In­tels Mo­vi­di­us Neu­ral Com­pu­te Stick bringt künst­li­che In­tel­li­genz auf ei­nem USB-Stick

Computerwoche - - Technik -

In­tel hat über sei­ne Toch­ter­fir­ma Mo­vi­di­us ei­nen Com­pu­te-Stick mit USB-An­schluss vor­ge­stellt. Un­ter­neh­men sol­len da­mit KI-An­wen­dun­gen schnel­ler ent­wi­ckeln und in ih­ren Fir­men­net­zen aus­rol­len kön­nen. Der Re­chen­stick ba­siert auf ei­ner Sys­tem-onChip-(SoC-)Ar­chi­tek­tur vom Typ „My­riad 2“. Die so­ge­nann­te Vi­su­al Pro­ces­sing Unit (VPU) bie­tet In­tel zu­fol­ge ei­ne Re­chen­leis­tung von bis zu 100 Gi­ga­flops bei ei­ner Leis­tungs­auf­nah­me von le­dig­lich knapp ei­nem Watt. Da­mit eig­ne sich das Sys­tem vor al­lem da­für, An­wen­dun­gen für neu­ro­na­le Net­ze di­rekt auf ver­schie­de­nen Ge­rä­ten im In­ter­net of Things (IoT) zu be­trei­ben. KI-Im­ple­men­tie­run­gen er­fol­gen laut In­tel in zwei maß­geb­li­chen Schrit­ten: Zu­nächst ge­he es dar­um, Al­go­rith­men mit Hil­fe von Ma­chi­ne-Le­arning-Tech­ni­ken auf Ba­sis von vie­len Da­ten zu trai­nie­ren. Im zwei­ten Schritt wer­den die­se Al­go­rith­men dann mit An­wen­dun­gen ver­knüpft, um rea­le Da­ten aus dem Ge­schäfts­be­trieb zu ana­ly­sie­ren und so zu neu­en Er­kennt­nis­sen zu ge­lan­gen.

Der Neu­ral Com­pu­te Stick ist in ers­ter Li­nie da­zu ge­dacht, be­reits trai­nier­te Al­go­rith­men ein­zu­set­zen. Das Trai­ning von Al­go­rith­men mit gro­ßen Da­ten­men­gen er­for­dert mehr Rech­neleis­tung, die der­zeit vor al­lem mit Hil­fe von leis­tungs­fä­hi­gen Gra­phic Pro­ces­sing Units (GPUs) er­bracht wird. Sie kön­nen mehr Be­feh­le par­al­lel ab­ar­bei­ten als klas­si­sche CPUs. Der Stick un­ter­stützt das Dee­pLe­arning-Frame­work Caf­fe und be­inhal­tet ei­ne Art Com­pi­ler, um Caf­fe-ba­sier­te neu­ro­na­le Net­ze in für den Stick op­ti­mier­te „em­bed­ded“neu­ro­na­le Net­ze um­zu­wan­deln. Im Netz lässt sich der Mi­ni-KI-Rech­ner via USB mit vie­ler­lei IoT-Ge­rä­ten ver­bin­den. Über ei­nen Hub kön­nen zu­dem meh­re­re Com­pu­te-Sticks zu­sam­men­ge­schlos­sen wer­den. Als An­wen­dungs­ge­bie­te nennt In­tel Ob­jekt­ver­fol­gung be­zie­hungs­wei­se -er­ken­nung in End­ge­rä­ten wie Ro­bo­tern, Au­tos oder Droh­nen.

Der Neu­ral Com­pu­te Stick von In­tel bringt ge­nug Re­chen­power mit, um KI im Netz zu be­trei­ben. Der Her­stel­ler nennt Ob­jekt­ver­fol­gung und -er­ken­nung in Ro­bo­tern und Droh­nen als mög­li­che An­wen­dungs­sze­na­ri­en.

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