pa­ckungs­mit­tel­her­stel­ler Te­tra Pak auf dem Mi­cro­soft-Stand: Aus­ge­rüs­tet mit ei­ner Mi­cro­soft Ho­lo­lens, ver­bin­den sich Ser­vice­tech­ni­ker am Kun­den­stand­ort mit den welt­wei­ten Spe­zia­lis­ten des Un­ter­neh­mens und wer­den von ih­nen in Echt­zeit bei der Re­pa­ra­tur un­ter­stützt.

Co­re­sys­tems, Spe­zia­list für Field-Ser­vice-Ma­nage­ment, stell­te die Soft­ware „Crowd Ser­vice“vor, die Her­stel­ler bei der Ko­or­di­nie­rung ih­rer War­tungs-, Ser­vice- und In­stand­hal­tungs­auf­trä­ge nut­zen kön­nen. Gibt es ei­nen Eng­pass an ei­ge­nen Ser­vice­tech­ni­kern, et­wa weil zu vie­le kurz­fris­ti­ge An­fra­gen ein­ge­trof­fen sind, schickt der Her­stel­ler statt­des­sen ei­nen fach­kun­di­gen Fre­e­lan­cer zum Kun­den. Die in Sie­mens‘ IoTPlatt­form Mind­s­phe­re in­te­grier­te Lö­sung er­mög­licht es so, Ser­vice­auf­trä­ge schnel­ler und ef­fek­ti­ver zu ver­wal­ten.

Ku­ka will un­ter sei­nem neu­en chi­ne­si­schen Ei­gen­tü­mer Mi­dea kräf­tig wach­sen. „In Chi­na wol­len wir die

und Man­fred Brem­mer, Se­ni­or Edi­tor IoT & Mo­bi­le

Num­mer eins wer­den“, sag­te Ku­kas Vor­stands­chef Till Reu­ter auf der Han­no­ver Mes­se In­dus­trie.

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