Die per­fek­te IT-Do­ku­men­ta­ti­on

Computerwoche - - Inhalt - Von Da­ni­el Kirs­ten, Pro­dukt-Ma­na­ger bei der Sy­ne­tics Gm­bH in Düs­sel­dorf

Wenn in der IT-Ab­tei­lung das Cha­os aus­bricht, kann ei­ne man­gel­haf­te IT-Do­ku­men­ta­ti­on mit­ver­ant­wort­lich sein. Le­sen Sie, wor­auf es an­kommt.

Wenn in der IT-Ab­tei­lung das Cha­os aus­bricht, ist oft auch ei­ne man­gel­haf­te IT-Do­ku­men­ta­ti­on schuld. Häu­fig sind die ent­spre­chen­den Ex­cel-Lis­ten ver­al­tet, Ak­ten­ord­ner nicht auf­find­bar, oder die No­tiz­zet­tel­samm­lung ist un­voll­stän­dig. Tools für struk­tu­rier­te IT-Do­ku­men­ta­ti­on hel­fen, die Si­tua­ti­on zu meis­tern.

Das Wis­sen, was man an IT-Ifra­struk­tur hat, wie man sie be­treibt und wie man sie schützt, wird laut Er­he­bun­gen des IT Ser­vice Ma­nage­ment Fo­rum (itSMF) in 50 Pro­zent al­ler IT-Ab­tei­lun­gen hier­zu­lan­de oh­ne ver­nünf­ti­ge Me­tho­dik ver­wal­tet. Be­trof­fe­ne Un­ter­neh­men ge­hen da­mit er­heb­li­che Ri­si­ken be­züg­lich Si­cher­heit, Com­p­li­an­ce oder Kre­dit­ver­ga­be ein. Die Not­wen­dig­keit ei­ner ak­tu­el­len IT-Do­ku­men­ta­ti­on steht für fast al­le IT-Ab­tei­lun­gen au­ßer Fra­ge, aber die meis­ten Ver­ant­wort­li­chen re­si­gnie­ren ir­gend­wann nach dem x-ten Ver­such, der an un­kla­ren Zie­len und Zu­stän­dig­kei­ten oder man­geln­der Vor­be­rei­tung schei­tert.

Pri­mär geht es um die „Nutz­bar­ma­chung von In­for­ma­tio­nen“. Das wird am Bei­spiel ei­ner Bi­b­lio­thek deut­lich: Oh­ne das Wis­sen über die vor­han­de­nen In­hal­te ent­hält sie nur ei­nen Hau­fen Pa­pier und ist nutz­los. Erst wenn Stand­ort, Art und In­halt der Wer­ke be­kannt, ver­füg­bar und ab­frag­bar sind, ent­steht nutz- ba­res Wis­sen. Das ist das We­sen der Do­ku­men­ta­ti­on. Aus die­sem Gr­und­ver­ständ­nis re­sul­tie­ren Fra­gen nach dem Wer, Wie und Was der Do­ku­men­ta­ti­on.

1. Der Con­fi­gu­ra­ti­on-Ma­nage­ment-Plan (CMP) Auch das Do­ku­men­tie­ren selbst will do­ku­men­tiert wer­den. Der CMP lie­fert Ant­wor­ten auf die Fra­gen, was wo von wem do­ku­men­tiert wird. Der schrift­li­che Plan ist von al­len Be­tei­lig­ten ein­seh­bar und gilt als „Bi­bel“für den Um­gang mit dem The­ma IT-Do­ku­men­ta­ti­on im ei­ge­nen Haus. Für ei­nen sol­chen CMP braucht es ei­nen Ver­ant­wort­li­chen, der, je nach Un­ter­neh­mens­grö­ße, von ei­nem Team be­glei­tet wird, das die ver­schie­de­nen Be­rei­che der ei­ge­nen IT ab­deckt (zum Bei­spiel Ser­ver, Net­ze, Cli­ents, Se­cu­ri­ty).

Er­fah­rungs­ge­mäß ver­ur­sacht die Fra­ge „Was soll do­ku­men­tiert wer­den?“den größ­ten Auf­wand, sie be­stimmt zum Teil die Ant­wor­ten auf die wei­te­ren Fra­gen. Des­halb soll­te mit die­ser Fra­ge be­gon­nen wer­den. Da­bei sind ver­schie­de­ne Ein­fluss­fak­to­ren zu be­rück­sich­ti­gen. Es gibt zu­nächst die An­for­de­run­gen der un­mit­tel­ba­ren Teil­ha­ber, die die Da­ten­ba­sis für ih­re täg­li­che Ar­beit be­nö­ti­gen und sie auch selbst pfle­gen. Hier sind die in na­he­zu al­len Um­ge­bun­gen be­ste­hen­den In­sel­do­ku­men­ta­tio­nen wie Ser­ver- oder IP-Adress­lis­ten mit spe­zi­fi­schem In­for­ma­ti­ons­ge­halt ein gu­ter An­halts­punkt für die Au­s­prä­gung der ge­mein­sa­men Do­ku­men­ta­ti­ons­um­ge­bung. Da­ne­ben kön­nen

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.