Mehr er­folg­rei­che IT-Pro­jek­te

Gro­ße Pro­jek­te er­rei­chen heute nicht nur öf­ter ih­re Zie­le, sie blei­ben auch häu­fi­ger im Zeit- und Bud­get­rah­men. Be­son­ders er­folg­reich sind Un­ter­neh­men, die auf er­prob­te Pro­jekt-, Pro­gramm- und Port­fo­li­o­prak­ti­ken ver­trau­en.

Computerwoche - - Inhalt - Wir emp­feh­len die PMIStu­die zum Down­load un­ter http://w.idg.de/2w6n­wAC (hv)

Gro­ße Pro­jek­te er­rei­chen heute öf­ter ih­re Zie­le und blei­ben häu­fi­ger im Zeit- und Bud­get­rah­men. Be­son­ders er­folg­reich sind Un­ter­neh­men, die auf er­prob­te Pro­jekt-, Pro­gramm- und Port­fo­li­o­prak­ti­ken ver­trau­en.

Ei­gent­lich gibt es in der IT-Sze­ne seit vie­len Jah­ren Kon­sens dar­über, dass Pro­jek­te zeit­lich aus­ufern, ih­re Zie­le nicht er­rei­chen und Geld ver­bren­nen. Da­mit könn­te nun Schluss sein: Das Pro­ject Ma­nage­ment In­sti­tu­te (PMI) stellt in sei­ner zum neun­ten Mal be­trie­be­nen welt­wei­ten Um­fra­ge „Pul­se of the Pro­fes­si­on“fest: „Zum ers­ten Mal seit fünf Jah­ren se­hen wir, dass mehr Pro­jek­te ih­re ur­sprüng­li­chen Zie­le er­rei­chen und auch bud­ge­tär im Plan blei­ben.“

Von ei­ner Mil­li­ar­de Dol­lar, die heute in Pro­jek­te flie­ßen, muss man im Durch­schnitt 97 Mil­lio­nen ab­schrei­ben, so das PMI. Das sind 20 Pro­zent we­ni­ger als noch vor ei­nem Jahr. Der Stu­die liegt das Feed­back von 3234 Pro­jekt-Ma­nage­ment-Pro­fis, 200 Se­ni­or Exe­cu­ti­ves, 510 Chefs von Pro­jekt-Ma­nage­ment-Of­fices (PMOs) so­wie 17 wei­te­ren Ma­na­gern aus Nord­ame­ri­ka, Asi­en und dem EMEA-Raum zu­grun­de.

Erst­mals hat das In­sti­tut nicht nur klas­si­sche Pa­ra­me­ter wie Zeit, Kos­ten und Rah­men er­ho­ben, son­dern ist auch der Fra­ge nach­ge­gan­gen, ob und in wel­chem Aus­maß die von dem Pro­jekt er­war­te­ten ge­schäft­li­chen Vor­tei­le er­reicht wur­den. Auf die­sen Aspekt le­gen Un­ter­neh­men heute ge­stei­ger­ten Wert. Sie for­mu­lie­ren zu Pro­jekt­be­ginn den er­war­te­ten Ge­schäfts­bei­trag des Vor­ha­bens und stel­len im Ver­lauf mit ver­schie­de­nen Maß­nah­men si­cher, dass die Be­ne­fits zum Pro­jek­ten­de auch wirk­lich er­reicht wer­den. Ein Drit­tel der Be­frag­ten be­rich­tet, dass sie bei die­sem Vor­ge­hen in­zwi­schen ei­nen ho­hen Rei­fe­grad er­reicht hät­ten.

71 Pro­zent der Un­ter­neh­men ver­las­sen sich auf ein PMO, das die Brü­cke zwi­schen der stra­te­gi­schen Vi­si­on und der prak­ti­schen Um­set­zung der Vor­ha­ben schla­gen soll. Es kann un­ter­neh- mens­weit oder auf Ab­tei­lungs-, Be­reichs- oder re­gio­na­ler Ebe­ne agie­ren. Der Er­folg spricht für sich: Fir­men mit ei­nem PMO er­rei­chen ih­re Pro­jekt­zie­le und die da­mit zu­sam­men­hän­gen­den un­ter­neh­me­ri­schen Zie­le deut­lich häu­fi­ger als ih­re Pen­dants oh­ne PMO. Das Of­fice über­nimmt die Ver­ant­wor­tung da­für, dass das Pro­jekt­port­fo­lio an der Un­ter­neh­mens­stra­te­gie aus­ge­rich­tet ist. Es misst und pro­to­ko­liert dar­über hin­aus Pro­jekt­fort­schrit­te, schätzt Ri­si­ken ab, sorgt für ei­ne pro­fes­sio­nel­le Go­ver­nan­ce und eta­bliert ein gu­tes Ta­lent-Ma­nage­ment.

Auch Un­ter­stüt­zung aus dem Ma­nage­ment ist er­folgs­kri­tisch. 62 Pro­zent der Be­frag­ten grei­fen auf ei­nen „Exe­cu­ti­ve Spon­sor“zu­rück. Er muss de­tail­lier­te Kennt­nis­se des Pro­jekts ha­ben und wis­sen, wie es auf die Un­ter­neh­mens­stra­te­gie ein­zahlt. Kraft sei­ner Au­to­ri­tät kann er Hin­der­nis­se aus dem Weg räu­men, schnel­le Ent­schei­dun­gen tref­fen und das Top­ma­nage­ment ge­win­nen und bei Lau­ne hal­ten.

Er­folg­rei­che Un­ter­neh­men ar­bei­ten agil

Dass agi­le Pro­jekt-Ma­nage­ment-Me­tho­den auf dem Vor­marsch sind, über­rascht nicht. 71 Pro­zent der Be­frag­ten nut­zen sie zu­min­dest ge­le­gent­lich. In den ver­gan­ge­nen zwölf Mo­na­ten folg­te ei­nes von fünf Pro­jek­ten agi­len An­sät­zen, ein wei­te­res Fünf­tel nutz­te hy­bri­de be­zie­hungs­wei­se ge­misch­te Ver­fah­ren. PMI un­ter­schei­det in der Un­ter­su­chung „Cham­pi­ons“von „Un­der­per­for­mers“. Da­bei fällt auf, dass die Cham­pi­ons zu 55 Pro­zent agi­len An­sät­zen fol­gen, die Un­der­per­for­mers aber nur zu 24 Pro­zent. Vie­le Un­ter­neh­men be­rich­ten zu­dem, sie hät­ten Pro­ble­me ge­habt, agi­le Me­tho­den in ihr be­ste­hen­des Pro­jekt-Ma­nage­ment-Frame­work auf­zu­neh­men.

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