Di­gi­ta­li­sie­rung hilft Be­ra­tern

Die Di­gi­ta­li­sie­rung be­schert den Ma­nage­ment-Be­ra­tun­gen vol­le Auf­trags­bü­cher. Nach ei­nem zwei­stel­li­gen Wachs­tum im ver­gan­ge­nen Jahr soll es 2017 und 2018 eben­so dy­na­misch wei­ter­ge­hen, heißt es bei Lü­nen­donk.

Computerwoche - - Inhalt - (ba)

Ma­nage­ment-Be­ra­tun­gen wach­sen oft zwei­stel­lig, weil sie für Di­gi­ta­li­sie­rungs­pro­jek­te an­ge­fragt wer­den. Mit Über­nah­men bau­en sie ihr Know-how aus.

Um durch­schnitt­lich elf Pro­zent konn­ten die rund 70 von Lü­nen­donk un­ter­such­ten Ma­nage­ment-Be­ra­tun­gen im ver­gan­ge­nen Jahr zu­le­gen. Das be­rich­tet das in Min­del­heim an­säs­si­ge Markt­for­schungs­und Be­ra­tungs­un­ter­neh­men im Rah­men sei­ner Stu­die „Ma­nage­ment­be­ra­tung in Deutsch­land“. Auch für das lau­fen­de Jahr und 2018 sei mit ei­ner ähn­li­chen Markt­dy­na­mik zu rech­nen, so die Markt­for­scher. Vor al­lem die mit­tel­gro­ßen Häu­ser agier­ten der­zeit er­folg­reich. Lü­nen­donk zu­fol­ge konn­ten sie 2016 ih­re Um­sät­ze im Ver­gleich zum Vor­jahr um durch­schnitt­lich 16 Pro­zent stei­gern.

Wie es in der Stu­die wei­ter heißt, ver­schie­ben sich der­zeit die In­ves­ti­ti­ons­schwer­punk­te, weil sich die An­for­de­run­gen der Kun­den ge­än­dert ha­ben. Die möch­ten in die­sem und im nächs­ten Jahr die Di­gi­ta­li­sie­rung ih­res Ge­schäfts vor­an­trei­ben. Das in den Vor­jah­ren stets be­ton­te The­ma Ef­fi­zi­enz­stei­ge­rung ver­lie­re zu­min­dest tem­po­rär an Be­deu­tung.

Die Ver­ant­wort­li­chen in den An­wen­der­un­ter­neh­men ha­ben laut Lü­nen­donk er­kannt, dass sie mit den heute zur Ver­fü­gung ste­hen­den Tech­no­lo­gi­en völ­lig neue Pro­dukt- und Ser­vice­in­no­va­tio­nen mög­lich ma­chen kön­nen. Gleich­zei­tig ver­lan­ge der Wett­be­werb, dass die Un­ter­neh­men ih­re Ge­schäfts­mo­del­le hin­ter­frag­ten und die di­gi­ta­le Trans­for­ma­ti­on vor­an­trie­ben. Es gilt, agi­ler und fle­xi­bler auf Ve­rän­de­run­gen re­agie­ren zu kön­nen.

Um ih­re Po­ten­zia­le zu he­ben, brau­chen vie­le Un­ter­neh­men die Hil­fe der Ma­nage­ment-Be­ra­tun­gen. Auch die Ana­ly­se gro­ßer Da­ten­men­gen so­wie die Ein­füh­rung von In­dus­trie-4.0-Kon­zep­ten spie­len ei­ne zen­tra­le Rol­le bei den In­ves­ti­ti­ons­pla­nun­gen der Be­ra­tungs­kun­den. Um Di­gi­tal­pro­jek­te im Kun­den­auf­trag er­folg­reich um­set­zen zu kön­nen, be­nö­ti­gen die Be­ra­tungs­häu­ser ein brei­te­res Port­fo­lio an Skills als frü­her. Für ih­re Kli­en­tel müs­sen sie Kon­zep­te mit ei­nem star­ken Be­zug zu den End­kun­den ent­wi­ckeln. Auf der an­de­ren Sei­te gilt es, Mas­sen­da­ten aus Kun­den­in­ter­ak­tio­nen und an­de­ren Ge­schäfts­pro­zes­sen sinn­voll und schnell aus­zu­wer­ten.

An­ge­sichts der brei­ten Auf­ga­ben­pa­let­te sind neun von zehn Be­ra­tungs­un­ter­neh­men der Mei­nung, nur dann über ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil zu ver­fü­gen, wenn sie Stra­te­gie-, Krea­tiv- und Ana­ly­tik-Know-how aus ei­ner Hand an­bie­ten. Et­li­che An­bie­ter sind in die­ser Hin­sicht be­reits ak­tiv ge­wor­den und ha­ben in den zu­rück­lie­gen­den Mo­na­ten durch Über­nah­men Know-how-Lü­cken ge­schlos­sen oder die Ent­wick­lung ei­nes Part­ner-Öko­sys­tems an­ge­sto­ßen.

Wachs­tums­brem­se Fach­kräf­te­man­gel

Da­mit die Be­ra­tungs­fir­men wei­ter­hin wach­sen kön­nen, be­nö­ti­gen sie gu­te Mit­ar­bei­ter. Der­zeit be­kla­gen aber 86 Pro­zent ei­nen Fach­kräf­te­man­gel, der ihr Wachs­tum brem­se. Im Durch­schnitt pla­nen die Un­ter­neh­men, im lau­fen­den Jahr – be­zo­gen auf ih­re ak­tu­el­le Mit­ar­bei­ter­zahl – rund 22 Pro­zent mehr neue Con­sul­tants ein­zu­stel­len. Das sei auch nö­tig, um die durch­schnitt­li­che Fluk­tua­ti­on von 12,9 Pro­zent aus­glei­chen und die ho­hen Wachs­tums­zie­le er­rei­chen zu kön­nen, kon­sta­tie­ren die Markt­for­scher. Er­freu­lich hat sich aus ih­rer Sicht die Frau­en­quo­te ent­wi­ckelt. Wa­ren 2015 im Schnitt 22,5 Pro­zent der Con­sul­tants weib­lich, sei­en es 2016 be­reits 25,2 Pro­zent ge­we­sen. Für 2017 wird mit ei­ner wei­te­ren Stei­ge­rung auf 27,2 Pro­zent ge­rech­net.

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