IT-Sour­cing 2017 – die wich­tigs­ten Trends

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Der Run auf Cloud-Lö­sun­gen, die Sor­gen um IT-Si­cher­heit, vor al­lem aber die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on ha­ben das IT-Sour­cing ver­än­dert. An­wen­der be­schäf­ti­gen sich pro­fes­sio­nel­ler mit ih­ren Di­enst­leis­tern, oft re­den die Ge­schäfts­füh­run­gen da­bei mit. Ei­nen Über­blick lie­fert ei­ne brand­neue Stu­die der COMPUTERWOCHE.

Sour­cing-Ent­schei­dun­gen brau­chen Mut, Weit­sicht, Sach­ver­stand und ei­ne Vi­si­on. Her­aus­for­de­run­gen wie die Di­gi­ta­li­sie­rung oder neue IT-Be­zugs­mo­del­le wie das Cloud Com­pu­ting ver­kom­pli­zie­ren die Auf­ga­be. Sour­cing-An­sät­ze be­ein­flus­sen zu­neh­mend die Ge­samt­stra­te­gie, wes­halb sie zur Chef­sa­che wer­den. CEO und CIO zie­hen ge­mein­sam die Fä­den.

Al­les wird aus der Cloud kom­men, ul­traf­le­xi­bel und hoch­s­ka­lier­bar sein. Man zahlt nur das, was man wirk­lich nutzt“, pro­gnos­ti­ziert ein Teil­neh­mer der ak­tu­el­len Sour­cing-Stu­die 2017. „Die out­ge­sourc­ten Ar­beits­be­rei­che wer­den zum gro­ßen Teil wie­der in die Un­ter­neh­men zu­rück­ver­la­gert. IT wird dann wie­der ,von in­nen‘ be­trie­ben“, sagt ein an­de­rer vor­her. Die­se bei­den Ant­wor­ten ma­chen deut­lich, wie weit die Ein­schät­zun­gen der Ent­schei­der in den Un­ter­neh­men aus­ein­an­der­ge­hen, was die Zu­kunft des Sour­cings an­be­langt. Gleich­zei­tig wird aber auch im­mer kla­rer, dass Sour­cing heu­te ganz an­ders be­trach­tet wird als noch vor we­ni­gen Jah­ren. Tech­no­lo­gie­kom­pe­tenz rückt nä­her ans Bu­si­ness und ent­wi­ckelt sich zum zen­tra­len Fak­tor der Wett­be­werbs­stär­ke und Zu­kunfts­fä­hig­keit ei­nes je­den Un­ter­neh­mens. Da­mit ver­schiebt sich auch der Fo­kus der Un­ter­neh­mens­füh­rung stär­ker auf das Tech­no­lo­gie-Sour­cing. Trei­ber sind an die­ser Stel­le der CEO ge­mein­sam mit dem CIO.

Das spie­gelt sich auch in den Er­geb­nis­sen der dies­jäh­ri­gen Sour­cing-Stu­die der COMPUTERWOCHE wi­der. In 93,4 Pro­zent der Fäl­le wer­den Sour­cing-Ent­schei­dun­gen ent­we­der von der Ge­schäfts­füh­rung be­zie­hungs­wei­se dem Vor­stand (42,1 Pro­zent), dem CIO/IT-Vor­stand (26,5 Pro­zent) oder dem IT-Lei­ter (24,8 Pro­zent) ge­trof­fen. Da­bei fällt auf: Je klei­ner das Un­ter­neh­men, des­to häu­fi­ger ent­schei­det die Ge­schäfts­füh­rung über das Sour­cing. Das dürf­te un­ter an­de­rem auch dar­an lie­gen, dass in die­sen Un­ter­neh­men der Ti­tel ei­nes CIO oder IT-Vor­stands häu­fig gar nicht ver­ge­ben ist und statt­des­sen der Vor­stand al­le Fä­den in der Hand hält.

