Ei­ne Fra­ge der Tools

Computerwoche - - Praxis -

Grund­sätz­lich stellt sich die Fra­ge, ob die ei­ge­ne Do­ku­men­ta­ti­on struk­tu­riert oder un­struk­tu­riert er­fol­gen soll: Soll ei­ne Da­ten­bank zum Ein­satz kom­men oder reicht auch ein Wi­ki be­zie­hungs­wei­se ein Un­ter­neh­mens-In­tra­net/Con­tent-Ma­nage­ment-Sys­tem (CMS)? Für da­ten­bank­ge­stütz­te Sys­te­me gibt es ei­ne Rei­he von Do­ku­men­ta­ti­ons­lö­sun­gen am Markt. Die­se rei­chen von Open-Sour­ce-An­ge­bo­ten bis zu hoch­prei­si­gen und pro­prie­tä­ren Son­der­pro­duk­ten. Sie sind teil­wei­se auf ein­zel­ne Platt­for­men be­schränkt und ha­ben meist ent­we­der ei­nen Fo­kus auf struk­tu­rel­le oder auf funk­tio­na­le Da­ten. Struk­tu­rier­te Lö­sun­gen soll­ten ins Au­ge ge­fasst wer­den, wenn vie­le Re­fe­ren­zen do­ku­men­tiert wer­den müs­sen – um bei­spiels­wei­se sicht­bar und da­mit nutz­bar zu ma­chen, wel­che Soft­ware wo in­stal­liert ist oder wel­che Kon­taktoder auch Ver­trags­zu­ord­nun­gen be­ste­hen. Hier ha­ben un­struk­tu­rier­te Lö­sun­gen wie et­wa ein Wi­ki den Nach­teil, dass Be­zie­hun­gen ent­hal­ten­de Da­ten red­un­dant ein­ge­tra­gen wer­den müs­sen und eben kei­ne ech­ten Re­fe­ren­zen zwi­schen Ob­jek­ten ge­bil­det wer­den kön­nen, was mit ei­ner ho­hen Feh­ler­an­fäl­lig­keit ein­her­geht. In man­chen Fäl­len ist al­ler­dings ei­ne Kom­bi­na­ti­on bei­der An­sät­ze hilf­reich. So las­sen sich in ei­nem kon­text­be­zo­ge­nen Wi­ki-Ein­trag Frei­text­ein­trä­ge wie zum Bei­spiel Ser­ver-Ta­ge­bü­cher pfle­gen. Wich­tigs­tes Kri­te­ri­um bei der Aus­wahl des Werk­zeugs soll­te im­mer die Wie­der­ver­wend­bar­keit der Da­ten sein. In die en­ge­re Wahl soll­ten Werk­zeu­ge mit mög­lichst ge­ne­ri­schen Ex­port­for­ma­ten kom­men. Nur sie er­lau­ben es ei­nem Nut­zer, das Tool mit ge­rin­gem Mi­gra­ti­ons­auf­wand zu wech­seln, wenn An­for­de­run­gen stei­gen oder Er­war­tun­gen nicht er­füllt wer­den.

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