Ama­zon Fresh – On­li­ne-Händ­ler star­tet Lie­fer­dienst für Le­bens­mit­tel in Deutsch­land

Computerwoche - - Markt -

Lan­ge war be­reits dar­über spe­ku­liert wor­den – nun ist es so weit: Der welt­größ­te On­li­ne-Händ­ler Ama­zon geht auch in Deutsch­land mit sei­nem Le­bens­mit­telLie­fer­dienst Ama­zon Fresh an den Start. Seit An­fang Mai ist der Ser­vice zu­nächst in Tei­len Ber­lins und Potsdam ver­füg­bar. Be­vor wei­te­re Städ­te da­zu­kom­men, will Ama­zon das Feed­back der Nut­zer ab­war­ten, so Flo­ri­an Baum­gart­ner, Deutsch­land-Chef für Ama­zon Fresh.

Ama­zon be­ginnt mit ei­nem Sor­ti­ment aus rund 85.000 Ar­ti­keln und ver­spricht sei­nen Kun­den kur­ze Lie­fer­zei­ten. Wer bis 12 Uhr mit­tags or­dert, soll sei­ne Wa­re noch recht­zei­tig bis zum Abend­es­sen ge­lie­fert be­kom­men. Be­stel­lun­gen bis 23 Uhr sol­len am nächs­ten Tag in ei­nem Zeit­fens­ter von zwei St­un­den zu­ge­stellt wer­den. Der US-Kon­zern ko­ope­riert da­bei mit DHL als Lo­gis­ti­ker. Um Ama­zon Fresh nut­zen zu kön­nen, müs­sen Kun­den Abon­nen­ten des kos­ten­pflich­ti­gen Di­ens­tes Ama­zon Pri­me sein. Nach ei­nem kos­ten­lo­sen Pro­be­mo­nat schlägt der Le­bens­mit­tel­ser­vice mit mo­nat­lich 9,90 Eu­ro zu Bu­che. Da­für könn­ten die Nut­zer be­lie­big vie­le Be­stel­lun­gen ab ei­nem Min­dest­be­stell­wert von 40 Eu­ro auf­ge­ben, hieß es.

Ama­zon hat­te sei­nen Le­bens­mit­tel­dienst in­ter­na­tio­nal be­reits 2009 ge­star­tet. Der Ser­vice ist welt­weit in 20 Städ­ten ver­füg­bar, haupt­säch­lich in den USA, mitt­ler­wei­le auch in Lon­don und To­kio. Ex­per­ten ge­hen da­von, dass der Vor­stoß in Deutsch­land dem Markt neue Im­pul­se ge­ben könn­te. Bis­lang spielt der On­li­ne-Ka­nal im hie­si­gen Le­bens­mit­tel­ge­schäft nur ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le. Ge­ra­de was den Kauf von ver­derb­li­chen Wa­ren an­be­langt, sind vie­le Nut­zer noch skep­tisch. Al­ler­dings sind die eta­blier­ten Su­per­markt­ket­ten ge­warnt. Rewe-Chef Alain Ca­par­ros sag­te En­de ver­gan­ge­nen Jah­res, man müs­se sich warm an­zie­hen ge­gen Ama­zon Fresh. Im glei­chen Atem­zug kün­dig­te er an, den ei­ge­nen On­li­ne-Han­del mas­siv aus­zu­bau­en.

Ama­zon Fresh be­ginnt in Berlin und Potsdam. Fällt das Feed­back der Nut­zer po­si­tiv aus, wird der Le­bens­mit­tellie­fer­dienst des welt­weit größ­ten On­li­ne-Händ­lers ver­mut­lich auch in an­de­ren deut­schen Städ­ten aus­ge­rollt.

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