Out­sour­cing hat treue Fans

Die Sour­cing-Stra­te­gi­en, die in den Vor­stands­eta­gen der Un­ter­neh­men fest­ge­klopft wer­den, wer­den sich der Stu­die zu­fol­ge in den kom­men­den Jah­ren we­nig än­dern – zu­min­dest was das klas­si­sche Out­sour­cing an­be­langt. Gut 13 Pro­zent der be­frag­ten Ent­schei­der ge­ben an, ih­re IT kom­plett aus­ge­la­gert zu ha­ben. Ge­fragt, wie es da­mit in fünf Jah­ren aus­se­hen wer­de, rech­nen knapp zwölf Pro­zent mit ei­nem Full-IT-Out­sour­cing. Die IT zu gro­ßen Tei­len aus­ge­la­gert ha­ben der­zeit gut elf Pro­zent, in fünf Jah­ren

pla­nen dies knapp 15 Pro­zent der Stu­di­en­teil­neh­mer. Von ei­nem teil­wei­sen Out­sour­cing spre­chen ak­tu­ell 21,8 Pro­zent, in fünf Jah­ren er­war­ten es gut 18 Pro­zent. Ins­ge­samt bleibt der An­teil der Out­sour­cing-Freun­de re­la­tiv kon­stant. Den Ant­wor­ten der Stu­di­en­teil­neh­mer zu­fol­ge dürf­te er leicht von ak­tu­ell 46,1 auf 44,7 Pro­zent im Jahr 2022 sin­ken.

Wer IT aus­la­gert, tut dies vor al­lem mit der Ver­ga­be sei­ner In­fra­struk­tur. Sie­ben von zehn Un­ter­neh­men ha­ben die­sen Teil ih­rer IT an ei­nen Di­enst­leis­ter ab­ge­ge­ben. Un­be­lieb­tes­tes Out­sour­cing-The­ma ist da­ge­gen die Pro­dukt­ent­wick­lung. Le­dig­lich 41,7 Pro­zent der Un­ter­neh­men ha­ben die­sen Be­reich aus­ge­la­gert. In fünf Jah­ren je­doch, so glau­ben die Be­frag­ten, wer­den sich die­se Un­ter­schie­de zwi­schen den The­men weit­ge­hend ein­eb­nen. Die In­fra­struk­tur als be­lieb­tes­ter Out­sour­cing-Kan­di­dat ver­liert dem­nach ih­re Son­der­stel­lung. Die Pro­dukt­ent­wick­lung, das sen­si­bels­te The­ma, wol­len dann mehr als zwei Drit­tel der Un­ter­neh­men von ex­ter­nen Di­enst­leis­tern er­le­di­gen las­sen.

Ins­ge­samt soll der Out­sour­cing-An­teil bei den Aus­la­ge­rungs­ver­fech­tern wei­ter wach­sen, hat die Sour­cing-Stu­die er­ge­ben: von der­zeit zwi­schen 42 und 61 Pro­zent auf ei­ne Span­ne von 68 bis 83 Pro­zent in fünf Jah­ren. Letz­te­re Zah­len sind nach Mei­nung von Ex­per­ten al­ler­dings mit Vor­sicht zu ge­nie­ßen. Pro­gno­sen über die Zu­kunft des Out­sour­cings hät­ten schon oft deut­li­che Stei­ge­rungs­ra­ten an­ge­kün­digt. Be­wahr­hei­tet hät­ten sich die­se aber nur zum Teil. Am En­de sei­en die Ver­ant­wort­li­chen meist ängst­li­cher ge­we­sen, als sie es selbst von sich er­war­tet hät­ten.

Be­trach­tet man die Out­sour­cing-Zie­le – Ons­hore, Ne­ar­shore und Off­s­hore – wird deut­lich, dass die Di­enst­leis­tung aus dem ei­ge­nen Land (Ons­hore) so­wie Ne­ar­shore, al­so Ser­vices aus be­nach­bar­ten Län­dern, die be­lieb­tes­ten Va­ri­an­ten sind und wohl auch blei­ben wer­den. Al­ler­dings dürf­te der Um­fra­ge zu­fol­ge das In­ter- es­se an wei­ter ent­fern­ten Off­s­hore-Lo­ka­tio­nen wach­sen. Be­son­ders groß ist dem­zu­fol­ge der er­war­te­te An­stieg in den Be­rei­chen Fi­nan­ce und Ac­coun­ting so­wie bei der Ap­p­li­ca­ti­on Main­ten­an­ce. Hier wol­len laut Um­fra­ge in Zu­kunft je­weils 50 Pro­zent mehr Un­ter­neh­men als heu­te Di­enst­leis­ter aus fer­nen Län­dern be­auf­tra­gen. Be­trach­tet man die vie­len Krie­ge, Un­ru­hen und In­sta­bi­li­tä­ten in et­li­chen Tei­len der Welt, dann über­rascht es, dass sich nur we­ni­ge Un­ter­neh­men des­we­gen Sor­gen ma­chen. Le­dig­lich 15 Pro­zent der be­frag­ten Fir­men ga­ben an, der­ar­ti­ge Ent­wick­lun­gen hät­ten sie vom Off­s­hore-Out­sour­cing ab­ge­hal­ten.

