Eck­punk­te der Re­form

Computerwoche - - Praxis -

Ein Ge­setz für al­le: EU-weit gel­ten die glei­chen Da­ten­schutz­re­geln.

Recht auf Ver­ges­sen: Wol­len Nut­zer ih­re Da­ten nicht wei­ter ver­ar­bei­tet se­hen, wer­den die­se ge­löscht – vor­aus­ge­setzt, es spricht ju­ris­tisch nichts da­ge­gen.

Opt-in statt Opt-out: Wer­den per­sön­li­che Da­ten ver­ar­bei­tet, müs­sen Nut­zer ak­tiv zu­stim­men.

Recht auf Trans­pa­renz: Nut­zer dür­fen er­fah­ren, wel­che Da­ten über sie ge­sam­melt und wie die­se ver­ar­bei­tet wer­den.

Zu­gang und Por­ta­bi­li­tät: Der Zu­gang zu Da­ten, die über ei­nen selbst bei Drit­ten ge­spei­chert sind, soll ein­fa­cher sein. Zu­dem ist si­cher­zu­stel­len, dass per­sön­li­che In­for­ma­tio­nen leich­ter zwi­schen An­bie­tern über­tra­gen wer­den kön­nen.

Schnel­le­re Mel­dung: Bei Da­ten­ver­lust müs­sen Un­ter­neh­men im Re­gel­fall bin­nen 24 St­un­den, min­des­tens aber so schnell wie mög­lich ih­rer be­hörd­li­chen Mel­de­pflicht nach­kom­men.

We­ni­ger Be­hör­den­cha­os: Un­ter­neh­men müs­sen sich nur noch mit ei­ner ein­zi­gen Auf­sichts­be­hör­de aus­ein­an­der­set­zen – dort, wo sie ih­ren Haupt­sitz ha­ben.

Grenz­über­grei­fend: Pri­vat­an­wen­der dür­fen je­den Fall von Da­ten­miss­brauch an ih­re na­tio­na­le Auf­sichts­be­hör­de mel­den – auch dann, wenn die be­trof­fe­nen Da­ten im Aus­land ver­ar­bei­tet wur­den.

Er­wei­ter­ter Gel­tungs­be­reich: Die EURicht­li­nie gilt auch für Un­ter­neh­men, die kei­nen Sitz in der EU ha­ben, so­bald sie Wa­ren oder Di­enst­leis­tun­gen in der EU an­bie­ten oder auch nur On­li­ne-Markt­for­schung un­ter EU-Bür­gern be­trei­ben.

Hö­he­re Buß­gel­der: Ver­stößt ein Un­ter­neh­men ge­gen die Da­ten­schutz­be­stim­mun­gen, droht ein Buß­geld in Hö­he von bis zu vier Pro­zent des Jah­res­um­sat­zes.

Erst ab 16: Die rechts­wirk­sa­me An­mel­dung bei In­ter­net-Ser­vices wie Face­book soll Ju­gend­li­chen im Re­gel­fall erst ab 16 Jah­ren mög­lich sein. Stär­kung der na­tio­na­len Auf­sichts­be­hör­den: Na­tio­na­le Da­ten­schutz­be­hör­den wer­den in ih­ren Kom­pe­ten­zen ge­stärkt, so dass sie die neu­en EU-Re­geln bes­ser um­set­zen kön­nen.

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