Gu­te Prei­se und viel Tech­nik-Know-how

Die wich­tigs­ten Aus­wahl­kri­te­ri­en für ex­ter­ne Di­enst­leis­ter blei­ben ein gu­tes Preis-Leis­tungs­Ver­hält­nis so­wie tech­ni­sches Know-how, ge­folgt von Bran­chen­kom­pe­tenz und vor­han­de­nen Kun­den­re­fe­ren­zen. Wei­che­re Aspek­te wie kul­tu­rel­le Nä­he be­zie­hungs­wei­se ei­ne Emp­feh­lung von Kol­le­gen sind für die Aus­wahl da­ge­gen ver­gleichs­wei­se un­wich­tig.

Die Er­war­tun­gen ih­rer Kun­den kön­nen die Out­sour­cer of­fen­bar gut er­fül­len. Die Zuf­rie­den­heit ist – ge­nau wie vor ei­nem Jahr – ins­ge­samt sehr hoch. Das gilt glei­cher­ma­ßen für die ver­schie­de­nen Out­sour­cing-Ar­ten wie für die je­wei­li­gen Re­gio­nen. Zwei Drit­tel der Full-ITOut­sour­cer äu­ßer­ten sich zu­frie­den be­zie­hungs­wei­se so­gar sehr zu­frie­den. Glei­ches gilt für sechs von zehn se­lek­ti­ven Out­sour­cern. Am we­nigs­ten ha­ben die Nut­zer am Ons­horeOut­sour­cing aus­zu­set­zen. Drei Vier­tel der Be­frag­ten sind da­mit sehr zu­frie­den oder zu­min­dest zu­frie­den. Das reicht für die Best­no­te 1,84. Beim Ne­ar­sho­ring und Off­s­ho­ring lie­gen die An­tei­le der Zuf­rie­de­nen bei 60 be­zie­hungs­wei­se 58 Pro­zent.

Be­stä­tigt wird die ho­he Out­sour­cing-Zuf­rie­den­heit da­durch, dass ein In­sour­cing – al­so ein Zu­rück­ho­len zu­vor aus­ge­la­ger­ter Pro­zes­se – aus­ge­spro­chen sel­ten statt­fin­det. Le­dig­lich

12,7 Pro­zent der be­frag­ten Ent­schei­der ga­ben an, je­mals ei­nen De­al rück­ab­ge­wi­ckelt zu ha­ben.

Als größ­te Hemm­nis­se für die Zu­sam­men­ar­beit mit aus­län­di­schen Di­enst­leis­tern iden­ti­fi­zier­ten die Be­frag­ten Si­cher­heits-, Qua­li­täts­und recht­li­che Be­den­ken. Zu Är­ger in der Zu­sam­men­ar­beit zwi­schen Kun­de und Pro­vi­der kommt es in ers­ter Li­nie we­gen nicht rei­bungs­los funk­tio­nie­ren­der Kom­mu­ni­ka­ti­on.

Deut­li­che Ve­rän­de­run­gen im Sour­cing-Bild gibt es durch das ge­stie­ge­ne In­ter­es­se an Cloud Com­pu­ting. Liegt der An­teil der Fir­men, in de­ren IT-Stra­te­gie Out­sour­cing gar kei­ne Rol­le spielt, der­zeit bei knapp ei­nem Drit­tel, soll er in fünf Jah­ren nur mehr 18,5 Pro­zent be­tra­gen. Hin­ter­grund: Al­le Be­frag­ten be­schäf­ti­gen sich mit der Cloud in all ih­ren Va­ri­an­ten. Ak­tu­ell nimmt gut je­des fünf­te Un­ter­neh­men (22,3 Pro­zent) Pu­b­lic-Cloud-Di­ens­te in An­spruch. In fünf Jah­ren wol­len dies be­reits rund 40 Pro­zent al­ler Un­ter­neh­men tun.

Cloud Sour­cing liegt im Trend

Wie stark sich der Trend in Rich­tung Cloud in den kom­men­den Jah­ren ma­ni­fes­tie­ren wird, lässt sich auch aus den De­tails her­aus­le­sen. Der Um­fra­ge zu­fol­ge wird sich der An­teil der Fir­men, die ih­re IT zu gro­ßen Tei­len in die Pu­b­lic Cloud aus­la­gern, bis 2022 mehr als ver­drei­fa­chen – von ak­tu­ell 5,6 auf dann 17,3 Pro­zent. Der An­teil der Un­ter­neh­men, die von ei­nem teil­wei­sen Cloud Sour­cing spre­chen, soll da­ge­gen ver­gleichs­wei­se mo­de­rat wach­sen, von der­zeit 16,7 auf dann 22,6 Pro­zent.

Be­trach­tet man den Cloud-Ein­satz un­ter Be­rück­sich­ti­gung der Un­ter­neh­mens­grö­ße – al­so in Ab­hän­gig­keit von Mit­ar­bei­ter­zahl und Um­satz –, las­sen sich dar­aus zwei Trends ab­lei­ten. Ers­tens: Je grö­ßer der Um­satz und/oder die Mit­ar­bei­ter­zahl, des­to wahr­schein­li­cher ist es, dass ein Un­ter­neh­men Cloud-Lö­sun­gen nutzt. Und zwei­tens: Klei­ne­re Cloud-Nut­zer,

al­so Un­ter­neh­men mit ma­xi­mal 500 Mit­ar­bei­tern oder höchs­tens 100 Mil­lio­nen Eu­ro Jah­res­um­satz, set­zen zum über­wie­gen­den Teil we­ni­ger als zehn Lö­sun­gen ein.

Sechs von zehn be­frag­ten Un­ter­neh­men, die be­reits die Cloud nut­zen be­zie­hungs­wei­se dies pla­nen, set­zen da­bei auf Soft­ware as a Ser­vice (SaaS). An zwei­ter Stel­le mit 34,7 Pro­zent liegt In­fra­struc­tu­re (IaaS) und an drit­ter Plat­form as a Ser­vice (PaaS). Ei­ne un­ter­ge­ord­ne­te Rol­le spie­len da­ge­gen Desk­top, Da­ta­ba­se und Se­cu­ri­ty as a Ser­vice. Hier stieg die Nut­zung zu­nächst an, um dann ge­ra­de bei den gro­ßen Fir­men wie­der zu­rück­zu­ge­hen. Wahr­schein­li­cher Grund: Gro­ße Un­ter­neh­men se­hen Si­cher­heits­as­pek­te als ma­xi­mal ge­schäfts­kri­tisch an und ha­ben des­halb we­nig Nei­gung, ent­spre­chen­de Ser­vices von ex­ter­nen Di­enst­leis­tern er­le­di­gen zu las­sen.

Bei den Aus­wahl­kri­te­ri­en für Cloud-Pro­vi­der spielt die Stand­ort­fra­ge die wich­tigs­te Rol­le. Für et­wa ein Drit­tel der Be­frag­ten ist es ab­so­lut ge­schäfts­kri­tisch, dass das Re­chen­zen­trum des Cloud-Pro­vi­ders in Deutsch­land steht, wei­te­re 36 Pro­zent se­hen dies als sehr wich­tig an. Ei­ne aus­schließ­li­che Da­ten­ver­ar­bei­tung in Deutsch­land un­ter deut­scher Ge­richts­bar­keit und ein Pro­vi­der, der sich Au­dits nach deut­schen Stan­dards un­ter­zieht, wird als eben­so re­le­vant an­ge­se­hen: Je­weils et­wa zwei Drit­tel der Auf­trag­ge­ber fin­den dies „ab­so­lut ge­schäfts­kri­tisch“oder „sehr wich­tig“. Nicht ganz so ent­schei­dend ist hin­ge­gen, dass Sup­port und Ser­vice auf Deutsch er­fol­gen: Die­sen Punkt fin­den 48,9 Pro­zent „ab­so­lut ge­schäfts­kri­tisch“oder „sehr wich­tig“.

Im Gro­ßen und Gan­zen schei­nen die Kun­den mit dem Cloud Sour­cing bis da­to zu­frie­den zu sein. Rund sechs von zehn Un­ter­neh­men be­zeich­nen sich als zu­frie­den (41,3 Pro­zent) be­zie­hungs­wei­se sehr zu­frie­den (19,1 Pro­zent). Mit ei­ner Ge­samt­no­te von 2,33 schafft die Cloud so­gar die zweit­bes­te Zuf­rie­den­heits­no­te, nur ge­schla­gen von Ons­hore (1,84), aber knapp vor dem se­lek­ti­ven (2,34) und dem Ful­lIT-Out­sour­cing (2,35) so­wie deut­lich vor an­de­ren Au­s­prä­gun­gen wie Ma­na­ged Ser­vice (2,47) oder Off­s­hore (2,50).

Auf die Fra­ge, wie Sour­cing-Stra­te­gi­en den di­gi­ta­len Wan­del vor­an­trei­ben und die da­für not­wen­di­ge In­no­va­ti­ons­kraft be­feu­ern, gibt es in den Rei­hen der Ent­schei­der kei­ne ein­heit­li­che Ant­wort. Der Aus­sa­ge „Die Ide­en und In­no­va­tio­nen un­se­rer Ser­vice-Pro­vi­der sind eher tech­nisch und zu we­nig an un­se­rem Bu­si­ness ori­en­tiert“stim­men et­wa zwei Drit­tel der Be­frag­ten min­des­tens „eher zu“. Da­zu pas­send liegt die Zu­stim­mung zu dem Satz „Un­ser Out­sour­cing be­hin­dert uns, neue IT-ba­sier­te In­no­va­tio­nen für das Un­ter­neh­men her­vor­zu­brin­gen“, bei zir­ka 50 Pro­zent. Dar­aus zu schlie­ßen, Out­sour­cing sei die gro­ße In­no­va­ti­ons­brem­se, wä­re aber wohl falsch. Denn auch der Aus­sa­ge „Wir konn­ten in den letz­ten 24 Mo­na­ten ei­ni­ge wich­ti­ge In­no­va­tio­nen ins Un­ter­neh­men brin­gen, weil wir auf die Er­fah­rung/Ex­per­ti­se ei­nes oder meh­re­rer Ser­vice­Pro­vi­der bau­en konn­ten“konn­ten sich im­mer­hin mehr als zwei Drit­tel der Ent­schei­der an­schlie­ßen.

„Bin ich Je­sus?“

Die­ser Wi­der­spruch lässt sich un­ter an­de­rem da­mit er­klä­ren, dass es of­fen­bar noch je­de Men­ge Un­si­cher­heit gibt. Die Di­gi­ta­li­sie­rung von Ge­schäfts­pro­zes­sen wird von den im Rah­men der Stu­die Be­frag­ten als das wich­tigs­te The­ma der kom­men­den Jah­re ein­ge­stuft. Doch die Fol­gen der di­gi­ta­len Trans­for­ma­ti­on und wel­che Rol­le da­bei das Sour­cing spie­len wird, sind vie­ler­orts noch un­klar. Da­zu pas­sen auch ei­ni­ge Ant­wor­ten auf die Fra­ge nach der Zu­kunft des Out­sour­cings: „Gu­te Fra­ge, wenn ich das wüss­te, wä­re ich wahr­schein­lich jetzt Mil­lio­när“, schrieb ein Ent­schei­der in das ent­spre­chen­de Feld sei­nes Um­fra­ge­bo­gen. Ein an­de­rer frag­te an glei­cher Stel­le zu­rück: „Bin ich Je­sus? Konn­ten Sie vor zehn Jah­ren das Heu­te vor­her­se­hen?“

Von Mar­tin Bay­er, De­pu­ty Edi­to­ri­al Di­rec­tor

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